Täglich weniger als 6 Stunden schlafen: Das passiert

Das passiert, wenn Sie täglich weniger als 6 Stunden schlafen

Eine gute Schlafqualität ist essenziell für einen gesunden Körper. Nach allgemeiner Empfehlung sollte man nachts 6 bis 8 Stunden schlafen – eine geringere Schlafdauer über einen längeren Zeitraum kann sogar gefährlich werden. Wir erklären, was passiert, wenn Sie täglich weniger als 6 Stunden schlafen. 

Viele Menschen schlafen nachts nicht genug. Und das, obwohl eine gute Schlafqualität wichtig für unseren Körper ist, um gesund zu bleiben. Dass wir schlecht oder zu wenig schlafen, kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden: Dazu zählen unter anderem Schichtarbeit, Stress, hormonelle Veränderungen oder psychische Probleme. Ein kurzzeitiger Schlafmangel kann sich durch Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme sowie schlechte Laune bemerkbar machen – allerdings drohen in diesem Fall noch keine langfristigen Schäden. Wenn die Schlafprobleme jedoch anhalten und Sie über einen längeren Zeitraum ein Schlafdefizit haben, kann sich dies negativ auf Ihre Gesundheit auswirken.

Das passiert, wenn Sie täglich weniger als 6 Stunden schlafen 

1. Ihr Blutzuckerspiegel steigt an

Unsere Schlafqualität beeinflusst verschiedene Bereiche unserer Gesundheit – dazu zählt unter anderem unser Blutzuckerspiegel. Menschen, die jede Nacht nur fünf bis sechs Stunden schlafen, sollen Studien zufolge ein zweimal so hohes Risiko haben, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Denn bei Schlafmangel bildet die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin und der Körper kann dieses schlechter verwerten. Als Folge steigt der Blutzuckerspiegel an, was auf lange Sicht die Zuckerkrankheit Diabetes hervorrufen kann. 

2. Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt

Doch wer dauerhaft zu wenig schläft, hat nicht nur ein höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken – auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt an. Laut einer Studie des Spanischen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung ist das Risiko für Arteriosklerose bei Menschen, die nachts weniger als 6 Stunden schlafen, um rund 27 Prozent erhöht. Ähnliche Ergebnisse lieferte eine Studie der Universität Göteborg – männliche Probanden, die nachts fünf Stunden oder weniger schliefen, hatten 20 Jahre danach ein 50 Prozent höheres Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. 

3. Sie nehmen schneller zu

Obendrein ist Schlafmangel ein Risikofaktor für Übergewicht. Denn unser Schlaf steuert die Hormone, die im Körper für unser Sättigungs- und unser Hungergefühl zuständig sind. Bei einem Schlafmangel gerät deren Gleichgewicht durcheinander, was dazu führt, dass wir Heißhunger haben und eher zu Chips, Schokolade und Co. greifen. Durch Übergewicht steigt wiederum das Risiko für Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Herzinfarkt.

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4. Schlafmangel schadet dem Gehirn

Doch Schlafmangel kann nicht nur eine Gewichtszunahme begünstigen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes erhöhen – auch unser Gehirn wird negativ beeinflusst. So kann ein Schlafdefizit beispielsweise dazu führen, dass unsere Konzentration und unsere Reaktionsfähigkeit abnehmen. Studien zufolge kann ein Schlafmangel auch eine mögliche Ursache einer Alzheimer-Erkrankung sein. Der Grund hierfür könnte eine Störung der Selbstreinigungsprozesse des Gehirns sein, die laut einiger US-Wissenschaftler nachts stattfinden.

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