17. März 2020
Coronavirus: Diese Faktoren erhöhen das Infektions- und Sterberisiko

Coronavirus: Diese Faktoren erhöhen das Infektions- und Sterberisiko

Das Coronavirus breitet sich weltweit aus. Gerade Maßnahmen wie Hände waschen, Abstand halten und die Maskenpflicht sollen viele Menschen, die zur Covid-19-Risikogruppe zählen, schützen. Zahlreiche Studien belegen mittlerweile nicht nur die Risikofaktoren für die Erkrankung, sondern auch die, die das Sterberisiko beeinflussen.

Menschen im Wartezimmer beim Arzt
© Monkey Business Images / Dreamstime
Menschen im Wartezimmer beim Arzt

Wer gehört zur COVID-19-Risikogruppe?

Laut des Robert-Koch-Instituts zählen vor allem Personen ab 50 Jahren zur Hauptrisikogruppe. Besonders für ältere Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann das Virus gefährlich werden.

Aber auch verschiedene, altersunabhängige Grunderkrankungen können das Risiko für eine Infektion erhöhen. Dazu zählen:

  • Herzkreislauferkrankungen
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Krebs
  • Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronische Rachenentzündung oder Bronchitis, COPD
  • Erkrankungen der Leber und Nieren
  • Immunschwäche durch Erkrankungen oder gar Medikamenteneinnahme, z. B. Cortison
  • BMI über 40 (schwere Adipositas)

Diese Faktoren beschleunigen das Sterberisiko

In einer längerfristigen Corona-Studie des National Health Service (NHS) in England haben Forscher Daten von über 17 Millionen Patienten zusammengetragen. Von den Patienten waren 11.000 Todesfälle verzeichnet worden. Ihre Daten geben nun Aufschluss über das Sterberisiko.
Neben gesundheitlichen Faktoren spielt auch das soziale Umfeld eine Rolle. Ebenso ist das Risiko für Männer und sogar People of Color deutlich erhöht, an der Lungenerkrankung zu sterben. Zusätzlich ist das Alter von Bedeutung, da Menschen, die über 80 Jahre alt sind, ein 20-mal höheres Sterberisiko haben als Patienten im Alter zwischen 50 und 59 Jahren. Ebenfalls sollen Studien zufolge die Blutgruppe entscheidend dafür sein, ob man sich leichter mit Corona infizieren kann. Die Blutgruppe 0 soll demnach weniger anfällig für COVID-19 sein.

Wer zählt nicht zur Risikogruppe?

  • Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde bislang kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf berichtet.
  • Auch Schwangere sind keinem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.

Der richtige Schutz vor dem Coronavirus

  1. Gründliches Händewaschen ist für Nicht-Risiko-Patienten ausreichend. Vorerkrankte sollten nach Möglichkeit ihre Hände auch desinfizieren. So geht richtiges Händewaschen >>
  2. Sich wenig oder gar nicht ins Gesicht fassen, hilft, um Viren von den Schleimhäuten fernzuhalten. Wie Sie sich weniger ins Gesicht fassen >>
  3. Abstand halten und die persönlichen Kontakte beschränken, schützt vor Infektionen. Der Mindestabstand zu fremden Personen liegt bei 1,5 Metern. Kontakt zu Freunden, Familie und Bekannten soll eingeschränkt sein.
  4. Schutzmaske tragen: Eine Schutzmaske aus Stoff oder eine FFP-Maske hält einen Großteil der Tröpfchen ab, die beim Niesen, Husten und Sprechen nach außen gelangen. Das schützt fremde Personen. Wichtig: In Deutschland gilt aktuell eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und im Einzelhandel!
  5. Regelmäßig lüften: Gerade in der kalten Jahreszeit halten wir uns die meiste Zeit in geschlossenen Räumen auf. Da sich die Coronaviren über Aerosole und Tröpfchen ausbreiten, muss regelmäßig gelüftet werden. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, jede Stunde für einige Minunten quer zu lüften, damit ein Luftaustausch entstehen kann.
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