Sommer 2022: Daran erkennen Sie einen Zeckenbiss

Sommer 2022: Daran erkennen Sie einen Zeckenbiss

Die Zecken-Saison ist bereits in vollem Gange – und dauert noch bis Oktober an. Wer die schönen Sonnentage draußen in Wald und Wiesen verbringt, sollte sich danach gründlich auf einen Zeckenstich untersuchen. Woran Sie einen solchen erkennen? Wir erklären es Ihnen.

Gerade wenn wir im Sommer viel Zeit draußen in der Natur verbringen, ist die Gefahr eines Zeckenstichs hoch. Umgangssprachlich wird in der Regel von einem Zeckenbiss gesprochen – tatsächlich beißen die Spinnentiere jedoch nicht, sodass es sich aus medizinischer Sicht um einen Stich handelt. Das Problem: Wenn wir nach einem Aufenthalt im Freien nicht gründlich suchen, bemerken wir Zecken oftmals nicht. Erst wenn der Stich anfängt zu schmerzen, werden wir darauf aufmerksam – und das ist gefährlich. Denn je länger die Zecke auf unserer Haut sitzt und Blut saugt, kann sie Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen.

So können Sie Zeckenstiche erkennen

1. Beliebte Körperstellen

Deshalb ist es super wichtig, den gesamten Körper gründlich nach einer Zecke abzusuchen. Eigentlich sind die Stiche leicht zu erkennen: Anfangs ist die Zecke nur wenige Millimeter groß, doch bereits innerhalb weniger Stunden ist sie stark angewachsen. Und trotzdem werden die Stiche häufig übersehen. Denn die kleinen Tierchen mögen vor allem warme und feuchte Stellen, weshalb sie oft an Körperpartien sitzen, an denen wir sie nicht auf den ersten Blick erkennen.

Schauen Sie also konkret in Ihren Kniekehlen, zwischen den Fingern und Zehen, in Hautfalten, hinter den Ohren und auch im Genitalbereich nach.

2. Zecke richtigen entfernen

Sitzt die Zecke noch auf der Haut, ist es einfach, den Stich zu finden. Nehmen Sie dann eine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange und ergreifen Sie den Kopf des Tieres, ohne ihn zu quetschen. In der Apotheke gibt es Zeckenkarten, die eine leichte Entfernung gewährleisten.

Auch wenn Sie die Zecke zeitnah entfernt haben, sollten Sie die Einstichstelle in den nächsten Tagen beobachten, um auszuschließen, dass bereits Krankheitserreger übertragen worden sind.

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3. Borreliose-Verdacht

Schwieriger ist es, wenn die Zecke bereits abgefallen ist. Denn anders als Insektenstiche ist ein Zeckenstich schmerzlos und typische Symptome gibt es zunächst nicht. Dann fällt der Stich erst auf, wenn sich um die Einstichstelle eine kreisrunde Rötung bildet. So können Sie einen Zeckenstich zwar eindeutig von einem Mückenstich unterscheiden, doch dann sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Denn dabei kann es sich um Wanderröte handeln – ein Symptom für eine Borreliose-Infektion. Auch bei Kopfschmerzen, Schwindel oder Gelenkschmerzen sollten Sie zum Arzt, wenn Sie vermuten, dass ein Zeckenbiss dahinterstecken könnte. Wird Borreliose rechtzeitig erkannt, kann sie gut mit Antibiotika behandelt werden.

Grippeähnliche Symptome sprechen hingegen für eine FSME-Infektion. Auch dann heißt es: schnell zum Arzt und sich untersuchen lassen. Wer in Risikogebieten wohnt, sollte sich gegen FSME impfen lassen.

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Text: Dorina Schmid

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