17. September 2021
Überzuckerung: Symptome bei Hyperglykämie

Überzuckerung: An diesen Symptomen erkennen Sie eine Hyperglykämie

Ein zu hoher Blutzuckerspiegel ist das Hauptmerkmal der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus. Doch kann man auch ohne Diabetes eine Überzuckerung erleiden und an welchen Symptomen erkennt man die Hyperglykämie? Wir verraten es Ihnen.

Überzuckerung: An diesen Symptomen erkennen Sie eine Hyperglykämie

Eine Überzuckerung muss nicht immer mit Symptomen einhergehen, weswegen vor allem Prädiabetes oder angehende Insulinresistenz häufig unbemerkt bleiben. Dennoch können insbesondere bei starker Hyperglykämie die folgenden Anzeichen und Beschwerden auftreten:

  • Starker Durst,
  • ständiger Harndrang bzw. häufiges Wasserlassen,
  • Müdigkeit,
  • Antriebsschwäche,
  • Übelkeit,
  • Schwindelgefühl.

Bei sehr stark erhöhtem Blutzuckerspiegel können Bewusstseinsstörungen oder sogar Bewusstlosigkeit  – sogenanntes diabetisches Koma – auftreten.

Wichtig: Treten diese Symptome bei Ihnen öfter oder über längere Zeit auf, sollten Sie unbedingt die Ärztin Ihres Vertrauens aufsuchen, um einen möglichen Diabetes auszuschließen oder frühzeitig mit therapeutischen Maßnahmen beginnen zu können.

Mögliche Ursachen für Überzuckerung

Im Tagesverlauf kommt es natürlicherweise immer wieder zu Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Diese sind normal, da die Bauchspeicheldrüse je nach Tageszeit, Mahlzeiten, individuellem Stoffwechsel und körperlicher Aktivität mehr oder weniger Insulin ausschüttet. Daher schwankt der Blutzucker auch bei Gesunden etwa zwischen 60 und 140 Milligramm Zucker pro Deziliter Blut. Im nüchternen Zustand sollte er unter 100 mg/dl liegen, zwei Stunden nach dem Essen einen Wert von 140 mg/dl nicht überschreiten.

Liegen die Blutzuckerwerte darüber, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um Diabetes oder zumindest eine angehende Insulinresistenz handelt. Denn laut ÄrzteZeitung haben erhöhte Blutzuckerspiegel „nur selten eine andere Ursache als Diabetes“. Dennoch können in bestimmten Fällen auch die folgenden Auslöser erhöhte Zuckerwerte hervorrufen.

Tipp: Mit einem Blutzuckermessgerät können Sie Ihren Blutzuckerspiegel ganz einfach selbst messen. Günstige Geräte finden Sie online bereits ab 15 bis 25 Euro, z.B. von Medisana oder Adia. Allerdings ersetzt der Selbsttest nicht die Diagnose eines Arztes. Bei Verdacht auf Diabetes oder Insulinresistenz sollten Sie daher stets einen Diabetologen aufsuchen.

Stress

In Stresssituationen kann es tatsächlich zur sogenannten „nicht-diabetischen“ Hyperglykämie kommen. Denn die ausgeschütteten Stresshormone mobilisieren die Energiereserven des Körpers und der Leber, damit genug Zucker für mögliche Flucht- oder Kampfhandlungen im Blut bereitsteht. Dauerhafte Überlastung kann laut der Deutschen Diabetes-Hilfe sogar möglicherweise Diabetes Typ 2 mitauslösen.

Exzessive Zuckerzufuhr

Gelegentlich kann auch ein exzessiver Zuckerkonsum die Hyperglykämie hervorrufen. Dies ist jedoch bei völlig gesunden Menschen eher selten, weswegen Experten davor warnen, einen erhöhten Blutzuckerspiegel auf die leichte Schulter zu nehmen bzw. einer einmaligen zuckerreichen Mahlzeit zuzuschreiben. Denn eigentlich sollte die Insulinantwort der Bauchspeicheldrüse ausreichen, um den Blutzucker im Griff zu halten. Bei erhöhten Werten oder Symptomen sollte daher immer eine Ärztin konsultiert werden.

Medikamente

Bestimmte Arzneien können auch unseren Blutzuckerspiegel beeinflussen. So hemmt Cortison zwar Entzündungen im Körper, verschlechtert jedoch gleichzeitig die Aufnahme von Glucose in Muskeln, Leber und Fettzellen. Dadurch verbleibt überschüssiger Zucker im Blut und eine Überzuckerung ist die Folge. Ebenso können Schilddrüsenhormone, Beta-Blocker sowie harntreibende Medikamente den Blutzuckerspiegel maßgeblich beeinflussen.

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Quellen: gesundheitsinformation.de, aerztezeitung.de, diabetesde.org, diabinfo.de

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