18. Oktober 2021
Glutenunverträglichkeit: 5 Anzeichen

Glutenunverträglichkeit: Die 5 Anzeichen gibt es

Lebensmittelunverträglichkeiten sind meist gar nicht so leicht zu erkennen, denn sie können sich durch verschiedene Symptome äußern. Eine Glutenunverträglichkeit macht sich in den meisten Fällen durch Verdauungsprobleme bemerkbar, aber auch einige andere Symptome können auftreten. Wir erklären, welche 5 Anzeichen es bei einer Glutenunverträglichkeit gibt.

Immer mehr Menschen leiden an einer Glutenunverträglichkeit. Die sogenannte Zöliakie ist eine Form der Glutenunverträglichkeit, von der in Deutschland circa zwei bis zehn von 1000 Menschen betroffen sind. Bei Menschen, die an der Autoimmunerkrankung leiden, reagiert der Körper auf das in vielen Getreidesorten enthaltene Klebereiweiß Gluten mit einer Entzündungsreaktion im Dünndarm. Durch die entzündlichen Prozesse im Darm kann die Darmschleimhaut mit der Zeit vernarben, wodurch Nährstoffe schlechter aufgenommen werden. Die Zöliakie ist nicht behandelbar, aber, wenn Betroffene glutenfrei leben, ist ein größtenteils beschwerdefreies Leben möglich. Doch woran erkennt man die Glutenunverträglichkeit eigentlich?

Glutenunverträglichkeit: 5 Anzeichen

1. Verdauungsbeschwerden

Bei dem Begriff Unverträglichkeit denkt man sofort an Verdauungsbeschwerden – und tatsächlich treten auch bei einer Glutenunverträglichkeit typischerweise Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall auf. Durch die Entzündungsprozesse können Darmepithelzellen, die einen Teil der Darmwand ausmachen, zerstört werden. Dies kann wiederum Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen und dazu führen, dass Nährstoffe schlechter aufgenommen werden. 

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2. Kopfschmerzen

Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen und Migräne, die durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden können. Dazu zählen unter anderem ein Flüssigkeits- oder Schlafmangel, Alkoholkonsum sowie Stress. Studien zufolge können Kopfschmerzen zudem von einer Glutenunverträglichkeit verursacht werden. Wenn Sie vermuten betroffen zu sein, können Sie für einige Tage auf Gluten verzichten – wenn die Beschwerden abnehmen, spricht das für eine Unverträglichkeit. Abschließend kann jedoch nur eine Untersuchung beim Arzt ein sicheres Ergebnis liefern.

3. Taubheitsgefühle und Kribbeln in Armen und Beinen

Die meisten Menschen denken bei Kribbeln oder Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen nicht unbedingt an eine Glutenintoleranz. Doch tatsächlich zählen auch Beschwerden dieser Art zu den möglichen Anzeichen, da das Gluten bei Menschen mit Zöliakie das Nervensystem schädigt. Abgesehen von einer Glutenunverträglichkeit können Störungen dieser Art auch auf andere Ursachen wie Durchblutungsstörungen oder Nährstoffmängel hinweisen, weshalb Sie einen Arzt aufsuchen sollten, wenn diese häufiger vorkommen. 

4. Hautprobleme

Sie leiden unter Hautproblemen? Hinter den Beschwerden könnte sich eine Glutenintoleranz verbergen. Genauer gesagt kann Zöliakie kleine juckende Bläschen hervorrufen, die als Dermatitis herpetiformis bezeichnet werden. Der Ausschlag kann mit einer Schwellung einhergehen. Wenn die Hautprobleme durch eine Unverträglichkeit hervorgerufen wurden, klingen die Beschwerden nach einer Umstellung auf glutenfreie Kost in der Regel ab. 

5. Gewichtsabnahme

Studien zufolge kann eine Glutenunverträglichkeit auch mit einem Gewichtsverlust einhergehen. Gründe hierfür könnten Verdauungsbeschwerden wie Durchfall sein, die bei dem Krankheitsbild auftreten können, sowie eine Mangelernährung. Aber Achtung: Ein ungewollter Gewichtsverlust kann ebenso ein Anzeichen für verschiedene andere ernste Erkrankungen wie Krebs sein. Gehen Sie bei diesem Symptom auf jeden Fall schnellstmöglich zum Arzt.

Quellen: allergieinformationsdienst.de, Deutsche Gesellschaft für Zöliakie

Video: Keine Glutenunverträglichkeit – sind glutenfreie Lebensmittel für alle gesünder?

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