Tipps gegen den juckenden Ausschlag Windpocken — Symptome und Behandlung

Windpocken ist eine der typischen Kinderkrankheiten schlechthin. Stark juckende, rote Pusteln am Körper zeigen deutliche Signale des Varizella-Zoster-Virus.

Tipps bei Windpocken

Die meisten von Ihnen haben wahrscheinlich die Infektionskrankheit schon als Kind erlebt - die Rede ist von Windpocken. Hinter der hochansteckenden Infektion verbirgt sich der Varizella-Zoster-Virus, der unserem Körper ganz schön zusetzt. Der Erreger wird beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen, durch eine Tröpfcheninfektion.

Symptome und Anzeichen 

Bis die Symptome von Windpocken auftauchen, kann es bis zu drei Wochen dauern. Bereits einige Tage vor Ausbruch des Ausschlages bis zum Abfallen der Kruste (meist nach sieben bis zehn Tagen) ist die Infektion ansteckend. Typische Krankheitsbilder der Krankheit sind, neben anfänglich leichtem Fieber und Kopfschmerzen, vor allem Hautausschlag mit roten Flecken, die sich später zu Bläschen mit Flüssigkeit entwickeln und schließlich Krusten. Die Influenza breitet sich nach und nach über den ganzen Körper aus, nicht einmal behaarte Körperstellen sind vor den Pusteln sicher. Das Schlimme an dem Ausschlag ist, dass er nicht nur ansteckend ist, sondern dass er sehr stark juckt.

Wenn Sie schon einmal von Windpocken betroffen waren, sollten Sie in der Regel lebenslang immun dagegen sein. In sehr seltenen Fällen bleibt der Virus für einige Jahre im Körper und ruft eine Gürtelrose hervor, die sich durch denselben Hautausschlag wie bei Windpocken erkennbar macht. 

Diagnose und Behandlung von Windpocken

Bei Auftreten der Symptome sollten Sie definitiv einen Arzt aufsuchen und diesen bereits vorher telefonisch über Ihre Krankheit informieren, damit eine Ansteckung anderer vermieden werden kann. Sollte hohes Fieber nachgewiesen werden, bekommen Sie Fieberzäpfchen vom Arzt verschrieben, gegen den starken Juckreiz werden meist bestimmte Tropfen verordnet. Wenn Sie schon einige Bläschen aufgekratzt haben sollten, muss eine antibiotische Salbe aufgetragen werden. 

Denken Sie jedoch am besten an die Vorsorge. Kinder können ab einem Alter von einem Jahr gegen Windpocken geimpft werden, meist ist dies eine Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres ist dann der zweite Infektionsschutz fällig.

In Amerika gibt es sogenannte "Pockenpartys", bei der gesunde Kinder mit Kindern, die an Windpocken erkrankt sind, aufeinandertreffen, damit die Gesunden ebenfalls an dem Infekt erkranken und eine Immunität dagegen erzielen.

Windpocken - Worauf Sie achten müssen

Versuchen Sie in erster Linie Ihr Kind vom Juckreiz abzulenken - spielen Sie viel zusammen, lesen Sie vor, machen Sie zu Hause gemeinsame Tätigkeiten. Um zu verhindern, dass Ihr erkranktes Kind die Bläschen aufkratzt, schneiden Sie die Fingernägel Ihres Kindes kurz, denn durch das Aufkratzen kann es zu einer bakteriellen Hautinfektion und Hauteiterung kommen. Ganz selten kann es ebenfalls zu einer Gehirnhautentzündung kommen, bei der Kopfschmerzen, starkes Fieber, Erbrechen und ein steifer Nacken zum Vorschein kommen. 

Meiden Sie den Kontakt mit der Sonne, solange sich die roten Flecke auf der Haut zeigen, die Sonneneinstrahlung führt an den betroffenen Stellen zu hässlichen, braunen Flecken. Gehen Sie Schwangeren aus dem Weg, denn der Virus ist gefährlich für das Ungeborene. Sollte sich Ihr Baby angesteckt haben, ziehen Sie Socken über die Hände, um ein Kratzen zu vermeiden. Auch Baden und Wadenwickel sind in der Zeit nur erlaubt, wenn sich schon Krusten gebildet haben, da sich die Bläschen sonst zu leicht infizieren. Ihr Kind benötigt in der Zeit weiche Unterwäsche, damit keine Reibung an den Pusteln entsteht. Handelt es sich um ein Neugeborenes, sollten die Windeln besonders oft gewechselt werden oder ganz wegbleiben, da sich der Virus dort besonders gern aufhält.

Ist die Mundschleimhaut ebenfalls von den roten Punkten betroffen, hilft eine schmerzlindernde und zugleich desinfizierende Mundspülung aus der Apotheke.

Das am besten bewährte Mittel gegen den Juckreiz ist das regelmäßige Betupfen der betroffenen Stellen. Als Tipp: Besonders gut hilft das rezeptfreie Arzneimittel Lotio alba aus der Apotheke.

Autor: Mareike Schumacher

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