Nahrungsergänzungsmittel? Das ist doch nur was für Leistungssportler, oder?

Nahrungsergänzungsmittel? Das ist doch nur was für Leistungssportler, oder?

Um es kurz zu machen: Nein. Es gibt viele unterschiedliche Gründe, seine Nahrung durch Zufuhr konzentrierter Nährstoffe zu ergänzen. Einige davon stellen wir hier vor. Dazu sprechen wir auch über die generelle Ernährungslage und die Notwendigkeit von Multivitaminsupplementen.

Wer braucht Nahrungsergänzungsmittel wirklich?

Besonders Menschen im hohen Alter oder bei schwerer Krankheit haben oft Probleme, regelmäßig ausreichend zu essen, um den Bedarf des Körpers an allen Nährstoffen zu decken. Das umfasst alle Bereiche von Energielieferanten wie Zucker und Fett über Proteine, speziellere Bestandteile wie essenzielle Aminosäuren und Fettsäuren bis hin zu Vitaminen und Spurenelementen, die für die Funktion von Immunsystem oder speziellen Enzymen wichtig sind. Besondere Diäten, die aufgrund von Unverträglichkeiten oder Stoffwechselkrankheiten notwendig sind, können auch den Bedarf an bestimmten Inhaltsstoffen erhöhen. Bestes Beispiel ist die vegane Ernährung, bei der die Zufuhr an Vitamin B12 überprüft und gegebenenfalls ergänzt werden sollte.

Im Video: Mit diesen Lebensmitteln pushen Sie Ihr Immunsystem

Trinknahrung: Ist das schon ein Ergänzungsmittel?

Essen und insbesondere das Kauen und Schlucken fester Nahrung ist für viele Menschen problematisch. Dies kann mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität verbunden sind, da wir mit dem Essen oft viel Genuss verbinden. Auch Personen, die die Fähigkeit, zu riechen und zu schmecken verloren haben – zum Beispiel durch einen Schlaganfall – können oft ihren Grundbedarf nur noch schwer mit fester Nahrung decken. Zu guter Letzt sorgt auch eine Chemotherapie oft für große Übelkeit und verhindert klassische Nahrungsaufnahme. In all diesen Fällen kann eine flüssige Alternative helfen. Die Trinknahrung von Fresubin zeichnet sich durch große Vielfalt aus, die die Anwendung bei unterschiedlichen Problemen erleichtert. Diverse geschmackliche Auswahlmöglichkeiten helfen dabei, den persönlichen Vorlieben trotzdem nachzukommen.

Die häufigsten Ernährungsmängel bei uns

Trotz durchschnittlicher Ernährung kommt es in Europa immer noch häufig zu Mangelerscheinungen. Die sieben häufigsten Nährstoffmängel in Deutschland sind 1. Eisenmangel, 2. Calciummangel, 3. Vitamin-A-Mangel, 4. Jodmangel, 5. Vitamin-D-Mangel, 6. Vitamin-B12-Mangel und 7. Magnesiummangel. Man sieht also, dass ganz unterschiedliche Stoffe im Körper fehlen können. Wie wird man

solch einem Problem nun Herr? Erstens sollte immer eine diätische Anpassung gesucht werden. Das heißt, langfristig versucht man, die eigene Ernährung derartig zu verändern, dass insgesamt mehr des benötigten Inhaltsstoffs aufgenommen wird. Doch für die akute Mangelsituation ist es ebenfalls sinnvoll, mit Nahrungsergänzungsmitteln und Nährstoffkonzentraten Abhilfe zu schaffen. So wird der Körper nicht zu lange durch die Mangelsituation belastet.

Mangelernährung oder Stoffwechselproblem?

Wenn die Ernährung ausgeglichen ist und eigentlich alle Nährstoffe ausreichend vorhanden sind, heißt das noch lange nicht, dass jeder Körper auch in der Lage ist, die notwendigen Stoffe zu erhalten. Die Aufnahme im Darm, der Transport im Blut und die Verarbeitung und Speicherung in den Zellen können gestört sein. Solche Stoffwechselerkrankungen lassen sich durch spezielle Diäten behandeln, mitunter ist aber – unter ärztlicher Aufsicht – auch angezeigt, dauerhaft spezielle Ergänzungsmittel zu nutzen.

Fazit

Das Thema ist vielseitig und längst nicht so leicht in "richtig" und "falsch" zu kategorisieren, wie oft getan wird. Ergänzungspräparate sind nicht per se ungesund oder unnatürlich, sondern können in vielen Situationen wichtige Hilfe leisten. Dennoch bevorzugen Ärzte und Ernährungsforscher immer noch Lösungen, bei denen auf dauerhaften Einsatz dieser Mittel verzichtet werden kann.

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