Skin Picking: 3 Tipps zum Abgewöhnen

Skin Picking: 3 Tipps zum Abgewöhnen

Wenn Sie immer wieder an Ihrer Haut zupfen, zwicken oder herumdrücken - ob bewusst oder unbewusst - leiden Sie möglicherweise an Dermatillomanie, auch Skin Picking Disorder genannt. Für die betroffenen Personen kann es fast unmöglich sein, aufzuhören und diesen Dang zu kontrollieren. Wann Sie sich Hilfe suchen sollten und was Sie selber dagegen tun können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Skin Picking?

Dermatillomanie, besser bekannt als Skin Picking, bezeichnet das krankhafte Bearbeiten der Haut mit Fingernägeln, Pinzetten, Scheren, Nadeln oder anderen Werkzeugen. Betroffene Personen zupfen, ziehen, quetschen oder reißen wiederholt an bestimmten Stellen ihrer Haut, oft so lange, bis die betroffene Stelle blutet, Schnitte, blaue Flecken oder Anzeichen von Narbenbildung aufweist. Häufig kommt es bei Erwachsenen und Jugendlichen, die bereits an anderen Krankheiten wie Angstzuständen oder Zwangsstörungen leiden, sowie bei älteren Menschen - vor allem bei Demenzkranken - zu der Erkrankung. Weitere Auslöser können zudem Langeweile, Stress, Schuldgefühle, Hautunreinheiten und Angstzustände sein. Neben wiederkehrenden Hautläsionen und Narbenbildung kann eine Skin Picking Disorder (SPD) schwere Infektionen, Scham, Depressionen und Angstzustände auslösen.

Wenn Sie den Verdacht haben, unter der Störung zu leiden, sollten Sie sich an einen Dermatologen oder an einen Fachmann für psychische Gesundheit wenden. Es gibt jedoch eine Reihe von Maßnahmen, die Sie selber ergreifen können, um das Hautpicken zu verhindern. Wir stellen im Folgenden 3 Tipps vor. 

1. Kennen Sie Ihren Auslöser

Die Gründe für den Zwang zum Zupfen sind vielfältig und reichen von Langeweile, Juckreiz, Stress oder negativen Emotionen bis hin zu Hautunreinheiten oder dem bloßen Anschauen oder Fühlen der Haut. Überlegen Sie, wann und wo Sie am häufigsten an Ihrer Haut zupfen, und versuchen Sie, diese Auslöser zu vermeiden. Sobald Sie wissen, was sie dazu bringt, können Sie diese Situationen vermeiden und neue Gewohnheiten einführen.

2. Lange Kleidung

Eine weitere Behandlung zur Verringerung der Erkrankung, besteht darin, die Umgebung so zu verändern, dass das Zupfen erschwert wird. Tragen Sie beispielsweise eng anliegende oder lange Kleidung, die die Stellen bedeckt, an der Sie normalerweise zupfen. Auch Handschuhe können helfen. Dies wirkt wie eine Barriere, die sie daran hindert, Ihre Haut zu berühren. Auch das Tragen von kurzen Fingernägeln wirkt unterstützend und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Sie offene Wunden verursachen oder Bakterien unter die Hautoberfläche gelangen.

3. Lenken Sie sich ab

Zu den Zeiten, in denen Sie am ehesten zum Skin Picking neigen, können Sie versuchen, Ihre Hände mit verschiedenen Gegenständen, wie Stressbälle oder Knetgummi, abzulenken. Beschäftigen Sie Ihre Hände so lange, bis der Drang nachlässt.

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