Nierenschwäche: Anzeichen einer Niereninsuffizienz

Nierenschwäche: Anzeichen einer Niereninsuffizienz

Bei einer Nierenschwäche nimmt zunehmend die Funktion der Nieren ab. Eine Niereninsuffizienz bleibt lange unentdeckt, da die Anzeichen meist unspezifisch sind oder erst bei einer fortgeschrittenen Nierenschwäche auftreten.

Welche Aufgaben übernehmen unsere Nieren?

Unsere Nieren sind unsere Klärwerke unseres Körpers, da sie uns bei der Entgiftung unseres Körpers unterstützen. Die Nieren produzieren Urin, über den Abfallstoffe ausgeschieden werden oder über den der Flüssigkeitshaushalt reguliert wird. Weitere Funktionen der Nieren sind die Regelung des Blutdrucks, des Säure-Basenhaushalts und des Knochenstoffwechsels. Darüber hinaus sind unsere Nieren wichtig für die Entstehung wichtiger Signalstoffe. Sie produzieren Erythropoetin, ein Hormon, welches die Bildung der roten Blutkörper im Knochenmark anregt.

Was ist eine Nierenschwäche?

Bei einer chronischen Nierenschwäche verlieren die Nieren zunehmend ihre Funktion, Abbaustoffe über den Harn auszuschneiden. Eine chronische Niereninsuffizienz schreitet Monate bis Jahre langsam voran und bleibt lange unentdeckt. Die häufigsten Ursachen einer chronischen Nierenschwäche sind Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Entzündungen in den Nieren und Schädigungen durch Medikamente.

Wenn die Urinbildung plötzlich aussetzt, handelt es sich um akutes Nierenversagen. Die Folgen: Giftstoffe können nicht mehr durch die Nieren ausgeschieden werden und sammeln sich im Körper an – ein lebensbedrohlicher Zustand!

Nierenschwäche: Anzeichen einer Niereninsuffizienz

Ein chronisches Nierenversagen tritt meistens zu Beginn ohne Beschwerden auf. In einem fortgeschrittenen Stadium äußert sich die Niereninsuffizienz über folgende Anzeichen:

  • Müdigkeit
  • Mangelnder Appetit
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit 
  • Erbrechen
  • Veränderungen der Haut
  • Erschwertes Atmen
  • Ansammlung von Wasser in Beinen und Lungen
  • Unregelmäßiger Puls
  • Schaum im Urin

Die Nierenschwäche wird von Ärzten in fünf Stadien unterteilt. Die Einteilung orientiert sich nach dem Laborwert, dem GFR-Wert (Glomeruläre Filtrationsrate). Er gibt an, wie wirkungsvoll die Nieren reinigen und Urin ausscheiden. Ein GFR-Wert im Normalbereich liegt bei 95 bis 110 ml/min.

Behandlung einer Nierenschwäche

Mithilfe einer Nierenersatztherapie wie die Dialyse oder einer Nierentransplantation kann die Niereninsuffizienz behandelt bzw. aufgehalten werden. Das Dialyse-Verfahren übernimmt die Aufgaben der Nieren und entfernt Giftstoffe, Salze und überschüssiges Wasser aus dem Körper. Bleibt eine Niereninsuffizienz unbehandelt, führt das zunehmend zu einer Vergiftung des Körpers.

Auch die richtige Ernährung kann das Fortschreiten der Niereninsuffizienz beeinflussen. Empfohlen wird eine vitaminreiche und fettarme Ernährung. Da die Nieren Schwierigkeiten haben, Salze aus dem Blut herauszufiltern, sollten betroffene Personen salzarm essen. Eine Begrenzung der Eiweißmenge wird von Ärzten ebenfalls empfohlen, um die Nierenschwäche zu verlangsamen.

Auch interessant: Diese 5 Lebensmittel sind gut für die Nieren >>

Video: 7 Tipps für gesunde Nieren

Lade weitere Inhalte ...