Otitis media: 3 Symptome einer Mittelohrentzündung

Otitis media: 3 Symptome einer Mittelohrentzündung

Die Mittelohrentzündung betrifft vor allem kleine Kinder und Säuglinge, kann jedoch auch bei Erwachsenen vorkommen. Hier erfahren Sie, welche Anzeichen auf eine Otitis media hindeuten und wie die entzündliche Infektion behandelt wird.

Mittelohrentzündungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern – etwa 80 Prozent erkranken bis zum Alter von drei Jahren mindestens einmal an einer akuten Otitis media. Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheitserreger vom Rachen ins Ohr gelangen, deutlich, weil sich der Verbindungsgang zwischen Mittelohr und Rachen („Ohrtrompete“) entwickelt und verlängert – eine Otitis kann dennoch in jedem Lebensalter auftreten. In der Regel heilt sie innerhalb von drei Tagen von selbst wieder ab. Hält die Mittelohrentzündung jedoch mehrere Wochen lang an, handelt es sich um eine chronische Otitis media, welche die Gefahr eines dauerhaften Hörschadens mit sich bringt. Im Folgenden erfahren Sie, woran Sie eine Mittelohrentzündung erkennen und welche Behandlungsmethoden üblicherweise zum Einsatz kommen.

Otitis media: 3 Symptome einer Mittelohrentzündung

1.  Starke Ohrenschmerzen

Mittelohrentzündungen sind üblicherweise auf Erkältungsviren oder bakterielle Erreger zurückzuführen, die sich ihren Weg aus dem Nasen-Rachen-Raum zum Mittelohr bahnen. Bei kleinen Kindern ist dieser Weg noch sehr kurz, weswegen sie besonders anfällig sind. Im Rahmen der Entzündung schwellen die Schleimhäute im Gehörgang an, wodurch das Sekret nicht mehr richtig abfließen kann und Druck auf das Trommelfell ausübt. Dieser Druck verursacht mitunter plötzliche, starke Schmerzen und einen sogenannten Ohrzwang: Die Betroffenen fassen sich aufgrund des unangenehmen Gefühls häufig ans Ohr.

Tipp: Kleine Kinder können Schmerzen nicht immer genau lokalisieren und klagen häufig über Bauchweh, auch wenn das Ohr oder andere Körperregionen betroffen sind. Achten Sie daher auch auf das nächste Symptom, das typisch für eine Mittelohrentzündung ist.

2. Hörstörungen

Durch das Anschwellen der Schleimhäute und die Ansammlung von Sekret im Gehörgang vermindert sich auch das Hörvermögen der Betroffenen. Bei einer chronischen Mittelohrentzündung besteht die Gefahr eines dauerhaften Hörschadens, weswegen Sie mit Ihrem Kind bei entsprechender Symptomatik stets den HNO oder Hausarzt Ihres Vertrauens aufsuchen sollten.

3. Fieber

Wie viele andere Infektionen geht auch die Mittelohrentzündung häufig mit Fieber einher. Wenn Ihr Kind über Ohrenschmerzen klagt, sollten Sie daher stets auch dessen Temperatur im Auge behalten. Eine Otitis media ist nicht selten mit einem Fieber und Temperaturen über 38 °C verbunden. 

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Vorbeugung und Behandlung einer Mittelohrentzündung

Aufgrund der kurzen Strecke zwischen Rachenraum und Mittelohr lässt sich eine Otitis im Kleinkindalter nur schwer verhindern. Jedoch gibt es ein paar Risikofaktoren, die Sie beeinflussen können: So hat sich gezeigt, dass Kinder, die häufig einen Schnuller benutzen oder Passivrauch ausgesetzt sind, ein etwas erhöhtes Risiko für eine Mittelohrentzündung aufweisen. Treten starke Schmerzen und hohes Fieber auf, können schmerzstillende und fiebersenkende Mittel zum Einsatz kommen. In der Regel bedarf eine Mittelohrentzündung jedoch keiner Behandlung, sondern klingt von alleine wieder ab. Antibiotika werden lediglich in Ausnahmefällen verabreicht und sind nur wirksam, wenn es sich tatsächlich um eine bakterielle Infektion handelt. 

Quellen: gesundheitsinformation.de, hno-aerzte-im-netz.de, msdmanuals.com, tk.de

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