Krankschreibung 2023: Was sich jetzt für ALLE Angestellten ändert

Krankschreibung 2023: Was sich jetzt für ALLE Angestellten ändert

Krankmelden für mehr als drei Tage? Dafür braucht es eine offizielle Krankschreibung aus der Arztpraxis. Ab Januar 2023 ändert sich für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aber etwas an der üblichen Prozedur.

Frau liegt mit Erkältung im Bett
© iStock/svetikd
Wer länger als drei Tage krank ist, braucht eine Krankschreibung vom Arzt für den Arbeitgeber.

So laufen Krankschreibungen bisher

Zurzeit ist scheinbar jeder krank. Die Erkältungswelle ist noch nicht gebrochen, auch Corona greift wieder um sich. Wenn es Sie auch schon erwischt hat, kennen Sie das Prozedere sicherlich gut genug: Zum Hausarzt oder Hausärztin, Krankschreibung erhalten, nach Hause und auskurieren. Doch nicht so schnell! Die Krankschreibung, besser bekannt als Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, muss ja auch noch beim Arbeitgeber eingereicht werden. Also einen Umschlag vorbereiten und eine Kopie der Krankschreibung mit der Post an die Personalabteilung auf der Arbeit schicken.

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Dies ist zumindest seit dem 1. Oktober 2021 der gängige Weg, wie mit einer Krankschreibung verfahren wird. Davor mussten Krankgeschriebene sogar noch eine Kopie der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an ihre eigene Krankenkasse schicken. Glücklicherweise ist dieser Extraschritt seit letztem Jahr nicht mehr nötig, denn die Krankschreibung erreicht die Krankenkassen seitdem auf elektronischem Wege direkt aus der Arztpraxis.

Im Video: Diese Änderungen kommen auf Angestellte zu

Was sich ab 2023 ändert

Ab dem 1. Januar 2023 folgt nun für gesetzlich Versicherte eine weitere Neuerung, die das Krankmelden ein ganzes Stück bequemer macht. Denn im neuen Jahr müssen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihren Arbeitgebern die Krankschreibung nicht mehr in Papierform übermitteln. Dies übernehmen nun die Krankenkassen, die seit 2021 ja bereits die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von den Arztpraxen direkt erhielten. Arbeitgeber können sich jetzt bei Bedarf an die Krankenkassen ihrer krankgemeldeten Angestellten wenden und erhalten dann die Krankschreibung in elektronischer Form.

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Für die Angestellten entfällt dann endlich der nervige Papierkram und sie können sich voll und ganz aufs Gesundwerden konzentrieren. Was außerdem entfällt: Tonnenweise vermeidbarer Papiermüll, der in Form von Krankschreibungen in Zettelform in Personalakten ein sinnloses Dasein führt.

Die obligatorische Krankschreibung in Papierform erhalten Sie aber auch in Zukunft in der Praxis. Sie dient als Rückversicherung, falls der Arbeitgeber die Krankschreibung anzweifelt. Auch Privatärzte und Privatärztinnen oder Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen sind noch nicht sofort ab Januar 2023 an dem neuen papierlosen Meldeverfahren beteiligt.

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