Lebensmittelvergiftung: 5 Tipps schützen Sie im Sommer

Lebensmittelvergiftung: 5 Tipps schützen Sie im Sommer

Grillen im eigenen Garten, auf der Terrasse oder in Parks, Picknick im Grünen und Tagesausflüge an den Strand: Im Sommer lassen wir es uns gutgehen und schlemmen viel im Freien. Doch abgepacktes Grillfleisch, selbstgemachter Kartoffelsalat in Tupperdosen und Co. halten sich bei hohen sommerlichen Temperaturen von mehr als 30° Celsius und direkter Sonneneinstrahlung nicht lang. Die Gefahr von Lebensmittelvergiftungen ist im Sommer um einiges größer, denn Bakterien lieben die hohen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit. Mit unseren Tipps können Sie Lebensmittelvergiftungen vermeiden und sonnige Grillpartys voll und ganz genießen.

Hitze lässt Lebensmittel schneller verderben

So schön der Sommer und die hohen Temperaturen auch sind, Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit bekommen den meisten Lebensmitteln gar nicht gut. Bei sommerlichen Bedingungen, direkter Sonneneinstrahlung und schwül-warmen Tagen und Nächten verderben Lebensmittel mitunter schneller. Bakterien können sich bei Hitze schneller in unseren Speisen vermehren und gefährliche Lebensmittelvergiftungen auslösen. Die Folgen sind dann oft schon wenige Stunden nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel:

  • Bauchschmerzen
  • Magen-Darm-Krämpfe
  • starker Durchfall
  • Erbrechen
  • schmerzhafter Druck im Bauch
  • Fieber
  • Schweißausbrüche
  • Schüttelfrost

Zu den verderblichen Lebensmitteln, die bei hohen Temperaturen schnell zu Brutstätten für Keime und Bakterien werden können, gehören vor allem Rohmilch, rohe Eier, Geflügel und rohes Fleisch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung warnt regelmäßig vor den Gefahren von sommerlichen Lebensmittelvergiftungen. Denn bei Hitze finden vor allem Salmonellen und Campylobacter ideale Vermehrungsbedingungen in Geflügel, Rohmilch und Co. Die Gefahr: Schon wenige Hundert Campylobacter-Keime können ausreichen, um schwere Lebensmittelvergiftungen auszulösen. Bei sommerlichen Temperaturen von über 30° Celsius, die auch in Deutschland immer häufiger vorkommen, können sich schon nach kurzer Zeit krankmachende Bakterienstämme auf unseren Lebensmitteln ausbreiten. Beachten Sie unsere Tipps, um das Risiko für Lebensmittelvergiftungen im Sommer zu verringern.

Mehr erfahren: Das sind die Symptome einer Salmonellenvergiftung > >

5 Tipps, um sich bei Hitzewellen vor Lebensmittelvergiftungen zu schützen

1. Die Kühlkette beachten

Eine durchgehende Kühlkette ist im Sommer besonders für Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel und Fisch das A und O. Das beginnt bereits beim Kauf im Supermarkt. Kaufen Sie gekühlte Lebensmittel immer erst zum Schluss. Fleisch, Geflügel und Fisch sollten erst kurz bevor Sie zur Kasse gehen in den Einkaufskorb kommen. Haben Sie rohes Fleisch oder Fisch gekauft, sollten Sie die Lebensmittel für den Transport nach Hause unbedingt in Kühlboxen zwischenlagern. Selbst während des vermeintlich schnellen Transports mit dem Auto kann die Kühlkette schon unterbrochen werden. Im Sommer entstehen im Kofferraum, wo die Einkäufe abgestellt werden, schon nach kurzer Zeit hohe Temperaturen. Schon nach 30 Minuten mühsamen Stop-and-Go durch heiße Innenstädte können die verderblichen Lebensmittel an- oder auftauen – Bakteriengefahr!

2. Nur kleine Mengen kaufen

Leicht verderbliche und frische Lebensmittel sollten im Sommer nicht in großen Mengen gekauft werden. Holen Sie sich immer nur solche Mengen, die Sie schnell verbrauchen können. Auch Obst und Gemüse, die in Schränken und Vorratskammern gelagert werden, verderben bei den hohen sommerlichen Temperaturen schneller. Besondere Beachtung sollten Sie in Plastik eingeschweißten Pilzen schenken. Unter der Plastikverpackung schwitzen die Pilze stark und faulen mitunter unmerklich. In dem feuchten Milieu können sich dann Keime vermehren oder Giftstoffe entstehen. Beim Verzehr droht eine Lebensmittelvergiftung. Im Sommer gilt also: Lebensmittel am besten lose, unverpackt und nur in kleinen Mengen kaufen, um Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden.

3. Speisen mit rohen Eiern meiden

Hitze und Speisen, die rohe Eier enthalten, sind keine gute Kombination. Lebensmittel mit Mayonnaise wie Eiersalat oder Nudelsalat, aber auch Desserts wie Tiramisu, die rohe Eier enthalten, sollten am besten nur wenige Minuten in der direkten Sonne stehen. Die Kühlkette darf bei Roheispeisen bestenfalls gar nicht unterbrochen werden. Eine Kühltemperatur von maximal 6° Celsius ist ideal, um Lebensmittelvergiftungen mit Eierspeisen zu vermeiden.

4. Vorsicht bei Fleisch und Wurstwaren

Fleisch und Wärme verstehen sich ganz besonders schlecht. Denn: Neben Eiern verderben auch Fleischprodukte bei Hitze sehr schnell. Mikroorganismen und Salmonellen haben bei höheren Temperaturen leichtes Spiel und können sich zügig vermehren. Insbesondere auf den Verzehr von rohem Fleisch sollten Sie verzichten, etwa Carpaccio, rohem Mett oder Tatar. 

5. Penible Handhygiene einhalten

Speziell nach dem Kontakt mit Fisch oder Fleisch sollten Sie Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen. So schützen Sie sich vor Salmonellen und beugen einer Übertragung auf andere Lebensmittel vor. Reinigen Sie ebenfalls Arbeitsflächen, die Spüle und Ihre Küchenutensilien, etwa Messer, Brettchen oder Siebe. 

Im Video: Vorsicht vor Lebensmittelvergiftungen – Bei Hitze kühlen und waschen

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