Sonnenallergie: 3 Hausmittel, die wirklich helfen

Sonnenallergie: 3 Hausmittel, die wirklich helfen

Reagiert die Haut überempfindlich auf Sonnenlicht, bilden sich rote Flecken, Quaddeln und Bläschen. Der starke Juckreiz macht eine Sonnenallergie sehr unangenehm. Wir verraten die besten Hausmittel gegen die allergieähnlichen Symptome.

Wenn die Haut lichtempfindlich reagiert

Endlich wieder Grund zur Freude: Wenn warme Sonnenstrahlen uns um die Nase spielen und unsere Haut mit wohltuendem Licht und Vitamin D versorgen, hebt sich das Gemüt von ganz allein. Doch nicht bei allen Menschen sorgt Sonnenschein für Entzückung. Zwischen zehn bis 20 Prozent der westeuropäischen Bevölkerung leidet unter einer Form der Sonnenallergie. Bei den Betroffenen löst die ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts allergieähnliche Hautsymptome wie Jucken, Rötung und Nesselsucht aus. Was wir gemeinhin als „Sonnenallergie“ bezeichnen, ist aus medizinischer Sicht aber keine wirkliche Allergie. Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf Stoffe, die irrtümlich als Schadstoffe oder Krankheitserreger identifiziert wurden. Bei einer Sonnenallergie aber gerät nicht das Immunsystem in Aktion. Stattdessen reagiert die Haut selbst überempfindlich auf die direkte Einstrahlung von Sonnenlicht. Die Sonnenallergie ist also eine Überempfindlichkeit der Haut auf ultraviolette Strahlung.

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Normalerweise schützen sich unsere Hautzellen vor den schädlichen UV-A- und UV-B-Strahlen des Sonnenlichts, indem sie Melanin produzieren. Dieses Hautpigment kann die ultraviolette Strahlung bis zu einem gewissen Grad absorbieren und als Wärme wieder ableiten. Durch diesen Selbstschutzmechanismus wird verhindert, dass das Sonnenlicht die Zellkerne der Hautzellen angreift und dort für Schäden und Mutationen sorgt. Bei Menschen, die unter einer Form der Sonnenallergie leiden, ist dieser Mechanismus allerdings gestört. Die Haut bildet kaum oder zu wenig Melanin und ist den UV-Strahlen der Sonne direkt ausgeliefert. Es kommt dann zu den typischen Symptomen der Sonnenallergie, die meistens erst längere Zeit nach der Sonneneinstrahlung auftreten:

  • Juckreiz
  • Haut beginnt zu brennen und zu kribbeln
  • fleckige Hautrötungen
  • Nesselsucht
  • Quaddeln bilden sich
  • Hautreizungen gewöhnlich erst Stunden oder Tagen nach Sonneneinstrahlung

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Was bei Sonnenallergie wirklich hilft

Klassische Allergiemedikamente wie Antihistaminika werden bei besonders schweren Fällen von Sonnenallergie oft von Ärzten und Ärztinnen verschrieben. Um aber leichte allergieähnliche Symptome schnell zu lindern und die Haut zu beruhigen, empfehlen sich einige Hausmittel.

  • Kühlende Umschläge: Häufig treten Sonnenallergien an Schultern, Brust und Dekolletee, Unterarmen und Oberschenkeln auf. Je nach Stelle eignen sich kühlende Wickel oder Umschläge zur Beruhigung der Haut. Selbst ein mit lauwarmen Wasser durchtränktes Handtuch kann bereits für Linderung sorgen und Juckreiz stillen. Im besten Fall fertigen Sie aber kühlende Auflagen an, indem Sie Aloe-Vera-Gel auf ein sauberes Leinentuch geben und auf die betroffene Stelle auflegen. Aloe vera versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, hat einen sofort kühlenden Effekt, kann Juckreiz lindern und die Abheilung von Bläschen und Quaddeln unterstützen.
  • Apfelessig: Stellen Sie ein selbstgemachtes Heilwasser her, indem Sie zwei Teelöffel Apfelessig in 250 Milliliter Wasser auflösen. Geben Sie den verdünnten Apfelessig auf die betroffenen Hautstellen. Apfelessig hat entzündungshemmende Wirkungen und versorgt die Haut mit Vitamin A. Das Vitamin ist für die Regeneration der Haut enorm wichtig und spielt eine entscheidende Rolle bei der Neubildung von Hautzellen.
  • Heilerde: Heilerde ist besonders mineralstoffreich und kann entzündungshemmend wirken. Moorerde etwa kann Beschwerden bei Rheuma oder Arthritis lindern. Sie können bei Anzeichen einer Sonnenallergie unter Zugabe von etwas Wasser eine Paste aus Heilerde anrühren und diese auf die Haut auftragen. Lassen Sie die Erde eintrocknen und waschen Sie sie dann mit warmen Wasser von der Haut. Pusteln, Bläschen und Rötungen können so beseitigt werden. Auch der Juckreiz wird durch die Heilerde gelindert.

Im Video: Diese Mittel helfen bei Sonnenallergie wirklich

Formen der Sonnenallergie

Eine der häufigeren Formen der Sonnenallergie ist die polymorphe Lichtdermatose. Juckreiz und Brennen auf der Haut treten einige Stunden oder sogar Tage nach Sonneneinstrahlung auf. Es können sich auch rote Flecken und Bläschen bilden.

Bei der phototoxischen Reaktion treten ebenfalls typische Sonnenallergiesymptome auf. Grund für die überempfindliche Reaktion der Haut sind aber chemische Stoffe, die von außen oder innen auf die Haut wirken und diese sensibel für Licht machen. Solche chemischen Stoffe werden Photosensibilatoren genannt und sind in einigen Medikamenten, Pflanzen oder Parfums enthalten. Der Saft vieler Zitrusfrüchte etwa kann phototoxisch auf die Haut wirken. 

Eine besonders seltene Form der Sonnenallergie ist die photoallergische Reaktion, bei der das Immunsystem tatsächlich Antikörper gegen bestimmte phototoxische Stoffe bildet und dann bei Sonneneinstrahlung mit allergischen Symptomen reagiert.

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