Hashimoto: 4 Fehler verschlimmern Beschwerden

Hashimoto: 4 Fehler verschlimmern Beschwerden

Gewichtszunahme, Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit – die Beschwerden bei Hashimoto-Thyreoiditis sind vielseitig. Die Entzündung der Schilddrüse kann zwar behandelt werden, trotzdem leiden manche Menschen unter Symptomen. Wir erklären, welche 4 Fehler die Beschwerden bei Hashimoto verschlimmern.

Bei Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schilddrüse, die durch eine Autoimmunreaktion hervorgerufen wird. Bei Betroffenen produziert die Schilddrüse nicht genug Schilddrüsenhormone. Da die Schilddrüse an unserem Stoffwechsel beteiligt ist und essenziell für viele Körperfunktionen, kann sich dies durch vielseitige Symptome äußern. Dazu zählen unter anderem Abgeschlagenheit, Schwäche, Konzentrationsprobleme, Verstopfungen oder depressive Verstimmungen. Die Autoimmunerkrankung muss medikamentös behandelt werden, Symptome können sich bei manchen Menschen allerdings auch weiterhin bemerkbar machen. Außerdem hat der Lebensstil einen großen Einfluss auf das Krankheitsbild. So können einige Verhaltensweisen die Beschwerden verstärken.

Hashimoto: 4 Fehler verschlimmern Beschwerden

1. Falsche Ernährung

Unsere Ernährung ist ein wichtiger Faktor in Hinblick auf unsere Gesundheit und unser körperliches Wohlbefinden. Für Menschen mit Hashimoto spielt das, was täglich auf unserem Speiseplan steht, eine besonders wichtige Rolle. Viele Betroffene ernähren sich falsch und essen zu viele fett- und zuckerreiche Lebensmittel. Deren Verzehr führt zum einen schneller zu einer Gewichtszunahme und zum anderen befeuern ungesunde Transfette und Zucker im Körper Entzündungen und können die Beschwerden der Autoimmunerkrankungen verstärken. Dasselbe gilt für Weißmehlprodukte. Viele Menschen mit Hashimoto leiden zudem an einer Glutenunverträglichkeit, die getestet werden sollte. Setzen Sie in Ihrer Ernährung verstärkt auf Vollkornprodukte, Gemüse, zuckerarmes Obst, Fisch, fettarme Milchprodukte sowie gesunde Pflanzenöle. Besonders hilfreich sind Nährstoffe, die entzündungshemmend sind oder das Immunsystem unterstützen, wie beispielsweise Vitamin C oder Zink.

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2. Zu wenig Bewegung

Meist führt Hashimoto bei Betroffenen zu einer Gewichtszunahme. Um diese zu verhindern oder ihr entgegenzuwirken, spielen neben der Ernährung auch Bewegung und Sport eine maßgebliche Rolle. Viele Betroffene verzichten auf Sport, weil sie denken, dass sie ohnehin nicht abnehmen können. Das ist jedoch genau der falsche Weg, da so eine Gewichtszunahme begünstigt wird. Denn trotz der Schilddrüsenentzündung ist es möglich Gewicht zu verlieren, wenn auch langwieriger. Versuchen Sie tägliche Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren. Wenn Sie nicht jeden Tag Zeit für ein Workout haben, versuchen Sie zumindest 30 bis 60 Minuten spazieren zu gehen. Abgesehen davon können Sie häufiger das Fahrrad anstelle des Autos nehmen oder die Treppe nehmen anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppe. Ein weiterer Vorteil der Bewegung: Sie wirkt weiteren Hashimoto-Symptomen wie Antriebslosigkeit und depressiven Verstimmungen entgegen. 

3. Schlafmangel

Um den Beschwerden bei Hashimoto entgegenzuwirken, ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken. Das kann man mithilfe von einer gesunden, nährstoffreichen Ernährung tun, aber auch eine gute Schlafqualität ist essenziell für unsere körpereigene Abwehr. Abgesehen davon begünstigt ein Schlafmangel eine Gewichtszunahme und Übergewicht – schon ein kurzzeitiger Schlafmangel führt dazu, dass unser Körper vermehrt das Hungerhormon Ghrelin ausschüttet. Zusätzlich erhöht sich durch anhaltende Schlafstörungen auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen. Achten Sie also darauf, dass Sie mindestens 7 Stunden schlafen. Wenn Sie Probleme beim Ein- oder Durchschlafen haben, finden Sie hier hilfreiche Tipps >>

4. Kontrolltermine nicht wahrnehmen

Die Ursachen von Hashimoto können nicht behandelt werden, allerdings werden Betroffene medikamentös eingestellt. Durch die Einnahme des künstlichen Hormons Levothyroxin, das in der Regel lebenslang eingenommen werden muss, können die Beschwerden gelindert werden. Da Schwankungen sowie Schübe zum Krankheitsbild gehören, ist es wichtig, dass Betroffene regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen, damit der Facharzt feststellen kann, ob Sie richtig mit dem Medikament eingestellt sind. 

Video: So beeinflusst die Schilddrüse Körper und Geist

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