8. Februar 2021
Wann kommt die Corona-Impfung für Kinder?

Corona-Impfstoff: Wann kommt die Impfung für Kinder?

Die Corona-Impfstoffe sind bislang für Erwachsene und nicht für Kinder zugelassen worden. Das soll sich ändern! Die Pharma-Unternehmen planen den Corona-Impfstoff an Kinder und Jugendliche zu testen. Doch bis dieser endgültig zugelassen wird, kann es noch dauern.

Bei der Corona-Schutzimpfung gilt, dass diese nur an getestete Personengruppen verabreicht werden darf. Aus diesem Grund werden bei der Verteilung der drei zugelassenen Impfstoffe Kinder und Jugendliche zurzeit noch nicht berücksichtigt. Aus ethischen Gründen ist es laut Robert-Koch-Institut nicht möglich, dass Kinder bei der Entwicklung der Impfstoffe vorgesehen werden. Vor der klinischen Prüfung an Kindern muss sichergestellt sein, dass in den Studien bei Erwachsenen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten sind. Ähnlich wie bei der Impfstoffentwicklung für Erwachsene, muss auch der Impfstoff für Kinder verschiedene Stufen durchlaufen, in denen die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung geprüft werden, ehe dieser zugelassen werden darf. Das soll nun auch geschehen!

Corona-Impfstoff für Kinder: Frühestens Ende des Jahres

Wie tagesschau.de berichtete, plant BioNTech, seinen Impfstoff an Kindern zwischen 0 und 15 Jahren zu testen. Auch AstraZeneca will "in den kommenden Monaten" 6- bis 18-Jährige in seine Studien einbeziehen. Im vergangenen Dezember begann Moderna eine Studie mit 3000 Minderjährigen in den USA. Zwei Drittel der Teilnehmer bekommen den Impfstoff, der Rest ein Placebo. Die Jugendlichen werden im Abstand von einem Monat zwei Mal geimpft und werden danach 13 Monate lang begleitet. Der Abschluss der Studie soll Mitte 2022 erfolgen. Der Wirkstoff von BioNTech und Pfizer kann derzeit ab 16 Jahren verabreicht werden, die Impfstoffe von Moderna und AstraZeneca sind ab einem Alter von 18 Jahren zugelassen.

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte sich zuletzt bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen Union hierzu geäußert: „Wir gehen davon aus, toi, toi, toi, wenn die Dinge gut laufen, dass wir im Sommer auch einen Impfstoff haben, der eben dann Kinder und Jugendliche schützen kann.“

Experten wie Professor Fred Zepp, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Mainz und Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO), erwarten einen späteren Zeitpunkt. Wie er auf tagesspiegel.de mitteilte, rechnet Zepp frühestens Ende des Jahres, eher Anfang nächsten Jahres damit, dass Kinder in Deutschland geimpft werden könnten. „Je jünger der Mensch ist, desto ausgeprägter kann er reagieren und desto stärker sind eventuell auch Nebenwirkungen.“

Corona-Impfstoff: Nebenwirkungen ausschließen!

Die Impfstoffe könnten laut Zepp längere und größere Auswirkungen auf den anhaltenden Entwicklungsprozess haben als bei Erwachsenen. Der kindliche Organismus befindet sich in einem anhaltenden Entwicklungsprozess und ist daher besonders gegen störende Einflüsse anfälliger. Zum Beispiel könnten die Entwicklung von Organen oder das Wachstum beeinträchtigt werden. Der Corona-Impfstoff für Kinder muss maßgeschneidert sein – die richtigen Dosen für Babys, Kindergarten- und Schulkindern müssen genau ermitteln werden.

Bislang war auch die Notwendigkeit größer, ältere Personen und Risikogruppen vor Covid-19 mit einer Impfung zu schützen, da das Infektionsrisiko deutlich höher ist als beispielsweise bei Kita- und Grundschulkinder.  Diese erkranken weniger schwer und häufig an einer Coronainfektion als Erwachsene und treiben daher das Infektionsgeschehen nicht in besonderer Weise an. Außerdem erhofft man sich, dass durch die Verabreichung der Impfstoffe an Erwachsene, das Infektionsgeschehen insgesamt zurückgedrängt werden kann – so könnten auch Kinder geschützt werden.

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