1. Dezember 2020
Hausapotheke: Diese 9 Medikamente gehören rein

Hausapotheke: Diese 9 Medikamente gehören rein

Eine gut sortierte Hausapotheke hilft Ihnen bei allerhand Erkrankungen und Verletzungen direkt weiter. Welche Medikamente in keiner Hausapotheke fehlen dürfen und wie Sie Ihre Arzneimittel richtig aufbewahren, erklären wir Ihnen hier. 

Plötzliche Übelkeit, ein fieses Halskratzen oder eine Schürfwunde am Knie – seien Sie für jegliche Erkrankung und Verletzung gewappnet. Eine gut gefüllte Hausapotheke hilft da weiter und ist gerade am Wochenende oder nachts goldwert.

Diese 9 Medikamente sollten in jede Hausapotheke gehören:

Medikamente gegen Schmerzen und Fieber

In jeder Hausapotheke sollten Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS) zu finden sein. Bewahren Sie auf jeden Fall den Beipackzettel auf, um Nebenwirkungen nachzulesen und die richtige Dosierung einzuhalten.

Mittel gegen Übelkeit und Durchfall

Übelkeit kann urplötzlich auftreten. Schnelle Hilfe bieten Medikamente mit Wirkstoffen wie Diphenhydramin und Dimenhydrinat. Zu finden sind diese unter anderem in Vomex Dragees, die schnell und effektiv bei Übelkeit sowie Erbrechen wirken.

Eine Durchfallerkrankung können Sie in der Regel gut mit Schonkost und Hausmitteln wie Kräutertees behandeln. Unterstützend dazu können Sie Elektrolytmischungen einnehmen, um den Flüssigkeitshaushalt aufzustocken und die Stoffe zu ersetzen, die beim Durchfall verloren gehen. Gerade ältere Menschen und Kinder sollten diese zusätzlich einnehmen. Bei akuten Durchfallerkrankungen helfen Kohletabletten, die die häufige Darmentleerung stoppen und Substanzen wie Bakterien binden und ausscheiden.

Tabletten gegen Halsschmerzen

Ein kratzender und schmerzender Hals braucht viel Feuchtigkeit. Lutschen Sie daher zuckerfreie Hals- oder Hustenbonbons mit Zusätzen wie Salbei, Honig oder Isländisch Moos. Der Speichel befeuchtet die Rachenschleimhaut und mindert die Schluckbeschwerden. Halstabletten wie Dorithricin wirken lokal schmerzlindernd und sind antiviral sowie -bakteriell. Die GeloRevoice Halstabletten bilden aufgrund ihres Hydro-Depots einen Schutzfilm auf der gereizten Schleimhaut, die sich in Ruhe regenerieren kann.

Arzneien gegen Schnupfen

Um eine verstopfe Nase wieder schnell frei zu bekommen, helfen Tropfen oder Sprays mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin. Greifen Sie auf Präparate ohne Konservierungsmittel zurück, da diese in der Regel verträglicher sind. Verwenden Sie die Tropfen oder das Spray nicht länger als eine Woche. Die Nasenschleimhaut gewöhnt sich sonst daran und schwillt beim Absetzen wieder an. Kinder brauchen dem Alter entsprechend niedriger dosierte Präparate.

Salbe für Haut- und Brandverletzungen

Leichte Verbrennungen, die Sie sich beispielsweise beim Kochen in der Küche zuziehen, können Sie mit kühlenden Gels behandeln. Auch feuchte Umschläge sorgen für Schmerzlinderung. Zur Heilung verwenden Sie hinterher fetthaltige Salben mit Aloe Vera. Die Pflanze ist antibakteriell und begünstigt den Heilungsprozess. Bei kleinen Hautverletzungen oder Schürfwunden verwenden Sie eine antiseptische Hautcreme mit dem Wirkstoff Dexpanthenol, der die Wundheilung und Bildung von neuem Hautgewebe fördert. Präparate wie Bepanthen oder Panthenol sind zu empfehlen.

Mittel gegen Insektenstiche

Mückenstiche sind meist harmlos, aber nervig. Die Haut rund um den Stich kann rot werden, jucken oder brennen. Greifen Sie deshalb zu Mitteln mit Antihistaminika wie Fenistil, das die Wirkung von Histamin blockiert, das bei allergischen Reaktionen im Körper freigesetzt wird.

Gel für Sportverletzungen

Beim Sport können Sie sich schnell mal eine Verstauchung, Zerrung oder einen Bluterguss zuziehen. Ein schmerzlinderndes Gel mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Salicylate oder Diclofenac wird direkt auf die verletzte Stelle aufgetragen und wirkt lokal.

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Medikamente gegen Allergien

Vor allem im Frühjahr, wenn die Heuschnupfen-Saison startet, gehören Präparate mit Antihistaminika wie Loratadin oder Cetirizin in die Hausapotheke eines jeden Allergikers. Diese Stoffe blockieren die Bindungsstellen für den Botenstoff Histamin. Neben Tabletten gibt es noch weitere Präparate wie Augentropfen oder Nasensprays, die Linderung verschaffen.

Hausapotheke: Medikamente richtig lagern

Bewahren Sie Ihre Medikamente idealerweise im Flur oder im Schlafzimmer und außer Reichweite von Kindern auf. Viele verlagern Ihre Hausapotheke in die Küche oder ins Badezimmer. Diese Orte sind jedoch zu warm und zu feucht. Heben Sie Ihre Medikamente immer in der Originalverpackung mit Beipackzettel auf. Beschriften Sie Ihre Arzneimittel mit Datum, wenn Sie diese angebrochen haben. Checken Sie regelmäßig Ihren Bestand und überprüfen Sie, ob Ihre Arzneimittel noch gültig sind. Abgelaufene Medikamente können Sie im Hausmüll entsorgen oder in der Apotheke abgeben.

Was gehört noch in die Hausapotheke?

Neben den Medikamenten sind in der Haus­apotheke auch Verbands- und Hilfs­mittel sinn­voll wie Pflaster für große und kleine Wunden, Mullbinden, sterile Kompressen und Verbandsklammern. Auch ein Fieberthermometer, Kalt/Warm-Kompressen, Einmalhandschuhe, Wunddesinfektionsmittel, Pinzette, Verbandsschere, Wärmflasche sowie eine Zeckenzange oder -karte dürfen nicht fehlen. Sinnvoll sind auch eine Erste-Hilfe-Anleitung sowie eine Liste mit Notrufnummern, die Sie im Ernstfall dann schnell zur Hand haben. Ergänzen Sie die Grundausstattung mit weiteren Medikamenten, die Sie beispielsweise häufiger nehmen müssen, zum Beispiel bei Migräne oder Sodbrennen.

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