7. April 2021
Legionellose: Das sind die Symptome

Legionellose: Daran erkennen Sie die Legionärskrankheit

Über das Wasser, beispielsweise beim Duschen, können Legionellen in unseren Körper gelangen und dort eine Infektion auslösen – die sogenannte Legionellose. Eine Form ist die sogenannte Legionärskrankheit, die sogar tödlich verlaufen kann. Wir erklären, woran Sie sie erkennen.

Was ist eine Legionellose?

Bei einer Legionellose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Legionella-Bakterien (Legionellen) ausgelöst wird. Über erregerhaltiges Wasser können Legionellen in den menschlichen Körper gelangen. Wenn dies in erhöhter Konzentration geschieht, kann eine Infektion verursacht werden. Man unterscheidet verschiedene Formen der Legionellose. Hauptsächlich treten die Legionärskrankheit sowie das Pontiac-Fieber auf.

Legionellose: Daran erkennen Sie die Legionärskrankheit

In mindestens 90 Prozent der Fälle handelt es sich bei dem Erreger der Legionellose um Legionella pneumophila, der die sogenannte Legionärskrankheit verursacht. Ihren Namen bekam die Krankheit, da sich erstmals Kriegsveteranen bei einer Konferenz in Philadelphia infizierten. Die Erreger gelangen über das Einatmen von Wassertröpfchen in den Körper und verursachen bei Betroffenen eine Lungenentzündung. Oft sind Menschen mit einem höheren Alter oder einem schwachen Immunsystem betroffen. Bei der Legionellen-Infektion mit einer Lungenentzündung können folgende Symptome auftreten:

  • Fieber
  • allgemeines Schwächegefühl
  • Atemnot
  • Brustschmerzen
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Gliederschmerzen
  • Schnupfen
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Durchfall

Auch bei Rauchern, Menschen mit anderen Erkrankungen der Lunge wie COPD, Betroffenen, die mit einem Beatmungsgerät beatmet werden müssen, Diabetikern sowie Alkoholikern besteht ein höheres Infektionsrisiko. Wenn Sie bei sich die oben genannten Symptome feststellen, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt kontaktieren, da die Legionärskrankheit unbehandelt im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Eine Infektion mit Legionellen muss meist über mehrere Wochen mit Antibiotika behandelt werden. Häufig ist auch ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Pontiac-Fieber: Milderer Verlauf der Infektion

Eine andere, seltenere Form der Legionellose ist das Pontiac-Fieber, welches einen milderen Verlauf hat. Die Erkrankung äußert sich durch grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl. Sie muss in den meisten Fällen nicht behandelt werden und die Symptome klingen nach bis zu sieben Tagen von alleine ab. Wenn die Beschwerden auch nach einer Woche bestehen, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Wodurch bekomme ich eine Legionellose?

Legionellen können im Grundwasser enthalten sein und sind in geringer Menge unbedenklich. Lediglich, wenn eine erhöhte Anzahl in den Körper gelangt, wird eine Infektion hervorgerufen. Am besten vermehren sich die Bakterien bei 25 bis 45 Grad. Besonders gut ausbreiten können sich die Legionellen bei diesen Temperaturen in großen Wasserversorgungssystemen, weshalb häufig Krankenhäuser, Hotels und Bürokomplexe betroffen sind. Bei Temperaturen über 60 Grad werden die Legionellen in der Regel abgetötet. Die Bakterien werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern gelangen über erregerhaltige Tröpfchen, die sich in der Luft ausbreiten, in die Luft, wo sie eingeatmet werden können. Laut infektionsschutz.de gehören Duschen, Wasserhähne, Whirlpools und Luftbefeuchter zu den Ansteckungsquellen.

Mit einigen Sicherheitsmaßnahmen kann einer übermäßigen Verbreitung von Legionellen im Warmwassersystem eines Wohnkomplexes vorgebeugt werden. Dazu zählen die regelmäßige Benutzung der Wasserleitungen, das Verhindern eines Wasserstillstands in den Leitungen sowie Wassertemperaturen im Leitungssystem von mindestens 55 Grad.

 

Quellen: infektionsschutz.de, rki.de

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