29. Oktober 2021
Schwache Venen: Anzeichen einer Veneninsuffizienz

Schwache Venen: So erkennen Sie eine Veneninsuffizienz

Eine Venenschwäche ist weit verbreitet und kann sich durch Besenreiser und Krampfadern bemerkbar machen. Erfahren Sie hier, welche weiteren Symptome auf eine Veneninsuffizienz hinweisen können und wie schwache Venen behandelt werden.

Was ist eine Venenschwäche?

Bei einer Venenschwäche (Veneninsuffizienz) ist die Funktion der tiefen Beinvenen gestört. Eine Veneninsuffizienz liegt vor, wenn die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Diese sorgen dafür, dass das Blut in den Beinen wieder zurück zum Herzen strömt und nicht in den Fuß absackt. Bei einer Venenschwäche kann das Blut allerdings nicht mehr richtig aus den Beinvenen abtransportiert werden, sodass es zu einem erhöhten venösen Blutdruck und Stauungen in den Beinen kommt. Optisch machen sich diese durch Besenreiser oder Krampfadern bemerkbar, da das aufgestaute Blut die Blutgefäße weitet.

Anzeichen von schwachen Venen

  • Schmerzen an den betroffenen Stellen
  • Schwere, müde, auch „unruhige“ Beine
  • Geschwollene Knöchel
  • Muskel- und Wadenkrämpfe
  • Auftreten von Besenreisern (kleine Adern, die bläulich durch die Haut schimmern)
  • Rötliche, juckende sowie brennende Ekzeme
  • Verlangsamte Wundheilung
  • Dünnere und empfindlichere Haut
  • Bei einer vorangeschrittenen Venenschwäche: bräunliche Hautverfärbungen an den Unterschenkeln und an den Knöcheln.

Schwache Venen: Ursachen einer Veneninsuffizienz

Warum die Venenklappen nicht mehr funktionieren, kann verschiedene Gründe haben. Als Risikofaktoren gelten das Alter, familiäre Veranlagung, Übergewicht, Tätigkeiten, bei denen Sie viel Sitzen oder Stehen müssen. Des Weiteren kann eine Venenthrombose einen erhöhten Druck in den Beinvenen auslösen und die Venenklappen schädigen. Frauen haben öfter eine Venenschwäche als Männer. Verantwortlich hierfür sind die weiblichen Hormone sowie das weichere Bindegewebe.

Behandlung einer Venenschwäche

Die Behandlung einer Veneninsuffizienz hängt von ihrer Ausprägung ab. Alle Maßnahmen zielen darauf ab, die Durchblutung in den Venen zu verbessern.

  • Bei einer leichten Veneninsuffizienz hilft es Betroffenen, mehrmals täglich die Beine für etwa eine halbe Stunde hochlagern, um die Blutzirkulation zu verbessern.
  • Eine Kompressionstherapie ist bei einer Venenschwäche ebenfalls ratsam. Mithilfe von Kompressionsstrümpfen werden die Venen zusammengedrückt, sodass ein Rückstau des Blutes verhindert wird.
  • Ein weiterer Tipp, damit Ihre Venen fit bleiben, ist regelmäßige Bewegung: Ausdauersport wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen ist ideal, da dieser die Beinmuskeln beansprucht, die wiederum das Venensystem beim Rücktransport des Blutes unterstützen. Venengymnastik lässt sich wunderbar im Alltag integrieren, beispielsweise wenn wir am Schreibtisch sitzen oder an der Haltestelle auf den Bus warten müssen. Übungen wie das Anziehen von Fußspitzen oder Fußwippen lassen den Blutfluss gezielt verbessern und bringt die Venentätigkeit in Schwung.
  • Ebenfalls wichtig ist eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Fisch.
  • Bei ausgeprägten Symptomen kann Ihnen Ihr Arzt entwässernde Medikamente verschreiben, auch eine Verödung oder operative Entfernung der Krampfadern kann in schweren Fällen in Betracht gezogen werden.

Video: Schwere Beine – was dahinter stecken kann

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