Potenzstörung: 4 Ursachen für erektile Dysfunktion

Potenzstörung: 4 Ursachen für erektile Dysfunktion

Für Männer ist wohl kaum ein Thema so schambehaftet wie die erektile Dysfunktion. Scham- und Schuldgefühle sind bei Potenzstörungen aber keineswegs angebracht. Es gibt viele körperliche oder psychische Gründe, die eine Erektion stören.

Erektile Dysfunktion wird mit zunehmenden Alter des Mannes wahrscheinlicher. Mehr als die Hälfte der 70 bis 80 jährigen Teilnehmer einer Studie berichteten von erektilen Störungen. Von den 40 bis 49 jährigen Studienteilnehmern kannten aber immerhin 10 Prozent regelmäßige erektile Dysfunktionen. Da altersbedingte Durchblutungsstörungen oder Testosteronmangel zu den häufigsten Ursachen der erektilen Dysfunktion zählen, nehmen Forschende an, dass mit der beobachtbaren Alterung der Gesellschaft die Prävalenz der erektilen Dysfunktion steigen wird. Es sei gesagt, dass auch junge, anderweitig gesunde Männer öfter als gemeinhin angenommen an Erektionsstörungen leiden. Hier spielen physiologische und psychische Faktoren eine Rolle. Die genauen Ursachen stellen wir hier vor.

1. Durchblutungsstörungen im Penis

Eine der typischsten Ursachen der erektilen Dysfunktion ist eine Durchblutungsstörung im Penis. Kommt nicht genügend sauerstoffhaltiges Blut im Penis an, kann die Muskulatur im Sexualorgan nicht normal funktionieren. Ärzte können untersuchen, ob Arterienverkalkungen oder andere Blockaden den normalen Blutfluss in den Penis behindern. Oft können solche Durchblutungsstörungen im Penis mit entsprechender Behandlung der zugrundeliegenden Arteriosklerose verbessert werden. Die Chancen, dass sich die erektile Dysfunktion dadurch lindert, stehen gut.

2. Testosteronmangel

Bei jungen, gesunden Männern ist der Testosterongehalt im Körper in der Regel gut eingestellt. Mit ausreichend Testosteron können die Schwellkörper im Penis normal funktionieren. Mit dem Alter nimmt die Produktion des Geschlechtshormons Testosteron allerdings ab, damit stellen sich mitunter auch erektile Dysfunktionen ein. Erektionen lassen dann frühzeitig nach oder stellen sich auch trotz Stimulation nicht mehr ein. Haben Ärzte einen Hormonmangel als Ursache der erektilen Dysfunktion ausfindig gemacht, können Hormontherapien wirkungsvoll sein. Solche Testosterongaben finden oft in Form von Injektionen in den Muskel statt. Auch Hormongels, die topisch aufgetragen werden, kommen zum Einsatz.

3. Psychischer Stress

Sex findet vor allem im Kopf statt. Sind Männer gestresst und drückt ihnen irgendetwas auf das Gemüt, kann sich dieser psychische Stress auch körperlich äußern. In intimen Situationen sorgt psychischer Stress dann in vielen Fällen für Erektionsprobleme. Aber nicht nur Alltagsstress oder ungelöste Probleme aus dem Job können für Anspannung sorgen, auch der Sex selbst kann enormen psychologischen Druck ausüben. Männer, die das erste mal mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner intim werden, erleben häufig starken psychologischen Druck, hegen Versagensängste und machen sich über ihre Performance, Ausdauer und körperliche Attraktivität Gedanken. Wer solche psychischen Stressoren im Kopf trägt, erlebt nicht selten auch erektile Störungen.

4. Nebenwirkungen von Medikamenten

Jedes Medikament hat potenzielle Nebenwirkungen. Potenzstörungen, Libidoverlust und Erektionsprobleme wurden bei einigen Medikamenten bereits als mögliche Nebenwirkungen identifiziert. Antidepressiva etwa stehen seit längerer Zeit unter Verdacht, Orgasmusstörungen und Erektionsstörungen auslösen zu können. Auch Betablocker, die etwa gegen zu hohen Blutdruck verschrieben werden, können unter Umständen erektile Dysfunktion verursachen. Stellen Sie fest, dass sich mit der Einnahme bestimmter Medikamente Orgasmusstörungen oder Erektionsprobleme eingestellt haben, konsultieren Sie Ihren verschreibenden Arzt oder Ärztin. Setzen Sie Medikamente nie selbst ab. Auch Frauen können übrigens von Orgasmusstörungen und Libidoverlust als Nebenwirkung von Medikamenten betroffen sein.

Video: Bei Potenzproblemen können gezielte Übungen helfen

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