Forschung Auslöser für Kopfschmerzen

Verschiedene äußere Einflüsse können dazu führen, dass wir immer wieder unter Kopfschmerzen leiden. Erfahrt hier die Ursachen und Symptome!

kopfschmerzen

Was sind Kopfschmerzen?

Der Kopfschmerz ist eine Schmerzempfindung im Bereich des Kopfes. Sie beruht auf einer Reizung oder Entzündung von schmerzempfindlichen Bereichen, wie Schädeldecke, Hirnhäute oder Blutgefäße im Gehirn. Die 50 Prozent aller Deutschen leiden regelmäßig an der Erkrankung, denn der Kopfschmerz ist nach den Rückenschmerzen die zweithäufigste Art der Schmerzen. Sowohl Erwachsene als auch Kinder zählen zu den Betroffenen. Die Behandlung von leichten Erkrankungen ist einfach. Hier können schon eine Therapie mit Hausmitteln oder Schmerzmitteln helfen. Migräne und das Auftreten von schweren chronischen Kopfschmerzen können oft, trotz Medikamenten, zur Qual und Belastung bei Patienten werden. Diese primären Kopfschmerzen (die Schmerzen selbst sind die Erkrankung) erfordern eine spezielle Behandlung. Kopfschmerzen können ein Warnsignal für andere Erkrankungen sein. Sollten die Schmerzen Eure Gesundheit ständig belasten, solltet Ihr sofort einen Arzt aufsuchen und Euch in Behandlung begeben.

Ein Arzt unterscheidet zwischen 250 Arten von Kopfschmerzen. Die häufigsten Formen sind Spannungskopfschmerzen, gefolgt von Migräne. Migräne tritt anfallsartig, meist einseitig und viel intensiver auf als Spannungskopfschmerzen. Bewegung verstärkt die starken Schmerzen. Meist wird die Krankheit von den Symptomen Übelkeit und Erbrechen begleitet. Eine Behandlung beim Arzt durch Medikamente ist möglich. Dennoch nehmen viele Betroffene die Beschwerden einfach hin. Belastung durch Stress, stundenlange Arbeit am Bildschirm, ein prämenstruelles Syndrom vor der Regel: Solche Faktoren sind als Auslöser bekannt, aber leider kaum zu vermeiden. Andere Ursachen für Spannungskopfschmerzen und Migräne wären viel leichter auszuschalten, bleiben aber oft unbeachtet. Hier die häufigsten dieser unterschätzten und oft unbekannten „Trigger“. Wir stellen Euch in unserer Liste mögliche Symptome und Behandlungen vor.

Ursachen und Symptome für Kopfschmerzen:

Duftstoffe: Intensive Gerüche verursachen häufig Migräne oder können diese sogar verstärken. Eine US-Studie mit 1207 Patienten im Kopfschmerz-Zentrum von Atlanta ergab: In 44 Prozent der Fälle lösen Parfüms oder Aromen bei Menschen schnell starke Kopfschmerzen und in manchen Fällen sogar Übelkeit aus. Duftstoffe sind aber überall – zum Beispiel in Waschmitteln oder Kosmetika. Was tun? Meidet Parfüms, stark duftende Reiniger, Seifen, Raumerfrischer. Bittet Kollegen, auf kritische Düfte zu verzichten und für Frischluft zu sorgen.

Speiseeis: Der „Eiscreme-Kopfschmerz“ ist weit verbreitet – jeder dritte Konsument spürt Sekunden nach dem ersten Schlecken ein Stechen im Kopf. Diagnose: Eine Theorie besagt, dass sich durch den Kältereiz die Blutgefäße im Gehirn verengen und so den Schmerz verursacht. Tipp: Eis langsam essen, so wenig wie möglich gegen den Gaumen drücken.

