18. Mai 2021
Krebserkrankungen in Deutschland

Krebserkrankungen in Deutschland

Krebserkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen von Menschen in Deutschland. Wir erklären Ihnen, wie die Krankheit sich innerhalb der letzten Jahre entwickelt hat und informieren Sie über Ursachen und Vorsorge. 

Ärztin
© Cottonbro/Pexels
Krebserkrankungen sind eine Schreckensdiagnose.

Er gilt nach wie vor als die Schreckensdiagnose beim Arzt: Krebs. Egal, in welcher Art er auftritt, die Diagnose ist erst mal ein großer Schock für jeden Betroffenen. Unter dem Begriff „Krebs“ fallen eine Vielzahl völlig unterschiedlicher Krebserkrankungen sowie Krebs-verwandte Erkrankungen. Krebserkrankungen müssen daher immer differenziert betrachtet werden. Dennoch haben sie alle eins gemeinsam: Mehr als 50 % aller Erkrankten können durch ein frühzeitiges Erkennen und einer auf sie zugeschnittenen Therapie die Krankheit besiegen und überleben.

Wie sich die Krebserkrankungen in den letzten Jahren entwickelt haben, wie welche Ursachen, aber vor allem welche Vorsorge und welche Absicherungsmöglichkeiten es gibt, haben wir für diesen Artikel recherchiert.

Erfahrungswerte

Insgesamt kann man sagen, dass die Zahlen an sich zwar gestiegen, im Verhältnis zur deutlich höheren Lebenserwartung insgesamt, aber gesunken sind. Das Interesse der Betroffenen, aktiver und mitentscheidender Teil des Behandlungsprozesses zu sein, nimmt zu. Ebenso wie die Behandlungskomplexität.

In Deutschland wurden 2016 etwa 492.000 neudiagnostizierte Krebspatienten registriert. Dies sind die Zahlen des deutschen Krebsregisters. Man kann die Zahlen schlecht mit den Werten beispielsweise aus dem Jahre 1970 vergleichen, da die Lebenserwartung enorm gestiegen ist. Tatsächlich leben wir mittlerweile im Schnitt rund 20 Jahre länger. So berechneten Experten unter Berücksichtigung der höheren Lebenserwartung, dass die Neuerkrankungsrate sogar gesunken ist.

Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) berichtet, dass die Anfragen von Patienten und Angehörigen von 1992 bis 2016 um etwa 34.000 Anfragen jährlich gestiegen sind. Die angestiegenen Anfragen korrelieren mit der zunehmenden Behandlungskomplexität und der leider abnehmenden zeitlichen Ressourcen der Ärzte, die nicht mehr dazu kommen Patienten und Angehörige ausreichend zu beraten und aufzuklären. Ebenso führt das wachsende Interesse der Betroffenen, die Erkrankungen und Behandlungen zu verstehen zu einem höheren Beratungsbedarf.

Häufigste Krebserkrankungen & mögliche Ursachen

Während bei Männern der Prostatakrebs (22,7 %) als häufigste Krebserkrankung auftritt, ist es bei den Frauen der Brustkrebs (29,5 %). In beiden Fällen folgen darauf der Darm- und Lungenkrebs.

Bis heute konnten trotz intensiver Forschung noch immer keine genauen Ursachen für die Entstehung der verschiedenen Krebserkrankungen bestimmt werden. Allerdings gibt es einige Risikofaktoren, die die Entstehung teils rasant begünstigen können:

  • Genetische Disposition
  • Ungesunde Ernährung
  • Erhöhter Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Chronischer Stress
  • Umweltgifte
  • Intensive UV-Strahlung
  • Röntgenstrahlen

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Risiken, die zu verschiedenen Erkrankungen führen können. Auf eine Sache möchten wir allerdings noch mal deutlicher hinweisen: In Deutschland ist Rauchen für jede 5. Krebserkrankung verantwortlich. Wenn man das Rauchen in Bezug auf Lungen-, Rachen-, Speiseröhren- und Blasenkrebs sieht, dann ist der verschuldete Anteil sogar noch höher. Lungenkrebs führt in den allerhäufigsten Fällen letztendlich zum Tode.

