24. Juni 2021
Warum wir im Schlaf sprechen und was dahinter steckt

Warum wir im Schlaf sprechen und was dahinter steckt

Sie haben schon mal im Schlaf gesprochen? Damit sind Sie nicht alleine! Die Somniloquie betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern kann auch im Erwachsenenalter vorkommen. Aber was sind die Ursachen? Wir erklären, warum wir im Schlaf sprechen und was dahinter steckt.

Haben Sie schon einmal selber nachts im Schlaf vor sich hin gemurmelt oder Ihren Partner dabei gehört? Wenn ja, dann sind Sie damit nicht alleine. Die sogenannte Somniloquie tritt bei der Hälfte aller Kinder auf, kann aber auch im Erwachsenenalter vorkommen. Schätzungen zufolge sind rund 5 Prozent der erwachsenen Menschen betroffen. Meist sprechen Betroffene beim Wechsel zwischen verschiedenen Stadien der sogenannten Non-REM-Schlafphase. Es kann jedoch auch während der REM-Phase, also der Traumphase, dazu kommen und es werden beispielsweise geträumte Dinge ausgesprochen. Die Schlafstörung kann entweder alleine oder in Kombination mit anderen Schlafstörungen wie Schlafwandeln auftreten.

Warum wir im Schlaf sprechen und was dahinter steckt

Häufig werden während der Somniloquie unverständliche Laute und Silben ausgestoßen, aber auch ganze Sätze, beispielsweise Trauminhalte, können ausgesprochen werden. Das bedeutet also, dass das, was wir im Schlaf sagen, nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen muss. Wovon es abhängt, welche Worte oder Wortfetzen dabei genau artikuliert werden, lässt sich nicht genau sagen.

In der Regel verbirgt sich hinter der Somniloquie kein ernsthaftes Krankheitsbild. Deshalb muss die Schlafauffälligkeit nicht behandelt werden, sofern es die Schlafqualität nicht stört oder sich der Partner belästigt fühlt. Die genauen Ursachen für das Reden im Schlaf sind noch nicht ausreichend bekannt. Es wird vermutet, dass die Genetik eine Rolle spielt, da genauso wie beim Schlafwandeln die Schlafstörung häufig mehrmals innerhalb einer Familie auftritt. Außerdem stehen psychische BelastungenStressAlkoholkonsum, die Einnahme bestimmter Medikamente sowie körperliche Krankheiten in Verbindung mit Fieber in Verdacht, die Somniloquie auslösen zu können. 

Was hilft gegen das Sprechen im Schlaf?

Wenn Sie vermuten, dass extreme psychische Belastungen, Ängste oder Stress hinter dem Sprechen im Schlaf stecken, kann eine Psychotherapie helfen. Auch Entspannungstechniken, Yoga und sportliche Aktivität können Abhilfe schaffen und zu einem erholsamen Schlaf beitragen. Verzichten Sie zudem auf den Konsum von Alkohol, Kaffee und schwerem Essen kurz vor dem Schlafen. 

Video: Das passiert, wenn Sie unter Schlafentzug leiden

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