Herzinfarkt: Vorsicht vor diesen Risikofaktoren

Herzinfarkt: Vorsicht vor diesen Risikofaktoren

Wenn sich ein Blutgefäß des Herzmuskels verschließt, droht ein lebensgefährlicher Herzinfarkt. Wie es zu solch einer Arterienverengung kommt, erfahren Sie hier: Diese Risikofaktoren begünstigen einen Herzinfarkt.

Unser Herz bildet das Zentrum unseres Herz-Kreislauf-Systems. Es pumpt Blut durch unseren gesamten Körper, um Organe und Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Im Schnitt schlägt unser Herz etwa 100.000 Mal am Tag – eine Höchstleistung, die unser Muskel täglich erbringt.

Was ist ein Herzinfarkt?

Der Herzinfarkt ist einer der häufigsten Herzerkrankungen. Hierbei handelt es sich um einen plötzlichen Verschluss einer Herzkranzarterie. Bestimmte Regionen können nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden, was lebensgefährliche Folgen mit sich zieht: Teile des Herzmuskels können absterben, sodass die Pumpkraft des Herzens herabgesetzt wird. Ebenfalls kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, die unbehandelt tödlich enden.

Anzeichen eines Herzinfarkts

Ein Herzinfarkt tritt meistens noch ohne Vorboten auf. Laut der Deutschen Herzstiftung haben rund die Hälfte aller Herzinfarkt-Patienten 24 bis 48 Stunden vor dem Infarkt Beschwerden wie eine Brustkorbenge oder ein Brennen hinter dem Brustbein. Anzeichen eines Herzinfarkts sind starke Schmerzen und Druckgefühl im Brustkorb, ein massives Engegefühl, heftiges Brennen, Angstschweiß, Übelkeit und Erbrechen.

Herzinfarkt: Welche Risikofaktoren gibt es?

Ein Herzinfarkt liegt meistens einer Arteriosklerose zugrunde. Hierbei handelt es sich um Gefäßveränderungen, die durch zunehmende Cholesterin-Ablagerungen der Arterienwand hervorgerufen werden. Aufgrund der Verkalkungen verengen die Arterien, sodass der Blutfluss beeinträchtigt wird und es zu einem Herzinfarkt kommt. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die eine Verkalkung der Gefäße vorantreiben und somit auch das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen. Dazu zählen:

Eine zucker- und fettreiche Ernährung

Gesättigte Fettsäuren, die zuhauf in tierischen Produkten wie Fleisch, Butter oder Käse vorkommen, wirken sich ungünstig auf Ihre Blutfettwerte aus und lassen das „böse“ LDL-Cholesterin erhöhen, das sich wiederum als Ablagerung in unseren Arterienwänden festsetzt.

Rauchen

Wer regelmäßig raucht, hat ein höheres Risiko für koronare Herzkrankheiten. Denn Rauchen verengt die Gefäße, sodass sich die Herzfrequenz erhöht, der Blutdruck steigt und dementsprechend auch das Herzinfarkt-Risiko steigt. Das Nikotin in Zigaretten bewirkt zusätzlich Gefäßentzündungen, verschlechtert den Blutfluss und hemmt die Elastizität der Gefäße.

Übergewicht

Fast immer geht Übergewicht mit Bluthochdruck und einem gestörten Fett- und Zuckerstoffwechsel einher. Das fördert Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen. Vor allem Bauchfett, auch viszerales Fett genannt, kann Entzündungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.

Bewegungsmangel

Bei einem Bewegungsmangel verliert der Herzmuskel an Leistungsfähigkeit. Regelmäßiger Sport schützt Sie daher vor einem Herzinfarkt. Ausdauersport wie Joggen oder Walking, Fahrradfahren, oder Schwimmen fördert Ihr Herz-Kreislauf-System und kräftigt Ihr Herz. Ihre Durchblutung wird verbessert und Ihr Blutdruck wird gesenkt.

Diabetes mellitus

Diabetiker haben ein höheres Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken als Gesunde. Der Grund: Hohe Blutzuckerwerte schädigen mit der Zeit die Blutgefäße. Aus diesem Grund sollten Diabetiker ihren Blutzucker richtig einstellen und vorsichtshalber regelmäßig ein EKG machen lassen, um die Herzfunktionen überprüfen zu lassen.

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