21. September 2021
Herzrhythmusstörungen: Das sind mögliche Ursachen

Herzrhythmusstörungen: Das sind mögliche Ursachen

Nicht immer schlägt unser Herz im Takt. Herzrhythmusstörungen können harmlos, aber auch lebensgefährlich sein. Erfahren Sie, welche Ursachen Herzrhythmusstörungen auslösen können.

Was sind Herzrhythmusstörungen?

Unser Herzschlag begleitet uns unser gesamtes Leben lang. Täglich schlägt unser Herz etwa 100.000 Mal, minütlich etwa 60 bis 80 Mal. Unseren Herzschlag bemerken wir eigentlich nur dann, wenn unser Puls steigt. Zum Beispiel, wenn wir aufgeregt sind oder uns körperlich anstrengen.
Wenn die Abfolge unseres Herzschlags unregelmäßig ist, nehmen wir das als „Herzstolpern“, Herzrasen oder als Pausen der Herzschlagfolge wahr. Solche Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) sind weit verbreitet. Laut der Deutschen Herzstiftung werden jährlich etwa 400.000 Menschen wegen Herzrhythmusstörungen im Krankenhaus behandelt. Neben dem unregelmäßigen Herzschlag können noch weitere Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Unruhe, Ohnmacht, Krampfanfälle, Schweißausbrüche, Brustschmerzen sowie Brustenge auftreten.

Herzrhythmusstörungen können harmlos sein, aber auch lebensgefährlich werden. Schlimmstenfalls kann es zum plötzlichen Herztod kommen. Aus diesem Grund sollten Sie Herzrhythmusstörungen ernst nehmen und immer von einem Arzt abklären lassen.

Ursachen für Herzrhythmusstörungen

Es gibt verschiedene Ursachen, die Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Dazu gehören:

  • Psychische Gründe wie Angst, Aufregung, Nervosität
  • Übermäßiger Konsum von Koffein
  • Alkohol und Drogen, welche das zentrale Nervensystem stimulieren und das Herz anregen, schneller zu schlagen.
  • Medikamente wie Psychopharmaka
  • Organische Ursachen wie ein Herzinfarkt, Herzklappenfehler oder Krankheiten wie Herzmuskelerkrankungen oder -entzündungen
  • Mangel an Mineralstoffen wie Kalium oder Magnesium. Häufig nach einer längeren Sporteinheit, Alkoholgenuss, Nierenfunktionsstörungen oder der Einnahme von Medikamenten.
  • Bluthochdruck, der für eine höhere Druckbelastung des Herzens sorgt und Vorhofflimmern auslöst.
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Genetische Gründe
  • Herzinfarkt
  • Angeborener Herzfehler wie ein Herzklappenfehler

Mithilfe eines Elektrokardiogramms (EKG) kann die richtige Diagnose von Herzrhythmusstörungen gestellt werden. Das EKG misst die Herzströme über Messpunkte auf dem Brustkorb, den Armen oder Beinen. Treten die Herzrhythmusstörungen nur sporadisch auf, kann ein Langzeit-EKG ratsam sein, das die Herzströme über 24 Stunden bis zu sieben Tage aufzeichnet.

Formen von Herzrhythmusstörungen

Grundsätzlich werden Rhythmusstörung nach Entstehungsort und/oder nach Frequenz der Herzrhythmusstörung eingeteilt. Zu Herzrhythmusstörungen zählen ein zu langsamer Herzschlag (bradykarde Herzrhythmusstörungen), ein zu schneller Herzschlag (tachykarde Herzrhythmusstörungen), eine von der Herzkammer ausgehende Störung (ventrikuläre Herzrhythmusstörungen) oder eine oberhalb der Kammern ausgehende Störung (supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen).

Die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen ist das Vorhofflimmern. Ausgelöst durch permanente, schnelle und unregelmäßige Extraschläge im Herzvorhof kann das Blut nicht in die Herzkammer gepumpt werden. Die Folge: Der verlangsamte Blutfluss führt bei Betroffenen zur Ausbildung von Blutgerinnseln, die über die Gefäße ins Gehirn transportiert werden. Des Weiteren kann eine Herzrhythmusstörung aus der Herzkammer entspringen, welche meistens als Herzstolpern wahrgenommen werden.

Video: Mit einfachen Schritten die Herzgesundheit verbessern

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