Anzeige Die Ursprünge selbst erleben Kneipp: Wo alles seinen Anfang nahm

Wer war Sebastian Kneipp eigentlich? Und wie fühlt sich Kneippen, also das Bad im eiskalten Wasser, wirklich an? Diese und viele weitere Fragen klärt die Lauschtour – mit Hilfe einer kostenlosen App wandeln Urlauber auf den Spuren des jungen Kneipp und erfahren mehr über seine Heimatstadt. Der eisige Selbsttest darf natürlich nicht fehlen!

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Beim Thema Wasser ist Bayerisch-Schwaben ganz in seinem Element: Die Ausflugs- und Kurzurlaubsregion zwischen dem Nördlinger Ries, dem Schwäbischen Donautal, der UNESCO-Welterbestadt Augsburg und dem Wittelsbacher Land ist geprägt von idyllischen Flusslandschaften und zahlreichen Seen.

Mit der Lauschtour in Dillingen folgen Urlauber auf einer Audiotour den Spuren des Wassers und seiner heilenden Wirkung ganz einfach auf eigene Faust. 

Via kostenloser App geht es im eigenen Tempo zu den Anfängen der Kneipp’schen Lehre durch die schöne Stadt an der Donau. Wer hat nicht schon einmal an einer Kneipp-Anlage den Storchengang geübt oder heruntergezählt, bis die Arme wieder aus dem kalten Becken genommen werden dürfen?

Auf den Spuren des jungen Kneipp

Doch was vielleicht nicht so bekannt ist: Die Ursprünge des Kneippens – heute längst als Hydrotherapie anerkannt – liegen im schwäbischen Dillingen an der Donau. Zeit also für eine Lauschtour! Dabei bekommen Sie nicht nur eine liebevoll und abwechslungsreich erzählte Biografie des jungen Kneipp auf die Ohren, sondern auch exklusive Tipps von einer Kneipp-Expertin.

Start für den Hörspaziergang auf Kneipps Spuren ist ein erfrischendes Fußbad im Brunnen vor dem Rathaus. Wer war nun dieser Sebastian Kneipp und was hat er mit Dillingen zu tun? Stellen Sie sich einen Jungen vom Dorf vor: einfaches, hartes Leben, früh von den Eltern zum Mithelfen eingespannt, am Webstuhl im Betrieb des Vaters. Das Klackern der Webstühle untermalt die Schilderungen der Lauschtour – es war der Ton seines Alltags, viele Stunden am Stück, oft Tag und Nacht. Ein Leben in feuchten Kellern bei schlechter Luft, mit Tuberkulose als häufiger Folge. Doch der junge Kneipp – mit 23 Jahren bereits lungenkrank – hatte einen anderen Traum: Er wollte studieren und Priester werden. Vom Dorfjungen zum Weltstar: Die Tour führt Sie dann durch das Dillinger Stadttor Richtung Schlossstraße, mitten ins Zentrum der damaligen Großstadt Dillingen. Barfuß war er im Winter 1844 hierher gelaufen. Plötzlich mit einer Fülle von Möglichkeiten vor Augen! Und er hat es dann auch tatsächlich geschafft: Nicht nur Pfarrer, sondern mit seiner selbst entwickelten Kneipp-Therapie zum Star zu werden.

Wie das Eiswasser Sebastian Kneipp rettete

So ernannte ihn die „Washington Post“ bereits Ende des 19. Jahrhunderts zum drittberühmtesten Mann der Welt, gleich nach Präsident Roosevelt und Reichskanzler Bismarck. Aber zurück zu den Anfängen, denn die liegen schließlich in Dillingen. Vier Jahre, nachdem Kneipp in Dillingen angekommen war – er studierte mittlerweile Theologie – wurde es spannend. Geplagt von der lebensbedrohlichen Tuberkulose, badete er mitten im November in der kalten Donau. An dieser Stelle – heute eine Natur-Kneipp-Anlage – liegt auch einer der sog. Lauschpunkte, und für „Lauschtouristen“ gibt es keine Ausreden: Ab zum Kneippen in die hier nur knietiefe Donau! Wie’s funktioniert, wird selbstverständlich erklärt.

Mit Donau-Bädern gegen die Tuberkulose: Kneipp selbst merkte schon bereits nach seinem ersten Bad, dass ihm das Eiswasser gut tat. Er bezeichnete das anschließende Prickeln als das „Würgetier“, das der Tuberkulose „an die Gurgel“ springt. Und Fakt ist: Nach den Anwendungen in der kalten Donau wurde Sebastian Kneipp gesund.

An Lauschpunkt 6 – dem Kneipp-Denkmal – lernen Sie den Pfarrer dann noch näher kennen, der als „Wasserdoktor“ bekannt werden sollte. Denn die Menschen kamen bald nicht nur mit religiösen Anliegen zu ihm, sondern auch in medizinischen Fragen. Vielen Ärzten am Ort galt er zwar als Scharlatan, doch seine Philosophie, die übrigens weit mehr als die Wassertherapie umfasst, wurde berühmt.

Und nun sind Sie dran!

Via Smartphone geführt, haben die Lauschtouristen gegen Ende ihrer Runde noch ausreichend Gelegenheit, die Heilwirkungen des Kneippens gleich selbst zu erproben. Ein Spaß für die ganze Familie! Arme ins eisige Wasser, barfuß strammen Schrittes spazieren, die Natur ganz ruhig von einer Bank aus genießen – das alles gehört zu den Säulen dieses ganzheitlichen Therapiesystems – made by Kneipp in Dillingen an der Donau.

Das Smartphone wird zum Stadt-, Natur- oder Kunstführer: Neben der Kneipp-Lauschtour begeben sich Urlauber auf 19 weiteren Hör-Ausflügen unter anderem auf die Spuren von Kelten, Römern oder Kaiserin Sisi. Im Ries werden sie Zeitzeugen einer kosmischen Katastrophe, an der Donau wandern sie durch eine mystische Moorlandschaft. Aber auch das Wasser ist Thema von zwei weiteren Touren – in Augsburg und Krumbach. Und ganz neu 2020: die Lauschtour im Naturpark Augsburg – Westliche Wälder mit außergewöhnlichen Kunstwerken auf dem LandArt-Kunstpfad Bonstetten.

Weitere Infos zur Kneipp-Lauschtour und allen anderen Audiotouren der „Bayerisch-Schwaben-Lauschtour“ unter www.bayerisch-schwaben.de/lauschtour. Das Booklet „Wer hinhört, sieht mehr“ ist zu bestellen unter: www.bayerisch-schwaben.de/infomaterial.

Datum: 14. Juli 2020