28. Mai 2021
Gesundheit und Sex: Wie uns die schönste Nebensache der Welt fit hält

Gesundheit und Sex: Wie uns die schönste Nebensache der Welt fit hält

Sex macht Spaß, stärkt die Verbindung zum Partner und ist obendrein auch noch gesund. Wir erklären, wie Sex die Gesundheit positiv beeinflusst und wie Sie Ihr Sexleben noch verbessern können.

Paar im Bett
© Becca Tapert/Unsplash
Kuscheln und Geschlechtsverkehr wirken sich vorteilhaft auf Ihre Gesundheit aus.

Sex hat in der heutigen Gesellschaft einen ziemlich großen Stellenwert. Man könnte fast schon sagen, dass Sex nicht einmal mehr eine Nebensache, sondern in vielen Fällen schon zu einer Hauptsache geworden ist. Kein Wunder, denn es macht Spaß und vor allem: Sex macht und hält gesund. Dabei wirkt Geschlechtsverkehr nicht nur positiv auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Er hält also fit und glücklich. Wir zeigen Ihnen an dieser Stelle, wie Sex und Gesundheit miteinander zusammenhängen und wie Sie Ihr Sexleben noch verbessern können.

Sex sorgt für grundsätzliches Wohlbefinden

Sex sorgt für eine insgesamt bessere körperliche Gesundheit. Das weiß die Wissenschaft bereits. Dabei spielt vor allem die Regelmäßigkeit des Aktes eine wichtige Rolle. Wer einmal die Woche Sex hat, kann damit sein Wohlbefinden steigern. Neben dem Akt an sich sind dafür vor allem auch die ausgetauschten Zärtlichkeiten und die empfundene Verbundenheit verantwortlich. Aber auch der Sex mit sich selbst, die Masturbation, kann dabei helfen, Stress abzubauen, die Stimmung zu heben und damit das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Vor allem Männer können profitieren

Männer, die regelmäßig Sex haben, können besonders gesundheitlich davon profitieren. Wer nämlich mehrmals innerhalb einer Woche ejakuliert, senkt sein Risiko an Prostatakrebs zu erkranken. Wer etwa fünfmal pro Woche kommt, kann sein Risiko um rund 30 Prozent senken. Dabei ist nicht unbedingt eine Partnerin oder ein Partner nötig.

Gesundheit bis ins Alter

Im Alter ist es wichtig, das Sexualverhalten ebenfalls beizubehalten. Denn regelmäßiger Sex schafft es, dass Sie sich zumindest einen Teil Ihrer Jugend bewahren können. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die Hormone Östrogen und Testosteron. Sie werden neben einer Reihe anderer Hormone beim Akt ausgeschüttet. Sie lassen den Körper vitaler und gesünder werden. Mit steigendem Alter treten aber auch häufiger Erektionsschwierigkeiten auf, die die Freude am Sex mindern und ihn zur Seltenheit werden lassen können. Glücklicherweise gibt es hier bereits geeignete Hilfsmittel, die Sex bis ins hohe Alter sicherstellen können. Als besonders wirksam und verträglich hat sich die Behandlung mit Sildenafil erwiesen.

Herz-Kreislauf-System wird gestärkt 

Sex kann das Herz-Kreislauf-System maßgeblich positiv beeinflussen. Währenddessen wird der Puls in die Höhe gejagt, fast schon wie bei Ausdauersportarten, wie etwa Joggen, Schwimmen oder Fahrradfahren. Er bringt einen mächtig ins Schwitzen. Außerdem kann er den Blutdruck senken. Das haben Forscher der Universität Paisley herausgefunden. Neben dem Blutdruck wird auch das Risiko gesenkt, einen Herzinfarkt zu erleiden, vorausgesetzt, dass der Sex regelmäßig praktiziert wird.

Körperliche Fitness und Ausdauer

Wie bereits erwähnt, kann Sex mit Ausdauersportarten wie etwa dem Joggen verglichen werden. Zusätzlich ist das Liebesspiel eine gute Möglichkeit, um die Muskeln zu trainieren. Dabei wird der ganze Körper trainiert. Je nach Stellung können aber auch nur einzelne Muskelpartien angesprochen werden. Je halbe Stunde Sex können Frauen und Männer zwischen 70 und 100 Kalorien verbrennen. Das bedeutet zwar nicht, dass Sie sich jetzt das Fitnessstudio sparen können, dennoch kann regelmäßiger Sex Ihren Trainingsplan ergänzen.

Sex macht glücklich

Beim Geschlechtsverkehr werden eine Menge Glückshormone ausgeschüttet, die sich positiv auf die Stimmung auswirken können. Eines dieser Hormone ist das sogenannte Oxytocin. Es wird häufig als Kuschelhormon bezeichnet. Ausgeschüttet sorgte es für Vertrauen und Verbundenheit zwischen den beiden Sexualpartnern.

Das Hormon Phenetylamin sorgt für Lust und Spaß beim Liebesspiel. Beim Höhepunkt werden schließlich Endorphine freigesetzt, die den Körper in eine Art Rauschzustand versetzen. Diese Hormone werden auch als körpereigene Opiate bezeichnet, aber keine Sorge: Mit Drogen hat es nun wirklich nichts zu tun.

Schmerzlindernde Wirkung

Die genannten Endorphine sorgen aber nicht nur für einen körperlichen Rausch, sondern können auch Schmerzen lindern. Nach dem Orgasmus wird das Schmerzempfinden für einen kurzen Zeitraum herabgesenkt, um etwa 70 Prozent. Das ist zwar nicht so viel, wie Schmerzmittel, die dem Körper von außen zugeführt werden, dennoch können sie vor allem bei Kopfschmerzen oder Regelbeschwerden Linderung verschaffen.

Sex fördert gesunden Schlaf

Es ist eine Art natürliches Schlafmittel. Vor allem unmittelbar nach dem Sex werden viele Menschen schläfrig. Auch hier spielt das Hormon Oxytocin eine tragende Rolle. Es verschafft uns nach dem Sex ein leicht angesäuseltes Gefühl, ähnlich wie nach dem Genuss von Alkohol. Anders als bei Alkohol ist der Schlaf nach dem Sex jedoch deutlich erholsamer. Nach einem äußerst anstrengenden Liebesspiel trägt die körperliche Erschöpfung ebenfalls einen großen Teil zur Müdigkeit bei.

Abwehrkräfte werden gestärkt

Durch regelmäßigen Geschlechtsverkehr kann das Immunsystem gestärkt werden. Durch Sex kommen Sie mit einer Vielzahl fremder Keime in Berührung, beispielsweise durch das Küssen. Das hat wiederum zur Folge, dass mehr Antikörper produziert werden. Dadurch werden die Abwehrkräfte stärker. Vor allem in Zeiten dieser globalen Pandemie ist ein starkes Immunsystem sehr wichtig. Der Körper kann eindringende Krankheitserreger besser abwehren und Infektionen bekämpfen.

Fazit

Sex kann sich auf viele Arten und Weisen positiv auf die Gesundheit auswirken. In vielen Fällen spielt es sogar keine Rolle, ob Sie dabei mit einer Partnerin oder einem Partner zugange sind oder sich allein vergnügen. Ein bis zweimal Sex pro Woche sind besonders förderlich für das gesamte Wohlbefinden. Sowohl psychisch als auch körperlich können Sie nur profitieren und sogar Herz-Kreislauf-Beschwerden vorbeugen.

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