Augengesundheit Sonnenbrand auf den Augen: Symptome und Hilfe

Das Gesicht in die Sonne halten, die warmen Strahlen genießen und huch! Plötzlich hat man genau in die Sonne geblinzelt. Ein heller Fleck bedeckt das Blickfeld für die nächste Minute – Panik steigt auf. Schädigt so ein Moment unsere Augen? Wir verraten Ihnen, wie gefährlich es wirklich ist, in die Sonne zu gucken und unter welchen Umständen Sie sogar einen Sonnenbrand auf den Augen davontragen können. Hier sind die Symptome und Tipps zur Hilfe.

so-gefaehrlich-ist-sonne-fuer-die-augen

So gefährlich ist die Sonnenlicht-Strahlung

Das Sonnenlicht besteht aus verschiedenen Teilen. Es setzt sich zusammen aus dem sichtbaren Licht, längerwelligen Infrarotstrahlen und kurzwelliger UV-Strahlung. Letztere kennen wir schon im Zusammenhang mit Sonnenschutzprodukten. Dies hat einen guten Grund – denn die energiereichen Lichtanteile sind diejenigen, die Haut und auch Augen schaden können. Tatsächlich kann deshalb der Blick ins direkte Sonnenlicht durchaus gefährlich sein. Im schlimmsten Fall kann die Strahlung sogar zum Sehverlust führen.

Das passiert, wenn wir in die Sonne gucken

Unser Auge funktioniert vergleichbar wie ein Brennglas: die lichtbrechenden Teile des Auges fokussieren das auftreffende Licht auf die Netzhautmitte, nämlich dort, wo wir am schärfsten sehen. Schauen wir jetzt direkt in die Sonne, bündeln sich die Strahlen dort und es kommt zu einer verstärkten Wärmeentwicklung. Je nach Dauer und Situation kann diese so stark sein, dass Verbrennungen entstehen. Dadurch werden dann die Sinneszellen der Netzhaut verletzt.

Lesen Sie auch: Die 5 häufigsten Augenprobleme >>

Sonnenbrand auf den Augen: Symptome und Behandlung

Je nach Ausmaß der Sonneneinstrahlung auf das Auge kann dieser Sonnenbrand wieder abheilen oder bleibende Schäden verursachen. Entsteht eine Narbe auf der Netzhaut, sieht der Mensch an diesem Punkt nichts mehr oder nur noch einen dunklen Fleck.
Die Verbrennung von Horn- und Bindehaut durch übermäßige Sonneneinstrahlung wird auch Photo-Keratitis, Verblitzung oder Schneeblindheit genannt. Sie äußert sich etwa 6 bis 8 Stunden später durch starke Schmerzen, Juckreiz, Brennen, Rötungen, Tränen, Fremdkörpergefühl und erhöhter Lichtempfindlichkeit.
Um die Beschwerden und die Stärke der Verbrennung abklären zu lassen, ist der Gang zum Arzt empfehlenswert. Als erste Hilfe eignet sich aber der Aufenthalt in einem dunklen Raum, Vitamin A und pflegende Augensalben. Eine leichte Verbrennung der Hornhaut heilt in der Regel schnell wieder ab.

Sonnenbrand auf den Augen verhindern

Normalerweise reagieren die Augen bei starkem Lichteinfall instinktiv richtig. Wir kneifen die Augenlider unbewusst zusammen und blinzeln. So vermeiden wir, dass zu viel Strahlung und somit Wärmeentwicklung am Auge entsteht. Auch die Pupille hilft mit: Sie verengt sich, um weniger Licht hineinzulassen. Von einem kurzen Blick in die Sonne tragen wir in der Regel keine Schäden davon.

Problematisch wird es häufig, wenn wir eine Sonnenbrille tragen, die nicht ausreichend UV-Schutz besitzt. Durch die dunklen Gläser entsteht der Eindruck, dass wir uns nicht schützen müssen. Unsere Pupillen bleiben geweitet, die Augenlider offen. Die gefährlichen UV-Strahlen dringen aber trotzdem durch die Brillengläser und richten ihren Schaden an.
Achten Sie deshalb ganz dringend beim Kauf Ihrer Sonnenbrille auf einen ausreichenden UV-Filter! Dieser sollte bei qualitativen Sonnenbrillen mit dem Zeichen „UV-400“ gekennzeichnet sein.

Auch vermeiden sollten Sie das Beobachten einer Sonnenfinsternis ohne zertifizierte Spezial-Schutzbrille. Halten Sie sich unbedingt fern von laienhaften Basteltipps aus dem Internet oder ähnlichen Tricks.

Lesen Sie auch: Wie viel Zeit vor dem Bildschirm schadet den Augen? >>

Datum: 15.07.2020
Autor: Silva Oldenburg