Diabetischer Fuß: 11 Symptome und drohende Folgen

Diabetischer Fuß: 11 Symptome und drohende Folgen

Bei Diabetes denkt man zuerst an Blutzuckerwerte, Insulin und die Bauchspeicheldrüse. Das diabetische Fußsyndrom verdeutlicht, welche verheerenden Folgen bis hin zur Amputation die Erkrankung mit sich ziehen kann. Diese Anzeichen und Symptome sollte daher jeder Mensch mit Diabetes kennen.

In Deutschland leiden schätzungsweise 160.000 bis 800.000 Menschen am diabetischen Fußsyndrom – das sind zwischen 2 und 10 Prozent aller Diabetiker:innen. Im schlimmsten Falle wird das Gewebe dabei so stark beschädigt, dass einzelne Zehen oder der gesamte Fuß amputiert werden müssen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie es zum diabetischen Fußsyndrom kommt und welche Anzeichen darauf hindeuten.

Diabetisches Fußsyndrom: Ursache und Entstehung

Die wenigsten Menschen denken bei Diabetes an ihre Gliedmaßen. Und doch kann die Zuckerkrankheit insbesondere an den Füßen großen Schaden anrichten. Der Grund hierfür liegt darin, dass ein langjährig erhöhter Zuckerspiegel die Blutbahnen und sogar die Nerven schädigen kann. In der Folge kann es bei Betroffenen zu Durchblutungsstörungen sowie einer diabetischen Polyneuropathie kommen. Diese beiden Phänomene können jeweils einzeln oder gemeinsam vorliegen und zur Entstehung des diabetischen Fußes beitragen. Er kennzeichnet sich durch diese Symptome und Folgen.

Diabetischer Fuß: 11 Symptome und Folgen

Grundsätzlich sollten Diabetes-Patient:innen mindestens einmal im Jahr Ihren Diabetologen aufsuchen und unter anderem ihre Füße untersuchen lassen, um Durchblutungsstörungen und Nervenschäden frühzeitig erkennen zu können. Die ersten Symptome und späteren Folgen sind:

  1. kribbelndes oder brennendes Taubheitsgefühl,
  2. trockene Haut,
  3. Wadenschmerzen beim Gehen,
  4. gestörte Wahrnehmung des Fußes,
  5. unbemerkte Verletzungen oder Druckstellen,
  6. verlangsamte Wundheilung,
  7. Geschwüre,
  8. rissige Haut,
  9. Blutansammlungen,
  10. Schwellungen und Verformungen infolge unbemerkter Knochenbrüche („Charcot-Fuß“),
  11. Amputation: Sind die Nerven des Fußes stark beschädigt, nehmen Betroffene Druckstellen und Verletzungen nicht mehr wahr. Dadurch entstehen häufig Wunden, die aufgrund der mangelnden Durchblutung kaum verheilen. In Deutschland werden daher jährlich etwa 50.000 Amputationen infolge des Diabetischen Fußsyndroms durchgeführt.

Tipp: Aufgrund des erhöhten Risikos sollten Menschen mit Diabetes ihre Füße stets im Auge behalten, regelmäßig auf Schäden kontrollieren und die Routine-Untersuchungen beim behandelnden Arzt wahrnehmen.

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Diabetischer Fuß: Behandlung

Eine Amputation ist zwar in manchen Fällen absolut erforderlich, wenn die Schädigung zu groß und unumkehrbar ist. Allerdings können selbst chronische Wunden am Fuß durch die korrekte und rechtzeitige Behandlung wieder geheilt werden – dies erfordert jedoch Geduld und Engagement. An erster Stelle steht die Entlastung der vorhandenen Druckstellen – passendes Schuhwerk oder speziell angefertigte Druckentlastungsschuhe sind hier essentiell, um den Druck von der Wunde zu nehmen. Die Wunden und Verletzungen selbst müssen professionell versorgt und regelmäßig gepflegt werden. Betroffene können den Heilungsprozess unterstützen und weiteren Verletzungen vorbeugen, indem sie die Durchblutung im Bein anregen – etwa mittels täglicher Bewegung, Krafttraining der Beinmuskulatur sowie anregender Wechselduschen. Zusätzlich sollte man die zugrundeliegende Ursache angehen und versuchen, den Diabetes so gut wie möglich in den Griff zu kriegen. Der Blutzucker muss optimal eingestellt werden und bei Typ-2-Diabetes ist der Abbau von Übergewicht, eine Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten und sportliche Betätigung äußerst effektiv.

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Quellen: diabinfo.de, gesundheitsinformation.de, deutsche-diabetes-gesellschaft.de

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