Natürliche Migränetherapie Migräne: Diese alternativen Heilmethoden helfen

Migräne verursacht höllische Kopfschmerzen, behandelt sie effektiv und schnell. Was Ihr gegen Migräne tun könnt, erfahrt Ihr hier!

Migräne natürlich heilen

Plötzlich auftretende, heftige Kopfschmerzen sind für Euch nichts Neues? Von einem Arzt habt Ihr die Kopfschmerzen auch schon untersuchen lassen? Eure Diagnose: Migräne. Die Volkskrankheit ist nach Rückenschmerzen die zweithäufigste Krankheit in Deutschland, über die schätzungsweise zehn Millionen Betroffene klagen. In den meisten Fällen wird sie mit Medikamenten behandelt, doch es geht auch anders - mit natürlichen Heilmethoden. Welche das sind, wir verraten es Euch! 

Was ist Migräne?

Migräne tritt häufig zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf. Betroffen sind in diesem Alter dreimal mehr Frauen als Männer. Ein Blick auf die Zahlen offenbart, dass jede fünfte Frau in ihrem Leben an den Kopfschmerzen erkrankt. Bei den Patienten taucht Migräne meist im Kindes- oder Erwachsenenalter zum ersten Mal auf. Die Krankheit tritt plötzlich und meist sehr unerwartet in Erscheinung. Bei Bewegung werden die Schmerzen zusätzlich verstärkt. Die häufigste Art sind die Kopfschmerzen ohne Aura, sie treten in etwa 80 Prozent aller Fälle auf. Das es sich um keine einfachen Kopfschmerzen handelt, erkennt Ihr daran, dass zu den starken Schmerzen Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit und Appetitlosigkeit hinzukommen. Einige Erkrankte leiden zudem an Sehstörungen, der sogenannten Aura.

Finger-Yoga gegen Kopfschmerzen

Ursachen Migräne

Die Auslöser von Migräne variieren von Mensch zu Mensch. Ein besonders hohes Vorkommen der Krankheit wurde innerhalb einer Familie nachgewiesen, denn Migräne kann genetisch veranlagt sein.

Die genauen Ursachen der Migräne sind medizinisch noch nicht genau erforscht, Theorien für die Auslöser von Migräneattacken, auch Trigger genannt, gibt es hingegen viele. Folgende Faktoren können ausschlaggebend für Migräne sein:

  • Stress
  • Schlafmangel
  • Flüssigkeitsmangel
  • Koffeinentzug
  • hormonelle Schwankungen vor dem Einsetzen der Menstruation bei Frauen
  • unregelmäßige Mahlzeiten
  • Unterzuckerung durch Hunger
  • Wetterschwankungen
  • Ein Ungleichgewicht im Hirnstoffwechsel des Botenstoffs Serotonin betreffend: Der Stoff befindet sich zwischen bestimmten Nervenzellen und führt zu gefäßbedingten Entzündungsreaktionen an den Hirnhäuten.
  • Der Botenstoff CGRP (Calcitonin-Gene-Related-Peptide) ist eine Substanz, die für die Entstehung von Schmerzen verantwortlich ist. Berührungs- und Schmerzempfindungen von Gesicht und Stirn werden zum Gehirn weitergeleitet. Der Stoff CGRP löst Migräne aus, indem es die Blutgefäße erweitert und dadurch die Schmerzen leichter weitergeleitet werden.

Symptome Migräne

Je nach Art und Ausprägung der Migräne unterscheiden sich die Symptome. Die Anzeichen  können sehr unterschiedlich sein. Sie tauchen in bestimmten Migränephasen auf, die von unterschiedlicher Dauer sein können. Die folgenden Symptome können auftreten, dennoch müssen bei einer Erkrankung nicht alle Symptome zwingend auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Stimmungsschwankungen
  • Erschöpfung
  • Gereiztheit
  • Heißhunger
  • Müdigkeit
  • Licht- und Wärmeempfindlichkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Wahrnehmungsstörungen, z.B. Sehstörungen
  • Orientierungsstörungen
  • Lähmungserscheinungen
  • Gleichgewichtsstörungen

Natürliche Heilmethoden bei Migräne

Migräne ist auch ganz ohne pharmazeutische Hilfe in den Griff zu bekommen. Die Chinesische Medizin ist mit ihren natürlichen Heilmethoden aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken, auch bei der Behandlung von Migräne leistet sie wichtige Unterstützung. Das Ziel einer Migränetherapie sollte es sein, die Symptome zu lindern und die Häufigkeit der Kopfschmerzattacken zu reduzieren. Ärgert Euch nicht allzu lange mit den Schmerzen herum, je eher Ihr die hier aufgelisteten, natürlichen Methoden bei den Beschwerden anwendet, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kopfschmerzen Euch jeden Tag begleiten.

  • Eine geregelte Lebensweise und Ausdauersport, wie Joggen, Radeln und Walken helfen Euch, Migräne vorzubeugen.
  • Versucht es mit Entspannungsübungen. Die Übungen helfen Euch, Krankheiten vorzubeugen, da Ihr unnötigen Stress vermeidet.
  • Es muss nicht immer alles perfekt sein, auch wenn Ihr gerne alles perfekt machen möchtet, das führt nur zu Anspannungen und psychischen Stress, wodurch Migräne ebenfalls ausgelöst werden kann.
  • Zieht Euch in einen dunklen, ruhigen Raum zurück, um Euch ausreichend erholen zu können.
  • Schlaft viel, denn im Schlaf bekommt der Körper die Erholung, die er benötigt.
  • Wassertreten nach Pfarrer Kneipp hilft ebenfalls bei Migräne. Geht dafür in ein Becken mit Wasser und zieht bei jedem Schritt das Bein ganz weit hoch, das kurbelt den Kreislauf an.
  • Heilkräuter, wie Mutterkraut, Baldrian und Honigklee lindern die Schmerzen. Die Heilkräuter werden mit heißem Wasser übergossen und als Tee genossen.
  • Einen Waschlappen mit kaltem Wasser befeuchten und diesen als Kühlung auf die Stirn legen.
  • Verdünnt ätherische Öle wie Pfefferminz, Eukalyptus, Lavendel oder Melisse mit Wasser und tragt diese vorsichtig mit einem Wattepad auf Eure Schläfen auf.
  • Durch Akupunktur können die Schwere und die Häufigkeit der Migräneanfälle gesenkt werden.
  • Homöopathie: Nehmt stündlich fünf Globuli Belladonna D6, die helfen bei plötzlich auftretenden, hämmernden Kopfschmerzen. Nux vomica D6 empfiehlt sich bei Spannungskopfschmerz mit Übelkeit - eine stündliche Einnahme von ebenfalls fünf Globuli sollte helfen. Dreimal täglich fünf Globuli von Haplopappus D3 wirken bei Migräne mit Flimmern vor den Augen.
  • Ohr-Akupressur hilft ebenfalls. Nehmt dazu das linke oder rechte Ohrläppchen zwischen Daumen und Zeigefinger und drückt kräftig für ca. zwei Minuten.
  • Schüssler-Salz-Therapie: Hierbei handelt es sich um stark verdünnte Mineralsalze. Die sogenannte "Heiße Sieben" hilft bei akuten Schmerzen. Nehmt dazu zehn Tabletten von Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum, aus der Apotheke. Die Tabletten löst Ihr in einem Glas heißem Wasser auf, trinkt in kleinen Schlucken.

Autor: Mareike Schumacher