25. Februar 2021
Hexenschuss: Ursachen und Behandlung bei Lumbago

Hexenschuss: Was hilft gegen den stechenden Rückenschmerz?

Eine falsche Bewegung und plötzlich sticht es im unteren Rücken. Wer sich schon einmal verhoben hat, weiß, wie schmerzhaft ein Lumbago ist. Wir verraten Ihnen, welche Ursachen ein Hexenschuss haben kann und was dagegen hilft.

Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall?

Der Hexenschuss – medizinisch als Lumbago bekannt – beschreibt plötzlich auftretende, stechende Schmerzen im unteren Rücken, die z.B. beim Bücken und Hochheben eines Gegenstandes, einer ruckartigen Bewegung oder ungewohnten Belastung auftreten können. Die Muskeln verkrampfen sich dabei und blockieren reflexartig die Region, wodurch es zu Bewegungseinschränkungen kommen kann. Taubheitsgefühle oder Lähmungen sind beim Hexenschuss unüblich und deuten auf einen Bandscheibenvorfall hin. In solch einem Fall sollten Sie unmittelbar den Arzt aufsuchen.

Ursachen des Hexenschusses

Eine positive Nachricht vorweg: Ernste Ursachen sind beim Hexenschuss selten. Im Gegensatz zum Bandscheibenvorfall, bei welchem  liegt hier meist glücklicherweise nur eine Verspannung der tiefliegenden Rückenmuskulatur, ein eingeklemmter Nerv oder eine Wirbelblockade am Kreuzdarmbeingelenk. Dieses große Gelenk verbindet die Hüften mit der Beckenschaufel und der Wirbelsäule. 

Auch Haltungsfehler wie das Hohlkreuz, unterschiedliche Beinlängen oder verkürzte Muskeln können ursächlich sein. Insbesondere bei Bewegungsmangel atrophieren die Muskeln – sie schrumpfen – und die Faszien verkleben. Doch was hilft gegen einen plötzlich auftretenden Hexenschuss?

Hexenschuss: Was tun?

Behandlung akuter Schmerzen

Der Arzt kann den Lumbago bei starken oder hartnäckigen Schmerzen mit der Injektion eines Schmerzmittels, z.B. Cortison, direkt in die Muskulatur schnell beheben. Das Mittel betäubt den entsprechenden Nerv, wodurch die Verkrampfung der Muskulatur gelöst wird und diese sich entspannen kann. Allerdings bringt jede Injektion auch ein potentielles Infektionsrisiko mit sich, weswegen konservative und vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden.

  • Wärme: Eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen oder ein heißes Bad fördern allesamt die Durchblutung und helfen der Muskulatur dabei, zu entspannen.
  • Stufenbettlagerung: Mit dieser Technik entlasten Sie den Rücken sofort, indem Sie im Liegen die Beine hochlagern, z.B. auf ein großes Kissen oder einen Stuhl.
  • Schmerzmittel: Die kurzfristige Anwendung von Schmerztabletten ist bei stärkeren Schmerzen jederzeit zu empfehlen, da die Schmerzlinderung zu einer Entspannung der Muskulatur und einer Lösung der Blockaden führt. So wird die Genesung vorangetrieben. Bei chronischen Schmerzen sollte jedoch die Ursache, nicht nur die Symptome bekämpft werden.
  • Physiotherapie: Physiotherapeuten können sowohl den akuten Schmerz lindern, z.B. durch Massagen oder entlastende Haltegriffe, als auch vorbeugende Maßnahmen ergreifen, z.B. Muskelaufbau der unteren Rückenstrecker oder Balance-Übungen.

Der Hexenschuss ist zwar lediglich ein akutes Phänomen, der nach erfolgreicher Behandlung keine weiteren Probleme machen sollte. Allerdings können durch dauerhafte Überlastungen, Fehlhaltungen und muskuläre Schwächen chronische Schmerzen im unteren Rücken entstehen. Dies sollten Sie mit den folgenden Maßnahmen verhindern!

Vorbeugende Maßnahmen

Video: Der Hexenschuss vom Arzt erklärt

Quellen: patienten-information.de, wissenwaswirkt.org

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