9. Mai 2021
Lupus: Symptome, Ursachen und Behandlung

Lupus: Symptome, Ursachen und Behandlung der Autoimmunkrankheit

Lupus erythematodes ist eine seltene Autoimmunerkrankung, welche die Haut sowie die Organe befallen kann. Lesen Sie, welche Anzeichen bei Lupus auftreten, welche Ursachen verantwortlich sind und ob Heilungschancen bestehen.

Bei Lupus erythematodes (LE) handelt es sich um eine entzündliche-rheumatische Autoimmunkrankheit, welche die Haut oder auch potenziell jedes Organ – darunter Herz, Lunge, Nieren, Gelenke und das Nervensystem – angreift. Das Immunsystem produziert Antikörper gegen die körpereigenen Proteine, die sich miteinander verbinden und über den Blutkreislauf im ganzen Körper verteilt und in Organen abgelagert werden. Wo Entzündungen entstehen, die Beschwerden hervorrufen.

Lupus ist eine recht seltene Krankheit. Weltweit sind schätzungsweise 5 Millionen Menschen betroffen, in Deutschland rund 30.000 Menschen erkrankt. Die Krankheit kann derzeit nicht geheilt werden und verläuft häufig in Schüben. Lupus wird klassifiziert in:

  • Kutaner Lupus erythematodes (LE): Diese Form der Erkrankung begrenzt sich auf die Haut und das Unterhautfettgewebe. Alle Formen von Lupus erythematodes treten im jüngeren bis mittleren Erwachsenenalter auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
  • Systematischer Lupus erythematodes (SLE): Neben der Haut sind noch weitere Organe betroffen. Rund 80 Prozent aller Patienten eines systemischen LE sind Frauen im gebärfähigen Alter. Es besteht daher ein möglicher Zusammenhang zwischen der Krankheit und weiblichen Hormonen.

Der Name Lupus erythematodes setzt sich aus lateinisch lupus (Wolf) und altgriechisch erythema (Röte, Entzündung) zusammen und bezieht sich auf die Hautschädigungen der Krankheit. Die schmetterlingsförmigen Rötungen im Gesicht lassen es wolfsähnlich aussehen.

Anzeichen von Lupus

Da Lupus verschiedenartig auftreten kann, sind auch die Beschwerden vielseitig. Allgemeinsymptome sind ein Krankheitsgefühl, Müdigkeit, leichtes Fieber und eine unerklärliche Gewichtsabnahme. Hinzu kommen noch:  

  • häufig: Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen (Arthritis)
  • Muskelentzündungen
  • Ausschlag im Gesicht, Dekolleté und an den Händen. Jede dritte betroffene Person hat einen schmetterlingsförmigen Ausschlag über der Nase und den Wangen.
  • Fleckenförmige Hautveränderungen am ganzen Körper
  • Haarausfall
  • Schleimhautgeschwüre in der Nase, im Mund oder in der Vagina
  • Schmerzen bei tiefen Atemzügen bei Befall des Brustfells oder des Herzbeutels
  • Kopfschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Krampfanfälle und Lähmungen

Ursachen von Lupus

Es gibt verschiedene Hypothesen, aber keine genauen medizinischen Erklärungen, warum der Körper sich selbst angreift. Bestimmte Erbanlagen können die Entstehung der Erkrankung begünstigen. Faktoren wie Viruserkrankungen, Medikamente und Umwelteinflüsse, insbesondere UV-Bestrahlung, stehen oft in Zusammenhang mit der Entstehung oder Verschlechterung der Erkrankung. Zu den möglichen Auslösern eines systemischen Lupus erythematodes gehören Stress, Viren, hormonell aktive Phasen, ultraviolettes Licht und gewisse Medikamente.

Behandlung von Lupus

Lupus ist nicht heilbar. Allerdings lässt sich die Autoimmunkrankheit mit einer medikamentösen Therapie gut behandeln. Da sich Lupus durch verschiedene Beschwerden hervorruft, orientiert sich die Therapie an die einzelnen Symptome. Daher bedarf es einen individuell ausgerichtetes Therapieprogramm, bei dem Medikamente wie Antimalariamittel oder Cortisonpräparate angewendet werden.

Ein gesunder Lebensstil ist für Erkrankte enorm wichtig. Dazu zählt, regelmäßig körperlich aktiv zu sein, sich aber auch Ruhepausen zu gönnen und ausreichend zu schlafen. Lupus-Erkrankte sollten sich ausgewogen sowie nährstoffreich ernähren und vor allem reichlich entzündungshemmende Lebensmittel wie grünes Blattgemüse, Beeren oder Nüsse verzehren. Da Sonnenstrahlung den Hautausschlag verstärkt, sollten Betroffene einen guten Sonnenschutz verwenden und direkte Sonneneinstrahlung meiden.

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