15. Juli 2021
Selbstbräuner: Ist er gefährlich?

Selbstbräuner: Ist die künstliche Bräune gefährlich?

Da UV-Strahlung unserer Haut schaden und im schlimmsten Fall sogar Hautkrebs verursachen kann, greifen viele Menschen stattdessen zu Selbstbräuner, um einen dunklen Teint zu bekommen. Aber ist die künstliche Bräune wirklich gesünder? Wir erklären, ob Selbstbräuner gefährlich ist.

Ein Übermaß an UV-Strahlung kann unsere Haut nachhaltig schädigen. Deshalb sollten wir sie besonders im Sommer selbst mit einem entsprechenden Sonnenschutz nicht allzu lange der direkten Sonne aussetzen. Um trotzdem einen dunkleren Teint zu bekommen, greifen deshalb viele Menschen zu Selbstbräuner. Aber ist dieser wirklich unbedenklich?

Wie funktioniert Selbstbräuner?

In der Regel ist in Selbstbräuner-Produkten der Inhaltsstoff Dihydroxyaceton (DHA) enthalten, der für die bräunende Wirkung sorgt. Nach dem Auftragen verbinden sich die enthaltenen Zuckermoleküle mit bestimmten in der obersten Hautschicht befindlichen Proteinen. Daraus entsteht ein Farbstoff, der die Haut dunkler tönt. Auch der Zuckerstoff Erythrulose kann enthalten sein, der ähnlich wirkt wie das DHA. Meist ist die Wirkung innerhalb von sechs bis acht Stunden sichtbar. Im Gegensatz zu sonnengebräunter Haut hält der Effekt bei Selbstbräuner nur kurz an. Nach rund drei bis fünf Tagen ist die Bräune wieder weg – gemeinsam mit den kleinen Hautschuppen, die sich von der oberen Hautschicht ablösen, reiben sich auch die Farbpigmente ab.

Selbstbräuner: Ist die künstliche Bräune gefährlich?

Das DHA selbst ist als Inhaltsstoff unbedenklich, jedoch kann Selbstbräuner trotzdem zur Gesundheitsgefahr werden. Und zwar dann, wenn er sogenanntes Formaldehyd enthält. Der Stoff gilt als krebserregend und kann im Körper Beschwerden wie Hautausschläge oder Asthma verursachen. Seit 2016 ist es verboten den Stoff Kosmetikprodukten beizumischen, jedoch kann er sich unter Umständen auch nach der Herstellung bilden. Das passiert, wenn das DHA in seine Einzelteile zerfällt und sich Formaldehyd abspaltet. Ein unangenehmer beißender Geruch kann ein Anzeichen für Formaldehyd 

Selbstbräuner sicher nutzen

Um das Abspalten von Formaldehyd in Selbstbräuner vorzubeugen, können Sie einige Vorkehrungsmaßnahmen treffen. Lagern Sie Selbstbräuner möglichst dunkel und kühl. Je älter das Produkt ist, desto eher kann sich das Formaldehyd abspalten. Entsorgen Sie dementsprechend alte oder abgelaufene Tuben. Anders als oft angenommen, schützt Selbstbräuner nicht vor UV-Strahlung. Das Gegenteil ist der Fall: Ist die mit Selbstbräuner behandelte Haut der Sonne ausgesetzt, wird der Zerfall von DHA in Formaldehyd begünstigt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann zu natürlichen Selbstbräuner-Alternativen greifen, die kein DHA enthalten.

Video: Selbstbräuner – das sollte beim Auftragen beachtet werden

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