Nagelpilz: 4 Tipps und Hausmittel

4 Tipps und Hausmittel gegen Nagelpilz

Er ist hartnäckig, ansteckend und kann sowohl die Nägel unserer Zehen als auch Finger befallen: der Nagelpilz. Wir verraten Ihnen, welche Behandlungsmethoden, Medikamente und Hausmittel gegen den Pilzbefall helfen können.

Wie entsteht Nagelpilz?

Nagelpilz kann durch eine Infektion mit unterschiedlichen Pilzarten hervorgerufen werden – hierzu gehören Schimmelpilze, Hautpilze sowie Hefepilze, welche typischerweise die Fingernägel befallen. Besonders anfällig sind Hände und Füße dann, wenn sie regelmäßig und für lange Zeiträume Feuchtigkeit ausgesetzt sind, z.B. beim Putzen ohne Handschuhe, im Schwimmbad oder in schwitzigen Socken. An den Füßen kommen Hautpilze und Nagelpilze häufig gleichzeitig vor. Zu erkennen sind Nagelpilze an weißlich-gelblichen Verfärbungen und einer stellenweisen Verdickung der Nägel. Diese werden mit der Zeit rissig, brüchig und können sogar Schmerzen an den betroffenen Zehen oder Fingern verursachen.

In Deutschland leiden schätzungsweise bis zu 12 Prozent der Menschen an einem Nagelpilz. Die vollständige und dauerhafte Entfernung eines Nagelpilzes ist aufwendig, zeitintensiv und kann sich über mehrere Monate oder sogar Jahre ziehen. Die folgenden Behandlungsmethoden und Mittel kommen dabei zum Einsatz.

Nagelpilz: 4 Tipps und Hausmittel

1. Hautärztliche Behandlung meistens notwendig

Bei leichtem und neu entstehendem Nagelpilzbefall könnten Hausmittel – die wir Ihnen noch vorstellen – die einfachste Lösung darstellen. Jedoch bieten sie keine Wirkungsgarantie. Effektiver und vor allem bei stärkerem Pilzbefall notwendig sind hautärztliche und medizinische Mittel. Für die äußere Anwendung kommen antimykotische Lacke und harnstoffhaltige Cremes zum Einsatz. Ebenso gibt es Antimykotika in Tablettenform, die aufgrund möglicher Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt vorwiegend bei hartnäckigem Pilzbefall verwendet werden. Betroffene müssen dabei geduldig sein, denn in der Regel dauert es mehrere Monate, bis ein Nagelpilz vollständig entfernt und der gesunde Nagel nachgewachsen ist. Darüber hinaus werden neuerdings auch Laserbehandlungen gegen Nagelpilze angeboten, deren Wirksamkeit allerdings noch durch wissenschaftliche Studien bestätigt werden muss.

2. Hygiene beachten

Zusätzlich zu den ärztlich verschriebenen Tinkturen oder Tabletten können Betroffene im Alltag einige Dinge beachten, um die Ausbreitung des Nagelpilzes einzudämmen und künftige Neu-Infektionen zu verhindern. Da Pilze Feuchtigkeit lieben, sollten Sie Ihre Füße und Hände nach dem Waschen oder Schwimmen immer gründlichst abtrocknen und in Gemeinschaftsduschen, Saunen sowie Schwimmbädern stets Badeschlappen tragen – um sich selbst und andere Menschen zu schützen.

3. Das richtige Schuhwerk

Gut sitzendes Schuhwerk ist essentiell, um Nagelpilzen vorzubeugen oder Ihre Verbreitung einzudämmen. Denn zu enge Schuhe können Druckstellen, Wunden und Nagelverletzungen verursachen, die wiederum Pilzsporen das Eindringen erleichtern. Auch feuchte, schwitzige Füße machen es dem Pilz leicht, weswegen Sie stets auf saugstarke Baumwollsocken und atmungsaktive Schuhe setzen sollten. Wechseln Sie außerdem Ihre Socken täglich und waschen Sie sie sicherheitshalber bei 60°C.

4. Hausmittel als Ergänzung

Wie bereits oben erwähnt, sollte die medizinische Behandlung stets Ihre erste Wahl sein, da traditionelle Hausmittel nicht über dieselben wissenschaftlichen Wirkungsnachweise verfügen. Zu den beliebtesten Hausmitteln, die gerne ergänzend zu hautärztlichen Methoden verwendet werden, gehören unter anderem Backpulver, Apfelessig, Zitronensaft sowie ätherische Öle. Zögern Sie jedoch nicht damit, sich an den Arzt Ihres Vertrauens zu wenden – insbesondere dann, wenn sich der Pilz weiter ausbreitet.

Quellen: gesund.bund.de, gesundheitsinformation.de

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