Schwache Blase: Diese 3 Hausmittel helfen bei Inkontinenz

Schwache Blase: Diese 3 Hausmittel helfen bei Inkontinenz

Schätzungen zufolge leidet jede vierte Frau unter einer Blasenschwäche. Wir klären auf, was eine Harninkontinenz verursacht und welche Hausmittel auf natürliche Weise Linderung versprechen. 

Wann spricht man von einer Blasenschwäche?

Wenn von einer Blasenschwäche oder auch von einer „schwachen“ Blase die Rede ist, ist in erster Linie eine Harninkontinenz gemeint, also von ungewolltem Urinverlust.

Diese Inkontinenz kann in verschiedenen Formen auftreten. Differenziert wird zwischen

  • einer Belastungsinkontinenz (Urinverlust bei körperlicher Belastung),
  • einer Dranginkontinenz (Urinverlust aufgrund von starkem Harndrang)
  • sowie einer Mischinkontinenz, also eine Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz.

Eine Blasenschwäche kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Häufige Ursachen sind ein schwacher Beckenboden, Erkrankungen wie Diabetes oder Infektionen sowie Nervenstörungen. Frauen sind meist häufiger betroffen als Männer. Faktoren wie eine verkürzte Harnröhre, eine Schwangerschaft, die Wechseljahre können eine Harninkontinenz begünstigen.

Blasenschwäche behandeln

Vielen Betroffenen ist eine Blasenschwäche unangenehm und mit Scham behaftet. Aus diesem Grund scheuen viele den Gang zum Arzt. Dabei ist eine Harninkontinenz ein verbreitetes Leiden. Schätzungen zufolge hat rund jede vierte Frau eine schwache Blase. Hinzu kommt, dass eine Harninkontinenz gut behandelbar ist. Abhängig von der jeweiligen Ursache, können Beckenbodentraining, Verhaltenstherapien und auch medikamentöse Behandlungen infrage kommen.

Zusätzlich können Sie auf Hausmittel zurückgreifen, die auf natürliche Weise Ihre Harninkontinenz lindern. Wir stellen Ihnen im Folgenden erfolgversprechende Tipps und Tricks vor:

Diese 3 Hausmittel helfen bei einer schwachen Blase

1. Viel trinken

Menschen mit einer Blasenschwäche versuchen oftmals, weniger zu trinken. Gerade dann, wenn sie unterwegs sind und Toiletten nicht immer in der Nähe sind. Dabei sollten Sie gerade bei einer Harninkontinenz viel trinken. Indem Sie viel trinken, trainieren Sie die Muskulatur Ihrer Blase. Nehmen Sie weniger Flüssigkeit zu sich, wird die Muskulatur geschwächt und das Fassungsvermögen Ihrer Blase nimmt ab. Zudem sollten Sie viel trinken, um die Blase gut durchzuspülen und Harnwegsinfekte wie Blasenentzündungen bestmöglich vorzubeugen. Als Faustregel können Sie sich merken, täglich etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu sich zu nehmen.

2. Pilates oder Yoga

Sie scheuen den Weg zu einem Physiotherapeuten, um ein Blasentraining zu machen? Dann besuchen Sie doch stattdessen einen Pilates- oder Yogakurs. Die Übungen stärken nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihre Beckenbodenmuskulatur. Schon nach einigen Wochen werden Sie eine deutliche Verbesserung bemerken. Weitere Sportarten, die sich positiv auf Ihren Beckenboden ausüben, sind Walking, Radfahren oder Schwimmen. 

Mehr dazu hier: 3 Übungen für einen starken Beckenboden >>

Video: Pilates – warum die sanften Übungen so gut für uns sind

3. Toilettentraining

Eine weitere Möglichkeit ist regelmäßiges Toilettentraining. Personen mit einer Harninkontinenz haben meistens eine überaktive Blase. Versuchen Sie, den Abstand zwischen den einzelnen Toilettengängen nach und nach zu verlängern. Gerade bei einer Dranginkontinenz kann ein solches Training hilfreich sein, damit Ihre Blase lernt, mehr Urin zu speichern.

Tipps und Tricks bei einer Blasenschwäche

Eine Blasenschwäche ist für die meisten Betroffenen sehr belastend und kann die Lebensqualität enorm einschränken. Um sich dennoch sicher und wohl zu fühlen, können Sie auf praktische Hilfsmittel zurückgreifen, die Ihnen den Alltag erleichtern. Spezielle Einlagen für die Unterwäsche (z.B. von Tena oder Always) oder Inkontinenzslips (z. B. von Selenacare oder Ooia) bieten Sicherheit sowie Schutz.

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