21. Oktober 2021
Gewichtszunahme als Anzeichen von Krankheiten

Gewichtszunahme als Anzeichen von Krankheiten

Klar, wenn wir mehr Kalorien zu uns nehmen, als wir verbrennen, nehmen wir früher oder später zu. Doch nicht immer ist unser Essverhalten schuld am Übergewicht: Die folgenden Krankheiten können eine Gewichtszunahme auslösen.

Haben Sie trotz gleichbleibender Ernährungsgewohnheiten merkwürdigerweise innerhalb weniger Wochen oder Monate zugenommen? Dann könnte die überraschende Gewichtszunahme möglicherweise ein Anzeichen oder Symptom einer vorliegenden Grunderkrankung sein.

Gewichtszunahme als Anzeichen von Krankheiten

Größere Zahlen auf der Waage können einerseits auf einen höheren Körperfettanteil zurückgehen, andererseits jedoch auch auf vermehrte Wassereinlagerungen. Laut der Deutschen Adipositas Gesellschaft e.V. können die folgenden Krankheiten zu solchen Gewichtszunahmen führen:

Krankheiten, die Fetteinlagerungen hervorrufen

  • Schilddrüsenunterfunktion
    Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 sind maßgeblich am Stoffwechsel beteiligt, weswegen eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) sich schnell durch eine Gewichtszunahme bemerkbar macht. Umso wichtiger ist es, eng mit einer Ärztin zusammenzuarbeiten und mit Schilddrüsenhormonen die Unterfunktion adäquat auszugleichen.
  • Krebs
    Bei bestimmten Krebsarten können Tumore an Hormonzentren wie der Hirnanhangsdrüse oder den Nebennieren entstehen. Dort bewirken sie, dass beispielsweise Stresshormone wie Cortisol vermehrt ausgeschüttet werden, die eine Gewichtszunahme begünstigen. Ebenfalls gibt es Tumore, die die Produktion des Wachstumshormons Insulin antreiben, wodurch ebenfalls vermehrt Fett eingelagert wird.
  • Morbus Cushing
    Bei Morbus Cushing – auch Cushing-Syndrom genannt – sorgt ebenfalls eine gesteigerte Cortisol-Ausschüttung für die ungewollte Gewichtszunahme. Bei der Krankheit kann außerdem ein gesteigerter Appetit auftreten und infolgedessen eine deutlich erhöhte Kalorienzufuhr.
  • Schlafstörungen
    Eine schlechte Schlafqualität und ein chronischer Schlafmangel können sich durch ein deutlich verstärktes Hungergefühl sowie Heißhunger äußern. Die damit verbundene erhöhte Kalorienaufnahme führt wiederum zur Gewichtszunahme. Falls Sie unter Insomnie oder chronischen Schlafstörungen leiden, könnte auch Ihr Körpergewicht von der Behandlung der zugrundeliegenden Schlafbeschwerden profitieren. Denn laut Forschenden der University of Colorado führt eine reduzierte Schlafdauer – insbesondere bei fünf Stunden oder weniger pro Nacht – auf Dauer zu einer Gewichtszunahme und bei bereits bestehendem Übergewicht zu schlechteren Abnehmerfolgen.
  • Depressive Erkrankungen
    Ebenso belegen Studien, wie sehr sich die Psyche auf unser Essverhalten auswirken kann. So scheint es beispielsweise einen starken Zusammenhang zwischen Depressionen und emotionalem Essen zu geben. Das gestörte Essverhalten wiederum führt langfristig unausweichlich zu einer Gewichtszunahme.

Krankheiten, die Wassereinlagerungen hervorrufen

Neben Fetteinlagerungen kann es infolge einiger Krankheiten auch zu Wassereinlagerungen – sogenannten Ödemen – kommen, die unter anderem an den Knöcheln, am Bauch oder sogar in den Lungen auftreten können. Diese Krankheiten können dafür verantwortlich sein:

  • Niereninsuffizienz
  • Leberzirrhose
  • Herzinsuffizienz
  • Schwere Lungenerkrankungen
  • Venenklappenschwäche
  • Krampfadern
  • Krebserkrankungen

Glücklicherweise kann die erfolgreiche Behandlung der jeweiligen Grunderkrankung eine anschließende Gewichtsabnahme erleichtern und in vielen Fällen zu einer Normalisierung des Körpergewichts führen. Umso wichtiger ist eine frühzeitige und engmaschige ärztliche Therapie.

Quellen: adipositas-gesellschaft.de, gesundheitsinformation.de

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