Für eine schnelle Genesung Schleimbeutelentzündung richtig behandeln

Egal ob an Ellenbogen, Schulter, Knie oder Hüfte: eine Schleimbeutelentzündung ist äußerst schmerzhaft und unangenehm. Was jetzt zu tun ist und welche Mittel schnell Linderung verschaffen, verraten wir Ihnen hier.

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Wodurch wird die Schleimbeutelentzündung verursacht?

Wie kommt es überhaupt zur Schleimbeutelentzündung (Bursitis)? Der menschliche Körper verfügt ca. über 150 Schleimbeutel. Diese befinden sich an stark beanspruchten Gelenken und sorgen dafür, dass die Reibungskräfte zwischen Knochen, Muskeln und Gewebe reduziert werden. Entzündet sich ein Schleimbeutel, bedeutet es, dass er dauerhaft gereizt und überbeansprucht wurde.

Behandlung der Schleimbeutelentzündung

Selten sind Bakterien der Auslöser für eine Bursitis; dann muss mit Antibiotika behandelt werden. In jedem Fall heißt es, den betroffenen Bereich maximal zu entlasten und die Schmerzen zu lindern. Ist z.B. das Knie betroffen, sollte es hochgelagert und dazu gekühlt werden. Handelt es sich um eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter, sollte diese ruhig gestellt werden, damit sich die Gewebepolster wieder erholen können. 

Aufgrund der meist sehr unangenehmen Schmerzen, empfiehlt sich zusätzlich die Behandlung mit Schmerzmitteln - in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Für die schmerzlindernde Therapie eignen sich nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac.

Die konservative (nicht operative) Behandlung erfordert viel Geduld, da die vollständige Genesung einige Wochen in Anspruch nehmen kann. 

Wann muss eine Schleimbeutelentzündung operiert werden?

Zur Operation wird erst geraten, wenn eine Antibiotika-Therapie nicht anschlägt oder die Schleimbeutelentzündung immer wieder auftritt. Sollte eines von beiden der Fall sein, wird zur operativen Entfernung des entzündeten Schleimbeutels geraten. Es handelt sich hierbei um einen Routineeingriff und es ist keine Vollnarkose nötig.