Kopfschmerzattacke verhindern Magnet-Therapie stoppt Migräne

Forscher sind sich sicher: Wenn es um Migräne geht, ist die transkranielle Magnetstimulation (TMS) eine gute Alternative zu Tabletten. Aber kann die Magnet-Therapie wirklich Migräne stoppen und Kopfschmerzattacken verhindern? Wir verraten Ihnen alles über die wichtige Behandlungsoption.

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Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist ein effektives und innovatives Behandlungsverfahren, das wechselnde Magnetfelder zur Stimulation von Nervenzellen im Gehirn einsetzt. So sollen Verbesserungen der Beschwerden bei zum Beispiel Depressionen, Ängsten, Zwängen und Schmerzen herbeigeführt werden. Auch gegen Migräne soll die transkranielle Magnetstimulation wirken.

So wirkt die Magnetfeldtherapie

Die Magnetfeldtherapie ist ein naturheilkundliches Therapieverfahren und beruht auf der Annahme, dass sich die Zellen des Körpers durch elektromagnetische Impulse beeinflussen lassen. So kann sich die Funktion kranker und inaktiver Zellen normalisieren. Heilungsprozesse werden ebenfalls unterstützt. Die Magnetfeldtherapie soll zur Hemmung von Entzündungen, Stärkung des Immunsystems, Schmerzlinderung und allgemeinen Vitalisierung beitragen. Außerdem gilt sie als durchblutungsfördernd und stoffwechselanregend.

So läuft eine Magnetfeldtherapie ab

Es wird in zwei Arten der Magnetfeldtherapie unterschieden:

Pulsierende Magnetfeldtherapie

Für die pulsierende Magnetfeldtherapie wird der erkrankte Körperteil meist in eine Röhre geführt, in der dann das Magnetfeld erzeugt wird. Möglich ist auch, dass der Therapeut eine Spule an das zu behandelnde Körperteil legt. Die pulsierenden Magnetfelder versetzen die Körperzellen in Schwingung. So wird die Sauerstoffaufnahme verbessert und der Energiestoffwechsel erhöht.

Statische Magnetfeldtherapie

Bei der statischen Magnetfeldtherapie werden Magneten direkt auf die betroffenen Körperstellen aufgelegt. Anders als pulsierende Magnetfelder beeinflussen sie die ruhenden Ladungen nicht. Meist kommen Dauermagnete zum Einsatz, die über längere Zeit am Körper verbleiben.

Magnet-Therapie bei Migräne

Es ist 32,5 Zentimeter lang und wiegt 1,5 Kilo. Innen summt eine Spule, die ein schnell wechselndes Magnetfeld erzeugt. Halten sich Patienten dieses Gerät beim ersten Anzeichen einer Migräne, der sogenannten Aura, etwa eine halbe Minute an den Hinterkopf, können sie die Kopfschmerzattacke verhindern. Bis zu 48 Stunden hält die Wirkung der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) an. Das fanden US-Neurologen heraus. Studienleiter Dr. Richard B. Lipton ist sicher: „Die TMS könnte insbesondere für Patienten, die ungern Medikamente nehmen, eine wichtige Behandlungsoption werden.“

TMS – Risiken und Nebenwirkungen

Ganz wichtig: Eine Magnet-Therapie sollte nur nach einem gründlichen gesundheitlichen Check durchgeführt werden. Die Magnetfeldtherapie ist aber generell für die meisten Menschen geeignet. Schwangere, Kinder und Patienten mit elektronischen Implantaten sollten jedoch auf die Behandlung verzichten. Gleiches gilt für Personen mit Medikamentenpflastern und Patienten nach Organtransplantationen. Ältere Menschen reagieren zudem meist langsamer auf die Therapie als jüngere.

Nebenwirkungen sind bei den verschiedenen Formen der Magnetfeldtherapie bisher nicht bekannt. Sie ist zudem schmerzlos. Mit Erstverschlimmerungen muss allerdings gerechnet werden.

Übrigens: Vor und nach der Behandlung sollten Sie ein Glas Wasser trinken. Durch die Magnetfeldtherapie entstehen Abfallprodukte, die über die Nieren ausgeschieden werden. Das Trinken unterstützt den Prozess.

Magnet-Therapie: Pro und Contra

Pro

  • Der Therapie werden viele positive Wirkungen nachgesagt
  • Es entstehen keine Nebenwirkungen

Contra

  • Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht
  • Nicht jeder Mensch spricht gleichermaßen auf die Therapie an
 

Datum: 26.05.2020