Herzrhythmusstörungen: 4 Anzeichen

Herzrhythmusstörungen: 4 Anzeichen von Herzstolpern

Herzrhythmusstörungen sind hierzulande ein weit verbreitetes Leiden. Erfahren Sie, welche Anzeichen auf eine Herzrhythmusstörung hinweisen können und was diese genauer über die Arrhythmie aussagt. 

Unser Herz leistet jeden Tag Höchstleistung, schlägt pro Minute etwa 60 bis 80 Mal und auf den gesamten Tag gerechnet etwa 100.000 Mal. Viel bekommen wir davon nicht mit – es sei denn, unser Puls erhöht sich, wenn wir nervös sind oder uns körperlich anstrengen.

Von Herzrhythmusstörungen ist die Rede, wenn unser Herz außer Takt gerät und entweder zu schnell oder zu langsam schlägt. Solche Herzrhythmusstörungen – auch Arrhythmie genannt – können harmlos sein, aber auch lebensbedrohlich werden. Laut der Deutschen Herzstiftung sind Herzrhythmusstörungen weit verbreitet. Jährlich werden hierzulande etwa 400.000 Menschen im Krankenhaus behandelt. In den meisten Fällen liegt eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zugrunde. So können als Ursachen von Herzrhythmusstörungen Bluthochdruck oder eine Herzinsuffizienz infrage kommen. 

4 Anzeichen von Herzrhythmusstörungen

Die Symptome von Herzrhythmusstörungen richten sich danach, ob das Herz zu langsam oder zu schnell schlägt und wo sich im Muskel die Störung befindet. Folgende drei Symptome können auf eine Herzrhythmusstörung hinweisen:

1. Herzstolpern

Wenn unser Herz gleichmäßig im Takt schlägt, nehmen wir das gar nicht wahr. Herzrhythmusstörungen werden oftmals als Herzstolpern wahrgenommen. Die Unregelmäßigkeit kann Vorhofflimmern sein. Laut der Deutschen Herzstiftung besteht Grund zur Sorge, wenn weitere Beschwerden wie Schwindel oder Atemnot auftreten und keine Herzerkrankung bekannt ist. Gegen Herzstolpern kann Kalium helfen. Allerdings sollte die Einnahme nicht ohne ärztliche Absprache erfolgen.

2. Schwindel

Bei Herzrhythmusstörungen können Sie auch Kreislaufprobleme bekommen, welche sich durch Schwindel, Leistungsschwäche oder gar Bewusstlosigkeit äußern. Diese Beschwerden treten meist dann auf, wenn Ihr Herzrhythmus zu langsam ist. Die Folge: Ihr Organismus und dementsprechend auch Ihr Gehirn werden mit zu wenig Sauerstoff versorgt, weshalb Ihnen schwindelig sein kann.

3. Herzrasen

Wenn wir uns körperlich anstrengen oder gestresst sind, klopft unser Herz schon mal schneller. Eine rasche Herzschlagfolge ohne plausible Erklärung kann ebenfalls ein Anzeichen für Herzrhythmusstörungen sein. Meistens begleiten eine innere Unruhe, Nervosität oder Angst das Herzrasen. Klären Sie das Herzrasen von Ihrem Arzt ab – erst recht, wenn weitere Symptome wie Kurzatmigkeit, Schwindel oder ein Engegefühl in der Brust auftreten.

4. Brustschmerzen

Im Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen kann es auch zu Schmerzen in der Brust oder einem Druckgefühl auf den Brustkorb kommen. Brustschmerzen sind meistens besorgniserregend, da sie in erster Linie direkt mit einem Herzinfarkt in Verbindung gebracht werden. Im Falle von Herzrhythmusstörungen machen sich solche Brustschmerzen dann bemerkbar, wenn das Herz besonders schnell schlägt. Nehmen Sie Ihre Schmerzen in der Brust allerdings ernst. Nehmen die Schmerzen stark zu oder sind sehr stechend, sollten Sie umgehend den Notruf wählen. 

Herzrhythmusstörungen feststellen lassen

Mithilfe eines Elektrokardiogramms (EKG-Untersuchung) kann Ihr Arzt feststellen, ob Sie Herzrhythmusstörungen haben. Ist das EKG unauffällig, kann zusätzlich ein Langzeit-EKG oder ein Belastungs-EKG durchgeführt werden – vor allem, wenn die Störungen nur gelegentlich oder bei körperlicher Anstrengung auftritt.

Folgen von Herzrhythmusstörungen

Dauerhaft können Herzrhythmusstörungen eine Herzschwäche begünstigen oder eine bestehende verschlimmern. Außerdem steigt das Risiko, dass sich Blutgerinnsel bilden können, die eine lebensbedrohliche Embolie auslösen. In schweren Fällen, wenn das Herz bereits geschädigt ist, können Herzrhythmusstörungen Kreislaufversagen, Herzstillstand oder Kammerflimmern hervorrufen, was zum Herztod führen kann.

Video: 5 Tipps für ein gesundes Herz-Kreislauf-System

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