Blutzucker: Fasten und Diäten sind für Menschen, die unter chronischen Kopfschmerzen leiden ungeeignet. Denn Hunger lässt den Blutzuckerspiegel sinken, und diese Schwankungen können „Zucker-Kopfweh“ auslösen. Tipp: Regelmäßig kleine Portionen essen – am besten Vollwertkost, kein Weißmehl. Diese Lebensmittel haben eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

Haarspangen: Frauen sollten beim Stylen ihrer Frisuren aufpassen! Denn das Bindegewebe am Kopf ist von Schmerzfasern durchzogen. Wird das Haar zu straff gebunden, reizt das die Muskeln und es entstehen schneller Kopfschmerzen. Ähnlich wirken enge Hüte, Stirnbänder und schwere Ohrringe. Was tun? Verzichtet auf eng sitzende Kopfbedeckungen und straffe Frisuren, besonders bei dicken schweren Haaren.

Magnesium: Magnesiummangel beeinflusst den Stoffwechsel im Gehirn ungünstig und fördert Migräne. Achtet also auf magnesiumreiche Nahrungsmittel: Viel Spinat, Nüsse und Vollkornprodukte essen. Nehmt eventuell Magnesium-Präparate (300 mg pro Tag) ein.

Zahnschäden: Schiefe oder kranke Zähne bzw. eine Verkrampfung der Kiefer im Schlaf können nicht selten einen Spannungskopfschmerz auslösen. Was tun? Ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde kann mit einer Beißschiene gegen Zähneknirschen, einer Spange oder mit Zahnersatz helfen.

Flüssigkeitsmangel: Wenn man zu wenig trinkt, wird das Blut dick, die Sauerstoffversorgung sinkt, der Kopf brummt. Trinkt zwei bis drei Liter am Tag. Aber möglichst selten Kaffee und Schwarztee, weil deren Koffein auch zum Spannungskopfschmerz führen kann.

Wetterwechsel: Viele Patienten haben mit Wetterfühligkeit zu kämpfen. Der Körper reagiert auf den Wetterumschwung und Kopfweh kann die Folge sein. Vor allem wiederkehrenden Kopfschmerzen können mit der Wetterfühligkeit in Zusammenhang stehen. Betroffene sollten beim Arzt oder in der Apotheke auf Medikamente zurückgreifen. Auch homöopathische Mittel können den Schmerz lindern.

Alkohol: Der Kopfschmerz nach dem Konsum von Alkohol ist normal. Diese primären Kopfschmerzen lassen sich am besten durch Verzicht umgehen. Wer nicht auf Alkohol verzichten möchte, der sollte beim Konsumieren auf seinen Wasserhaushalt und ausreichend Schlaf achten.

Koffein: Ist Koffein eine Ursache oder hilft es gegen den Kopfschmerz? Beides kann der Fall sein! Koffein kann bei Spannungskopfschmerzen und Migräne zur Behandlung eingesetzt werden. Grund: Es erweitert im Gehirn verengte Blutgefäße. Im Körper von Kindern und Jugendlichen kann zu viel Koffein (zum Beispiel in Cola) aber erst zu der Krankheit führen. Generell solltet Ihr Euren Kaffeekonsum möglichst einschränken. 

Stress und Schlafmangel: Stress und Schlafmangel gehören zu den häufigsten Ursachen für starke Kopfschmerzen. Tipp: Versucht Eure Nerven mit Meditation und Ruhe zu beruhigen. 

Kopfschmerz bei Kindern

Die Ursachen und Symptome der Schmerzen können bei Kindern vielfältig sein. Äußere Auslöser für Kopfweh bei den Kleinen können Lärm, schlechte Luft, Stress, grelles Licht oder Hitze sein. Auch Schlafmangel, körperlicher Überanstrengung und eine falsche Körperhaltung lösen bei den betroffenen Kindern die Schmerzen aus.  Grund für die Schmerzen können auch Unverträglichkeiten bestimmter Lebensmittel oder einzelner Inhaltsstoffe sein. Folgen sind häufig Erbrechen, Sprachstörungen und Unwohlsein.

Das kann helfen: Gönnt Euren Kindern viel Ruhe und Schlaf. Der Schmerz kann durch eine leichte Massage der Schläfe oder mit einem kühlen Tuch auf der Stirn gelindert werden. Sollten die Schmerzen regelmäßig auftreten, oder nicht mehr abklingen, solltet Ihr einen Arzt aufsuchen.

Oft sind die Schmerzen schon keine Kopfschmerzen mehr, sondern man spricht von Migräne. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Migräne und was man gegen den immer wiederkehrenden Schmerz tun kann.