Läuse Läuse bei Babys

Au weia, da krabbelt doch was! Läuse machen auch vor den ganz Kleinen nicht Halt. Aber wo kommen die eigentlich her und wie kann ich meinen Säugling vor Läusen schützen? Wir haben für Sie alles zusammengetragen, was Sie zu Läusen bei Babys wissen müssen.

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Wo kommen Läuse bei Babys her?

Das probeweise Kämmen mit dem Läusekamm beweist es: eindeutig Läuse. Bei Babys gibt es mehrere Wege, wie sie auf den Kopf kommen.

Läuse sind zwar Weltmeister im Festklammern, besonders gut zu Fuß sind sie aber nicht. Außerdem können sie weder springen noch fliegen. Sie sind also auf einen direkten Kontakt von altem zu neuem Wirten angewiesen.

Der alte Wirt sind in der Regel andere Kinder. Ein typischer Übertragungsweg ist beispielsweise das Kuscheln mit Geschwistern, seltener auch mit Eltern oder Krippenpersonal. Kinder, die in die Krippe gehen, können die Parasiten natürlich auch beim engen Spielen miteinander auflesen. Die Übertragung in Kuschelecken oder mit gemeinsam genutzten Mützen, Schals und Ähnlichem in der Einrichtung ist zwar möglich, aber eher selten.
 
Läuse können außerdem bei Babys auftreten, die in Krabbelgruppen gehen. Auch hier stecken die Kleinsten schon fleißig die Köpfe zusammen, sodass sich die Parasiten nur noch an ein neues Haar klammern müssen, um den Wirt zu wechseln.

Übrigens: Auch wenn die ganz Kleinen ihren Kopf gern mal nah ans Haustier legen, hier können sie sich nicht mit Läusen anstecken. Tierläuse gehen nicht auf den Menschen über.

Läuse bei Babys erkennen

Nicht immer, aber zumindest in der Mehrheit der Fälle verursachen Läuse durch ihren Speichel beim Saugen des Menschenblutes einen Juckreiz auf der Kopfhaut. Säuglinge können sich zwar noch nicht äußern, wenn es auf dem Kopf juckt. Aber sie können es zeigen. Läuse können Sie bei Babys also durch den von ihnen verursachten Juckreiz erkennen. Die Kleinen sind unruhig und versuchen, sich auf dem Kopf zu kratzen. Wenn Sie das beobachten oder es in Ihrem Umfeld einen Lausbefall gab, sollten Sie einen genaueren Blick riskieren.

Besonders häufig finden Sie Läuse bei Babys im Nacken, hinter den Ohren und an den Schläfen, da sie dort das optimale Klima vorfinden. Da zeigen sich in der Regel auch die ersten Nissen, die schillernd im Haar erkennbar sind. Außerdem lassen sich die Plagegeister auskämmen. Nach dem Kämmen können Sie sie im Läusekamm recht einfach ausmachen.

Läuse bei Babys behandeln

Der Läusekamm ist auch Teil der Behandlung von Läusen bei Babys. Das feine Babyhaar lässt sich mit den engstehenden Zinken gut kämmen und erfasst die Parasiten. So können Sie den Lausbefall schon deutlich reduzieren. Für einen möglichst guten Effekt sollten Sie das Haar anfeuchten und dann kämmen.

Neben dem Kämmen gibt es auch eine Reihe verschiedener Läusemittel, die auf einem chemischen oder physikalischen Wirkprinzip fußen. Chemische Mittel enthalten in der Regel Pyrethroide. Diese künstlichen Abkömmlinge eines natürlichen Stoffes aus der Chrysantheme lähmen die Parasiten und lassen sie so absterben. Nachteil dieser Mittel: Sie sind für Babys oft nicht geeignet und es gibt inzwischen Läuse, die resistent gegen die Wirkstoffe sind.

Haben Sie Läuse bei Ihrem Baby festgestellt, sind also die physikalischen Mittel die bessere Lösung. Sie enthalten Dimeticone, spezielle Silikone, die die Atmung der Parasiten behindern und sie so abtöten.
Da Läuse nur etwa zwei bis drei Tage in der Umgebung überleben, ist ein Großputz oder langes Einfrieren von Lieblingskuscheltieren unnötig. Es genügt schon, Kissen, Bezüge, Kuscheltiere, Mützen und andere Gegenstände mit sehr engem Kopfkontakt für diese Zeit außerhalb der Reichweite zu lagern.

Kopfläusen bei Babys vorbeugen

Da Babys meist noch ein sehr dünnes Haar haben, sind sie ohnehin eher selten Opfer der Krabbeltiere. Sie können Ihren Säugling außerdem vor Läusen schützen, indem Sie einen zu engen Kopfkontakt zu anderen Kindern vermeiden. So können die Parasiten nicht weiterwandern.

Eine regelmäßige Kontrolle auf Läuse – vor allem bei größeren Geschwistern – hilft ebenfalls, Kopfläusen bei Babys vorzubeugen. So senken Sie das Risiko, dass die älteren Kinder Läuse aus Kita oder Schule an die Kleinsten weiterreichen.

Da Sie Babys noch keine Vorsichtsmaßnahmen gegen die Parasiten erklären können, enden Ihre Vorbeugungsmöglichkeiten hier auch schon.

Datum: 21.09.2020