Immer am Handy? So gefährlich ist ständige Erreichbarkeit

Immer am Handy? So gefährlich ist ständige Erreichbarkeit

Das Smartphone ist unser täglicher Begleiter – doch für unsere Gesundheit ist es alles andere als förderlich, wenn wir immer am Handy sind. Wir erklären, wie gefährlich die ständige Erreichbarkeit ist. 

Egal, ob das Lesen von Nachrichten oder das Scrollen durch den Instagram-Feed – für viele Menschen beginnt der Tag bereits mit dem Griff zum Handy. Ein Alltag ohne? Kaum vorstellbar! Weltweit steigt die Smartphone-Nutzung stetig an, in Deutschland verbringen die Menschen durchschnittlich ganze 3,4 Stunden täglich mit verschiedenen Apps wie Instagram, WhatsApp und Co. Die digitale Gesellschaft bietet einige Vorteile, allerdings auch viele Nachteile. Denn auch nach Feierabend kleben wir oft am Bildschirm und finden Ablenkung in den Tiefen des Internets. Das führt dazu, dass wir einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt sind.

Im digitalen Zeitalter ist es auch keine Seltenheit, dass wir auch mal am Wochenende die Arbeitsmails checken – Smartphone sei Dank – oder am Abend von verschiedenen Freunden und Bekannten beim Messenger des Vertrauens mit Nachrichten bombardiert werden, auf die wir dann sofort reagieren sollen. Genau diese ständige Erreichbarkeit ist nicht nur lästig, sondern kann auch zur Gefahr für unsere Gesundheit werden. 

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Immer am Handy? So gefährlich ist ständige Erreichbarkeit

Wir wollen nichts verpassen, sind ständig online, immer erreichbar – egal, ob für den Chef oder für Familie und Freunde. Dabei legen verschiedene Studien nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen der ständigen Smartphone-Nutzung und dem Entstehen von psychischen Krankheiten gibt. Zu den häufigen Auswirkungen eines hohen Medienkonsums auf die Psyche zählen etwa Schlafstörungen, Unwohlsein, Nervosität oder depressive Verstimmungen. 

Besonders, wenn wir nach Feierabend für unseren Arbeitgeber erreichbar sind, kommen wir nie richtig zur Ruhe. Und das kommt immer häufiger vor: Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben drei von vier der berufstätigen Befragten geben an, auch am Wochenende und nach Feierabend Dienstmails und -anrufe entgegenzunehmen. Laut einer Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) gefährdet ständige Erreichbarkeit unsere Gesundheit, da sie unseren Körper in einen dauerhaften Alarmzustand versetzt. Wenn wir ständig auf Nachrichten und Anrufe warten, ist dies eine permanente Belastung für unseren Körper – sowohl physisch als auch psychisch. Dieser Dauerstress begünstigt das Entstehen von Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Burnout und schwächt unser Immunsystem, was uns anfälliger für Infekte macht. 

Entgegenwirken können wir mit dem sogenannten Digital Detox (engl. digitale Entgiftung) – also dem bewussten Verzicht auf Smartphone, Social Media und Co. für einen bestimmten Zeitraum. Das bedeutet nicht, dass Sie vollständig auf Ihr Handy verzichten müssen, aber nehmen Sie sich beispielsweise jeden Abend ab 19 Uhr Zeit für sich, in der Sie Ihr Handy stumm schalten und bewusst ignorieren. 

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