Zusätzliche Absicherung für den Erkrankungsfall

Wenn die Schreckensdiagnose tatsächlich gestellt wird, sollte man im besten Fall doppelt abgesichert sein. Zum einen durch eine reguläre Krankenversicherung und zum anderen durch eine zusätzliche Krebsversicherung, wie sie beispielsweise von der NÜRNBERGER Versicherung angeboten wird. Hier lohnt es sich genauer hinzuschauen und die Leistungen abzugleichen. Zum Beispiel erhält man bei manchen Versicherern im Fall einer Krebserkrankung die Auszahlung eines Betrages von teilweise bis zu 100.000 Euro. Mit diesem Geld können Erkrankte dann beispielsweise alternative Therapiemethoden in Anspruch nehmen, für die die Krankenkasse nicht die Kosten übernommen hätte, wie:

  • Komplementäre Therapien: Therapien zur Linderung der Nebenwirkungen und Stärkung des Immunsystems
     
  • Alternative Therapien: Unterstützung bei einer Chemo- oder Strahlentherapie
     
  • Zusätzliche Therapie: Kosmetische Korrekturbehandlungen

Darüber hinaus bekommt man eine persönliche Betreuung zur Seite gestellt, die in medizinischen und psychologischen Belangen beraten soll. Diese akademisch ausgebildete Betreuung berät und begleitet während des gesamten Erkrankungsprozesses.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Krebsvorsorge ist unheimlich wichtig und wird leider, vor allem von den Männern nicht regelmäßig wahrgenommen. Die Krebsvorsorgeuntersuchung im Zuge der Krebsfrüherkennungen werden durch die gesetzlichen Krankenkassen gefördert, in dem die Kosten übernommen werden. Jedoch nur rund 67 % der Frauen und nur knappe 40 % der Männer nehmen das Angebot an. Dabei hat laut Statistik (2003 bis 2012) zum Beispiel das Darmkrebs-Screening rund 180.000 Krebsfälle verhindert, rund 40.000 Krebserkrankungen wurden durch das Screening so früh erkannt, dass die Patienten rechtzeitig entsprechend therapiert werden konnten. Jeder sollte sich bewusst sein, dass das Überleben einer Krebserkrankung stark vom frühzeitigen Erkennen abhängt. Wenn der Krebs noch nicht weit fortgeschritten und nicht gestreut hat, dann kann die therapeutische Behandlung unter Umständen einen weitaus größeren Erfolg erzielen.

Empfohlene Vorsorgeuntersuchungen

Männer ab 35 Jahren:

Alle 2 Jahre sollte ein Hautkrebsscreening mit Inspektion des gesamten Körpers durch einen Hautarzt durchgeführt werden.

Männer ab 45 Jahren:

Jährliches Abtasten der Prostata, sowie die Untersuchung der Geschlechtsorgane und Lymphknoten in der Leiste.

Männer ab 50 Jahren:

Jährlicher Test auf okkultes (verstecktes) Blut im Stuhl und Durchführung einer Darmspiegelung.

Frauen ab 20 Jahren:

Die jährliche Durchführung eines Pap-Tests (Gebärmutterhalskrebs).

Frauen ab 30 Jahren:

Jährliches Abtasten der Brüste und Achselhöhlen durch einen Gynäkologen.

Frauen ab 35 Jahren:

Alles 3 Jahre sollte ein Kombinationstest (HPV- und Pap-Test), sowie alle 2 Jahre ebenfalls ein Hautkrebsscreenings durchgeführt werden.

Frauen ab 50 Jahren:

Jährlicher Test auf okkultes (verstecktes) Blut im Stuhl und Durchführung einer Darmspiegelung.

Frauen von 50 bis 69 Jahren:

Alle 2 Jahre die Durchführung eines Mammografie-Screenings.

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