29. September 2021
Schlafmangel erhöht Risiko für diese 4 Krankheiten

Schlafmangel erhöht Ihr Risiko für diese 4 Krankheiten

Schlaf ist trotz vieler Untersuchungen der Wissenschaft noch ein großes Rätsel. Fest steht jedoch, dass unser Körper nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig unter einem zu niedrigen Schlafpensum leidet. So erhöht Schlafmangel auf Dauer Ihr Risiko für diese 4 Krankheiten.

Schlafmangel erhöht Ihr Risiko für diese 4 Krankheiten

1. Bluthochdruck

Es ist noch nicht eindeutig und abschließend geklärt, warum wir überhaupt schlafen und welche Funktionen die nächtliche Ruhepause mit ihren verschiedenen Schlafphasen genau hat. Einzelne Phänomene sind jedoch bereits gut untersucht – so auch die Veränderung unseres Blutdrucks, während wir schlummern. Bei den meisten Menschen kommt es in der Nacht zu einem Abfall des Blutdrucks um 10 bis 20 Prozent. Fehlen uns jedoch wertvolle Stunden Schlaf, erhöht das unser Risiko für einen Bluthochdruck. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist das Risiko besonders hoch, wenn Sie regelmäßig weniger als fünf Stunden Schlaf bekommen. So laufen etwa 21 Prozent aller Kurzschläfer:innen Gefahr, eine Hypertonie zu erleiden.

2. Alzheimer

Dass das Gehirn unter Schlafmangel nicht seine volle Leistung abrufen kann, kennen wir wohl alle aus eigenen Erfahrungen. Welch gravierende Langzeitschäden jedoch entstehen können, ist erst seit kurzer Zeit bekannt. So fand ein schwedisches Forscherteam von der Universität Uppsala 2015 heraus, dass Männer, die vermehrt unter Schlafstörungen leiden, ein deutlich erhöhtes Risiko für die Entstehung von Alzheimer und Demenz haben. Die Forschenden werteten dafür Daten von männlichen Probanden zwischen dem 50. und 90. Lebensjahr aus, die über einen Zeitraum von 40 Jahren entstanden waren. Diejenigen, die von regelmäßigen Schlafproblemen berichteten, hatten ein um 51 Prozent höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Schuld daran sind vermutlich Ablagerungen des sogenannten Tau-Proteins, welches bereits nach einer einzigen schlaflosen Nacht vermehrt im Blut nachweisbar ist.

Video: So lange dauert es laut Studie, um sich von Schlafmangel zu erholen

3. Adipositas

Falls Sie mit starkem Übergewicht zu kämpfen haben, könnte das auch an einer mangelnden Schlafqualität oder Schlafdauer liegen. Zwar führt ein Schlafdefizit zu einem leicht gesteigerten Energieumsatz – dieser wird jedoch durch ein deutlich verstärktes Hungergefühl sowie Heißhunger, verbunden mit einer stark erhöhten Kalorienaufnahme, überkompensiert. Deswegen führt laut Forschenden der University of Colorado eine reduzierte Schlafdauer – insbesondere bei fünf Stunden oder weniger pro Nacht – auf Dauer zu einer Gewichtszunahme und bei bereits bestehendem Übergewicht zu schlechteren Abnehmerfolgen. Ebenso berichtete das Ärzteblatt 2018, dass langfristiger „Schlafmangel zu Übergewicht, metabolischem Syndrom und Typ 2-Diabetes führen“ könne. Das Gute daran: Wer seinen Schlaf hinsichtlich Qualität und Dauer verbessert, hat es leichter, ein Normalgewicht zu halten und reduziert gleichzeitig sein Risiko für Zivilisationskrankheiten.

4. Erkältungen

Ja, Schlafmangel macht Ihren Körper auch anfälliger für Infekte, wodurch Sie häufiger harmlose Erkältungen, aber auch schwerere Infektionen erleiden können. In einer kalifornischen Studie mit 164 Proband:innen erkrankten diejenigen, die eine Woche lang weniger als sechs Stunden pro Nacht schliefen, etwa viermal häufiger an grippalen Infekten, als diejenigen, die mindestens sieben Stunden Schlaf bekamen. Gerade im Winter sollten Sie Ihrem Immunsystem daher mit ausreichend Schlaf die nötige Unterstützung liefern, um mit Infekten und Erregern fertig werden zu können.

Erfahren Sie, welche weiteren Folgen Schlafmangel haben kann: 10 Dinge, die passieren, wenn Sie zu wenig schlafen >>

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