14. Januar 2014
Körpersignale richtig deuten

Körpersignale richtig deuten

Es zuckt, es zwickt, es piept: Manchmal stellen wir an uns seltsame Symptome fest. Die meisten sind harmlos, aber manchen sollten wir nachgehen.

Frau sitzt auf dem Boden
© Thinktock
Frau sitzt auf dem Boden

Knackende Knie

Beim Aufstehen oder Treppensteigen treten die unangenehmen Geräusche am häufigsten auf. Schuld sind Kohlendioxidbläschen: Sie lösen sich aus der Schmierschicht, wenn das Gelenk auseinandergezogen wird. Passiert das schmerzfrei, ist das Knacken ungefährlich. Allerdings könnte es darauf hinweisen, dass die Gelenke schon leicht abgenutzt sind. Sobald Schmerzen auftreten, gehen Sie bitte zu einem Orthopäden.

Zwicken in der Wade

Es entsteht, wenn Nervenästchen im Muskel spontan Impulse abfeuern. Auslösen kann das ein Magnesiummangel. Beste Gegenmaßnahme im Akutfall: dehnen. Langfristig hilft es,
magnesiumreiches Mineralwasser zu trinken, oft Bananen und Vollkornprodukte zu essen. Tritt das Phänomen häufig auf, den Hausarzt ansprechen.

Taubheitsgefühle in Fingern und Zehen

Haben Arm oder Bein falsch gelegen, gelangt zu wenig Blut hinein. Deshalb entsteht eine Sensibilitätsstörung. Meistens genügt eine kurze Massage, um wieder Gefühl in die Extremitäten zu bringen. Falls der Erfolg aber nur einen Moment anhält, kommt ein Wirbelsäulenproblem oder sogar ein Bandscheibenvorfall als Ursache infrage. Dann schnell einen Arzt aufsuchen!

Herzrasen

Beim Sport oder bei großer Aufregung fängt das Herz gern an, sehr viel schneller zu schlagen. Das ist normal und oft erwünscht. Doch wenn dieses Symptom plötzlich und grundlos auftritt, kann eine ernste Erkrankung dahinterstecken. Die häufigste Ursache: Vorhofflimmern. Dieses Herzleiden erhöht das Schlaganfallrisiko und muss behandelt werden.

Frosch im Hals

Sogar Nachrichtensprecher haben manchmal mit ihm zu kämpfen. Schuld ist meist hartnäckiger Schleim, der sich im Kehlkopf festsetzt. Oft reicht es, einen Schluck Wasser zu trinken. Am besten mit Kohlensäure versetzt, wie eine
britische Studie gezeigt hat. Ein Arztbesuch wird erst nötig, wenn zusätzlich Fieber auftritt.

Kribbelnde Beine

Das Symptom tritt typischerweise nachts auf. Zwei Ursachen kommen infrage: entweder ein natürlicher Bewegungs- zwang der Beine, der schnell wieder nach- lässt und völlig ungefährlich ist; oder es handelt sich um das bei Frauen weitverbreitete Restless-Legs-Syndrom. Darüber sollten Sie mit einem Arzt sprechen. Warum die Beine keine Ruhe geben, weiß zwar niemand, aber Medikamente helfen.

Mundgeruch

Die Zähne sind geputzt, trotzdem bleibt ein übler Geruch oder auch Geschmack? Halitosis, so der Fachbegriff, geht mit einigen nicht bedrohlichen Krankheiten einher: Zahnfleischproblemen, einer Mandelentzündung oder chronischem Sodbrennen. Ein Arzt klärt die Ursache, behandelt Sie und beseitigt so den Mundgeruch meist schnell.

Starker Durst

Bei großer Hitze oder größerer körperlicher Anstrengung spürt ihn jeder – und nach dem Trinken ist der Fall erledigt. Wer aber ständig. und obwohl er sich mit reichlich Flüssigkeit versorgt, das Gefühl hat, viel trinken zu müssen, sollte ärztlichen Rat einholen. Möglicherweise liegt eine Form von Diabetes vor, die behandelt werden muss.
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