Alternativen zu Ibuprofen und Co Was bringen Schmerzgele?

Schnell mal eine Ibuprofen eingeworfen und das Leiden hat ein Ende. Doch was sind die Alternativen zur klassischen Schmerztablette und wann macht es Sinn ein Schmerzgel anzuwenden?

Schmerzgel-Frau

Ob bei stechendem Kopfweh, fiesen Unterleibskrämpfen oder Gelenkschmerzen – wir greifen schnell zu Schmerztabletten wie Ibuprofen, Paracetamol oder Aspirin, um unserem Leiden schnell ein Ende zu setzen. Wie das Institut für Medizinische Statistik (IMS) ausgerechnet hat, schluckt jeder Deutsche etwa 50 Schmerztabletten im Jahr – im Schnitt also etwa eine pro Woche.

Schmerzmittel bergen Risiken

Experten schlagen Alarm. Denn ein erhöhter Verbrauch an Schmerzmitteln birgt auch ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Magenblutungen, Leber- und Nierenschäden, Geschwürbildungen, Herzprobleme oder Schlaganfälle.

Experten raten, Schmerzmittel höchstens vier Tage in Folge und zehn Tage im Monat zu nehmen. Pflanzliche Mittel wie Arnika, Ingwer, Kurkuma, Cayennepfeffer oder Pfefferminzöl sind bei leichten Beschwerden eine gute Alternative zur Schmerztablette. Wenn Sie an Kopfschmerzen oder Menstruationsbeschwerden leiden, ist auch die Einnahme von CBD-Öl oder Magnesium sinnvoll. Cannabidiol wirkt schmerzlindernd, Magnesium ist krampflösend.

Wie wirken Schmerzgele?

Eine weitere Option sind kühlende Schmerzgele, die bei leichten bis mittelstarken Muskel- und Gelenkschmerzen aufgetragen werden können. Sie helfen gezielt gegen Zerrungen, Verstauchungen, Schwellungen, Prellungen sowie Schmerzen der Sehnen und Bänder bei Arthrose. Nehmen Sie ein Präparat, das Wirkstoffe wie Diclofenac, Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen beinhaltet. Die Wirkstoffe durchdringen die Haut, reichern sich im Gewebe an und betäuben den lokalen Entzündungsreiz. Das Schmerzgel Voltaren Forte zum Beispiel ist nicht nur schmerzbefreiend, sondern unterstützt auch die Heilung.

Wärmende Schmerzsalben werden unter anderem zur Linderung von rheumatischen Gelenks- und Muskelproblemen oder bei Nervenentzündungen wie Ischiasschmerzen oder Schleimbeutel- und Sehnenscheidenentzündungen angewendet. Salben müssen Sie gut in die Haut einmassieren, damit sie ihre Wirkstoffe richtig entfalten können.

Im Gegensatz zur Schmerztablette wirken Gele und Salben lokal und oberflächlicher: Je tiefer sie einziehen müssen, umso weniger können sie ihren Wirkungen entfalten. Dennoch sind Schmerzgele und -salben für Personen geeignet, die an einer Tablettenunverträglichkeit leiden. Häufige Nebenwirkungen können sein: Ausschlag, Rötungen oder Entzündungen der Haut. In der Regel sind die Salben und Gele jedoch gut verträglich und können über einen längeren Zeitraum mehrmals täglich angewendet werden.

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Datum: 13.11.2020
Autorin: Kristina Regentrop