1. Juli 2021
Puls: Wie hoch sollte er beim Sport sein?

Wie hoch sollte der Puls beim Sport sein?

Je intensiver wir Sport treiben, desto höher ist unser Puls. Aber bei welcher Herzfrequenz erzielen wir die besten Ergebnisse und wann wird es gefährlich? Wir erklären, wie hoch der Puls beim Sport sein sollte.

Mit jedem unserer Herzschläge wird Blut gegen die Arterienwände gedrückt. Als Puls werden die durch die Bewegung des Bluts hervorgerufenen Pulswellen bezeichnet, die innerhalb einer Minute an den Arterien gemessen werden. In der Regel entspricht der Puls den Herzschlägen pro Minute, also der Herzfrequenz. Da Ihr Puls viel über Ihren Gesundheitszustand aussagt, sollten Sie ihn regelmäßig kontrollieren.

Welcher Puls ist normal?

Genauso wie das Herz jedes Menschen ist auch der Puls individuell. Der Ruhepuls eines gesunden Menschen liegt laut der Deutschen Herzstiftung zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Verschiedene Faktoren können den Puls beeinflussen. Beispielsweise können eine gesunde Ernährung und Sport zu einem niedrigen Ruhepuls beitragen – ungesunde Angewohnheiten wie Rauchen, Alkoholkonsum oder Stress sowie bestimmte Krankheiten können den Ruhepuls in die Höhe treiben. Bei Sportlern ist der Ruhepuls meist niedriger, da ihr Herz aufgrund des Trainings mit einem Herzschlag mehr Blut in die Hauptschlagader pumpen kann.

Puls: Wie hoch sollte er beim Sport sein?

Wer sich sportlich betätigt, dessen Puls steigt an – da die Muskeln beim Sport mehr Sauerstoff brauchen, muss das Herz für den Sauerstoff-Transport schneller schlagen. Eine allgemeine Faustregel besagt, dass der ideale Puls beim Sport bei 180 minus dem eigenen Lebensalter liegen sollte. Das gilt jedoch in erster Linie für untrainierte Menschen, damit diese sich nicht überfordern.

Gesunden Menschen empfiehlt Prof. Dr. Thomas Meinertz, Kardiologe und ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung, einen Puls von 220 minus dem eigenen Lebensalter. Es gilt jedoch auch zu beachten, wie der Körper auf die sportliche Aktivität reagiert. Der Puls sollte langsam ansteigen und nach dem Sport auch wieder langsam sinken. Wenn das Herz schlagartig anfängt zu rasen, sollte dies ärztlich untersucht werden. Menschen, die anfangen Sport zu treiben oder eine Vorerkrankung haben, sollten sich vor Beginn der körperlichen Belastung von einem Arzt untersuchen lassen.

Wer dauerhaft über seine körperliche Belastungsgrenze geht, tut seinem Körper nichts Gutes, eher im Gegenteil. Häufige körperliche Überlastung kann zu Symptomen wie Unruhe, schlechter Schlafqualität, erhöhten Entzündungswerten sowie einem erhöhten Harnstoffspiegel führen. Ebenso kann sich diese durch eine Infektanfälligkeit und Schmerzen in Muskeln und Sehnen bemerkbar machen.

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