Magenschleimhautentzündung: 8 häufigsten Anzeichen

Magenschleimhautentzündung: Die 8 häufigsten Anzeichen

Eine Magenschleimhautentzündung ist äußerst schmerzhaft und unangenehm. Typisch für eine Gastritis sind starkes Bauchweh und Magen-Darm-Beschwerden. Erfahren Sie, wie Sie eine Magenschleimhautentzündung noch erkennen können. 

Die Hauptaufgabe unseres Magens ist es, aufgenommene Nahrung vorübergehend zu speichern, diese zu verkleinern und zur weiteren Verdauung an den Darm weiterzugeben. Dabei wird im Magenkörper, dem größten Teil des Organs, die Nahrung mit Magensaft und Enzymen vermischt. Täglich produzieren wir etwa 3 bis 4 Liter Magensaft. Dank der enthaltenen Salzsäure wird die Nahrung zersetzt und spaltet die enthaltenen Eiweiße. Außerdem tötet die Magensäure Bakterien ab. Damit der Magen vor dieser aggressiven Säure geschützt ist, ist die Magenschleimhaut mit einem dünnen Film überzogen. Ist diese Schleimhaut gereizt oder geschädigt, kann sie sich entzünden.

Was ist eine Magenschleimhautentzündung?

Bei einer Magenschleimhautentzündung – auch Gastritis genannt – wird zwischen einer akuten oder einer chronischen Form unterschieden. Eine akute Gastritis geht in der Regel mit Beschwerden einher. Eine chronische Magenschleimhautentzündung kann kaum Beschwerden auslösen und wird meistens erst entdeckt, wenn sich ein Magengeschwür gebildet hat.

8 Anzeichen einer akuten Magenschleimhautentzündung

Eine akute Magenschleimhautentzündung äußert sich durch folgende Symptome:

  • Schmerzen im Oberbauch. Drückt man auf die betroffene Stelle, nimmt der Schmerz weiter zu.
  • Völlegefühl
  • Sodbrennen
  • Häufiges Aufstoßen
  • Appetitlosigkeit
  • Aufgeblähter Bauch
  • Blähungen
  • Übelkeit, in manchen Fällen mit Erbrechen

Eine akute Gastritis heilt in der Regel von alleine aus. Ärzte empfehlen, für zwei Tage auf feste Nahrung zu verzichten oder nur leichte Mahlzeiten zu essen. Erkrankte sollten normal trinken und vorzugsweise stilles Wasser oder Kräutertee zu sich nehmen. Zusätzlich können Medikamente, welche die Magensäureproduktion hemmen, für Linderung sorgen. Halten Sie allerdings vorher Absprache mit Ihrem Arzt, ob und welche Medikamente eingenommen werden können. Eine akute Magenschleimhautentzündung kann übrigens einen chronischen Verlauf nehmen.

Anzeichen einer chronischen Magenschleimhautentzündung

Bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung sind die Symptome weniger ausgeprägt als bei einer akuten Gastritis. Betroffene haben kaum oder nur leichte Beschwerden. Dazu gehören

  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Aufstoßen

Da die Symptome eher unspezifisch und auch bei anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts auftreten können, sollten Sie die Beschwerden frühzeitig von einem Arzt abklären lassen, um die genaue Ursache festzustellen. Eine chronische Magenschleimhautentzündung kann langfristig weitere gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Wie bereits erwähnt, kann sich ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür bilden.

Ursachen einer Magenschleimhautentzündung

In der Regel ist die Magenschleimhaut sehr robust. Denn sie schützt die Magenwand vor der salzsäurehaltigen Magensäure selbst verdaut zu werden. Es gibt jedoch verschiedene Auslöser, welche die schützende Schleimhaut angreifen und schädigen können. Zum Beispiel kann übermäßiger Alkoholkonsum, Nikotin, magenreizende Lebensmittel wie Kaffee oder scharfe Gewürze sowie eine Medikamenteneinnahme eine akute Gastritis verantworten.

Eine chronische Magenschleimhautentzündung wird in den meisten Fällen von dem Bakterium Helicobacter pylori (H. pylori) verursacht. Ebenfalls kann ein krankhafter Rückfluss von Gallenflüssigkeit eine mögliche Erklärung für eine chronische Gastritis sein. Eine weitere, seltene Ursache ist Autoimmunerkrankung. Hierbei richten sich Antikörper gegen die Belegzellen der Magenschleimhaut. 

Behandlung einer Magenschleimhautentzündung

Leiden Sie unter einer akuten Gastritis, hilft es, ein bis zwei Tage auf Nahrung zu verzichten oder nur leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Als magenbekömmlich gelten Zwieback, Haferschleim oder gekochter weißer Reis. Trinken Sie ausreichend stilles Wasser oder Kräutertees. Um die Magenschleimhaut nicht weiter zu reizen, sollten Sie auf Alkohol, Zigaretten, Kaffee, scharfe Gewürze sowie fettige, gezuckerte und gebratene Speisen verzichten. Um die Produktion der Magensäure zu reduzieren, können Sie gewisse Magensäureblocker einnehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt vorher ab, ob und welches Mittel für Sie infrage kommt.

Im Video: Was hilft gegen Sodbrennen?

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