Krank durch Sitzen: DAS passiert bei Bewegungsmangel

Krank durch Sitzen: DAS passiert bei Bewegungsmangel

Leider sitzen wir alle viel zu viel – und das schadet unserer Gesundheit ungemein und kann uns auf Dauer ernsthaft krank machen. Wir klären daher auf, welche Konsequenzen bei zu wenig Bewegung drohen. 

Sitzen ist das neue Rauchen – diesen Satz haben Sie mit Sicherheit schon öfters gehört oder gelesen. Und ja, hinter dieser Floskel steckt viel Wahrheit hinter. Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte sich eine erwachsene Person wöchentlich mindestens 150 Minuten moderat bewegen. Umgerechnet sind das etwa 2,5 Stunden. Alternativ gehen auch 75 Minuten Bewegung mit hoher Intensität.

Das kann ganz schön viel sein – vor allem, wenn wir gleichzeitig noch Job, Familie und Sozialleben unter einen Hut bekommen müssen. Hinzu kommt, dass unser Alltag zunehmend bewegungsunfreundlicher geworden ist: Morgens mit dem Auto oder der Bahn zur Arbeit, dort für acht Stunden am Schreibtisch sitzen und abends gehts dann zur Erholung auf die Couch.

Zu wenig Bewegung? Diese 3 Krankheiten können die Folge sein

Ein Bewegungsmangel kann auf Dauer richtig krank machen – und damit sind nicht nur muskuläre Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Verspannungen gemeint. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, welche Erkrankungen bei zu wenig Bewegung drohen können.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bewegung ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, um das Herz zu schützen und den Gefäßen etwas Gutes zu tun. Ein anhaltender Bewegungsmangel kann allerdings dazu führen, dass Ihr Herz zu wenig beansprucht wird und der Herzmuskel an Leistungsfähigkeit verliert. Das bedeutet, dass der Kreislauf heruntergefahren wird und sich die Durchblutung verschlechtert. Als Folge können koronare Herzerkrankungen wie Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte drohen.

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Arthrose

Damit Muskeln, Gelenke und Knorpel schön geschmeidig und funktionstüchtig bleiben, brauchen sie vor allem eins: Bewegung! Fehlt diese, werden zu wenig Nährstoffe und Flüssigkeit transportiert und der Knorpel baut sich ab, Muskeln werden unnachgiebiger und die Beweglichkeit der Gelenke nimmt ab. Zu wenig Bewegung kann daher Knie- und Hüftgelenksarthrosen begünstigen. Eine Arthrose äußert sich durch schmerzhafte Entzündungen und Schwellungen an den Gelenken.

Diabetes Typ 2

Regelmäßige Bewegung übt sich ebenfalls positiv auf Ihren Blutzuckerspiegel aus und lässt ihn senken. Heißt konkret, dass dank der Bewegung die Zellen mehr Zucker aus dem Blut aufnehmen können. Gleichzeitig wird die Insulinempfindlichkeit erhöht. Der Umkehrschluss bedeutet das also: Wer sich zu wenig bewegt, kann zu einer Insulinresistenz beitragen. Ebenfalls kann zu wenig Bewegung zu Übergewicht führen, was ebenfalls als einer der größten Risikofaktoren für Diabetes gilt.

Osteoporose

Infolge von zu wenig Bewegung können Sie auch an Osteoporose (Knochenschwund) erkranken, da die Beschaffenheit und die Stabilität Ihrer Knochen leiden. Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche können die Folge sein. Um den Knochenabbau daher bestmöglich zu bremsen, hilft vor allem regelmäßige Bewegung. Drei bis vier Einheiten à 30 bis 40 Minuten pro Woche sind ideal. 

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