Unruhige Beine: 3 Anzeichen für das Restless-Legs-Syndrom

Unruhige Beine: 3 Anzeichen für das Restless-Legs-Syndrom

Restless-Legs-Syndrom hat nichts mit Hibbeligkeit und Aufregung zu tun. Die „unruhigen Beine“ verursachen Betroffenen mitunter Schmerzen und machen Ruhephasen zur Qual. Besonders häufig sind Frauen betroffen. Welche Symptome beim Restless-Legs-Syndrom auftreten, verraten wir hier.

Was ist das Restless-Legs-Syndrom?

Beim Restless-Legs-Syndrom handelt es sich um eine neurologische Erkrankung. Bewegungsdrang und schmerzhafte Empfindungen in den Beinen charakterisieren die sensomotorische Störung. Die Nervenerkrankung gehört zu einer der häufigsten in Deutschland. Zwischen 7 und 10 Prozent der Bevölkerung leidet unter den Symptomen. Am häufigsten sind übrigens Frauen betroffen, sie machen etwa zwei Drittel der Betroffenen aus. Für die Betroffenen sind besonders Ruhephasen qualvoll. Nur mit Bewegung der Beine kann den Beschwerden in den Beinen entgegengewirkt werden. Das Restless-Legs-Syndrom kann als eigenständige Erkrankung auftreten. Bekannt sind „unruhige Beine“ aber auch während der Schwangerschaft oder im Zusammenhang mit Migräne.

Restless-Legs-Syndrom und Migräne

Neue Erkenntnisse deuten auf eine Verbindung zwischen dem Restless-Legs-Syndrom, Migräne und Vitamin-D-Mangel hin. In Vergleichsstudien wurde festgestellt, dass Migränepatienten mit Vitamin-D-Mangel ein fünffach höheres Risiko hatten, auch am Restless-Legs-Syndrom zu leiden, als Probanden aus einer Kontrollgruppe, deren Vitamin-D-Spiegel normal waren.

Das sind die häufigsten Symptome der neurologischen Erkrankung

1. Missempfindungen in den Beinen

Eines der typischsten Anzeichen des Restless-Legs-Syndroms sind Missempfindungen in den Beinen. Die neurologische Erkrankung macht sich bei vielen Betroffenen durch Ziehen, Stechen, Kribbeln und Brennen tief in den Beinen bemerkbar. Auch Krämpfe können auftreten. Die neurologischen Missempfindungen treten entweder einseitig oder beidseitig auf und können neben den Beinen auch Arme oder Brustkörper betreffen.

2. Bewegungsdrang und unwillkürliches Zucken

Betroffene empfinden oft nur Linderung der Beschwerden, wenn sie sich bewegen. Mit dem Missempfinden in den Beinen geht daher in den meisten Fällen ein zwanghafter Bewegungsdrang einher. Dies bedeutet nicht, dass Betroffene ziellos umherwandern. Viel eher wippen, zittern und zucken die Beine ständig, um schmerzhaftes Brennen, Kribbeln und Ziehen abzuschwächen. Viele der Bewegungen erfolgen außerdem unwillkürlich. Betroffene behelfen sich auch durch Dehnen und Muskelanspannung.

3. Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit

Ein begleitendes Anzeichen des Restless-Legs-Syndroms ist Schlaflosigkeit und Tagesmüdigkeit. Da die Missempfindungen in den Beinen und anderen Extremitäten besonders während Ruhephasen und Inaktivität auftreten, finden Betroffene nachts wenig bis gar keine Ruhe. Schmerzhaftes Brennen, Kribbeln und Ziehen in den Beinen raubt den Schlaf, an Erholung ist dann nicht zu denken. Der Bewegungsdrang verursacht nächtliches Aufstehen und Umherwandern. Da das ständige Hin- und Herdrehen und Zappeln im Bett nicht nur die Betroffenen, sondern auch Partner oder Partnerin um den Schlaf bringt, sind Beziehungsspannungen nicht ungewöhnlich.

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