Alles zum Thema Zahnimplantat Zahnimplantate – damit auch die „Dritten“ perfekt sitzen

Im Gegensatz zu Haaren und Fingernägeln wachsen Zähne leider nicht nach. Jedenfalls dann nicht, wenn das bleibende Gebiss vorhanden ist. Der sprichwörtliche Mut zur Lücke ist gerade bei den Zähnen eher nicht da. Schließlich unterstreichen nur gesunde und vor allem vorhandene Zähne ein schönes Lächeln. Zahnimplantate können fehlende Zähne ersetzen oder bei großem Zahnverlust das Gerüst für einen festsitzenden Zahnersatz sein. Eine Lösung für jedes Zahnproblem sind sie aber nicht. 

Zahnimplantat

Zahnlücken sind nicht immer charmante Hingucker

Ob Madonna, Seal, Elijah Wood oder Georgia May Jagger – bei vielen Promis ist die kleine charmante Zahnlücke ein Markenzeichen. Und irgendwie wirken sie auch anziehend, die kleinen Lücken. Allerdings ist Zahnlücke nicht gleich Zahnlücke. Lücken, die durch fehlende Zähne entstehen, nagen oft am Selbstbewusstseins. Zahnlücken sollten Sie deshalb schließen lassen, wenn diese durch Unfälle, Karies oder eine physische Einwirkung entstanden sind. Nur durch ein vollständiges Gebiss kann die Kaufunktion und die Gesundheit des Kiefers erhalten werden. 

Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig. Üblich ist die Brücke als Zahnersatz, bei der durch eine Konstruktion aus Zahnkronen die Lücke gefüllt wird. Allerdings hat das auch Nachteile. Zum einen werden die umliegenden, gesunden Zähne beschliffen. Wertvoller Zahnschmelz wird abgetragen. Zum anderen kann die Kaukraft nicht mehr auf den Kieferknochen übertragen werden. Durch die fehlende Belastung entwickelt sich der Knochen zurück. Die zweite Möglichkeit wäre ein Zahnimplantat. Informationen zur Implantologie erhalten Sie hier:

Was ist ein Zahnimplantat?

Überall dort, wo - ganz gleich aus welchen Gründen - keine Zähne mehr vorhanden sind. Kann nur ein überbrückender Zahnersatz eingesetzt werden. Das bedeutet, die Lücke wird mit einem in der Luft hängenden Brückenglied geschlossen, welches an den rechts und links befindlichen Zähnen befestigt wird. Allerdings ist es schwierig, größere Lücken zu überbrücken. Zahnimplantate sind dann eine gute Lösung. 

Ein Zahnimplantat ist ein künstlicher Körper, der die Funktion eines Trägers für den Zahnersatz übernimmt. Die künstliche Zahnwurzel wird mit Schraubengewinde im Kieferknochen verankert. In einem Zeitraum von bis zu 6 Monaten verbindet sich das Schraubgewinde mit dem Knochen. Das Implantat ist dann belastbar. Übrigens gibt es Zahnimplantate seit Beginn der 80er Jahre. Üblicherweise sind die Implantate aus Titan. Das Material ist sehr verträglich mit dem umliegenden Gewebe. Allergien treten kaum auf. 

Zahnimplantate haben einige Vorteile für Sie

Das Zahnimplantat kann für Sie eine optimale Lösung sein, wenn Sie Ihre natürlichen Zähne erhalten möchten und gleichzeitig Zahnlücken ästhetisch auffüllen wollen. Zahnimplantate fügen sich harmonisch in Ihre Bezahnung ein. Dabei ist es nicht zu erkennen, welche Zahn über eine natürliche Wurzel verfügt und welcher Zahn von einem Implantat getragen wird. 

Haben Zahnimplantate auch Nachteile?

Zahnimplantate werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse betragen. Das wird für viele das größte Problem sein, denn die Implantate sind nicht ganz günstig, dafür aber wirkungsvoll. Haben Sie eine Zahnzusatzversicherung, sind Sie meist aus dem Schneider, denn diese übernehmen je nach Vertrag die Kosten fürs Implantat. Im Gegensatz zur Brücke sind sie auch keine schnelle Lösung. Bevor eine Überkronung auf das Implantat kommt, muss dieses einheilen. Und das dauert mehrere Monate.

Warum Sie Zahnlücken schließen sollten

Zahnlücken sind keinesfalls nur ein ästhetisches Problem. Es entstehen mit der Zeit immer mehr Probleme. Bei fehlenden Zähnen im Frontbereich werden die Lippen nicht mehr gestützt. Sie fallen ein. Betroffene wirken älter und das Selbstwertgefühl sinkt. 

Es entstehen aber auch noch gesundheitliche Risiken. Die Position Ihrer Zähne werden auch durch die Nachbarzähne beeinflusst. Fehlen Zähne, gibt es keinen direkten Zahnkontakt mehr, dann können auch Nachbarzähne kippen. Es entsteht ein falscher Biss. Obendrein bildet sich der Kieferknochen zurück. Dem Kieferknochen fehlt die Belastung dort, wo ein Zahn fehlt. Dadurch entsteht ein Knochenrückgang. 

Zahnlücken können aber auch das Sprechvermögen stören. Stellen Nachbarzähne sich schräg, entstehen Nischen, die manchmal nur sehr schwer zu reinigen sind. Der bakterielle Zahnbelag wird begünstigt. Selbst Verdauungsstörungen können durch Zahnlücken entstehen, wenn die Nahrung nicht mehr ausreichend zerkleinert wird, weil Zähne fehlen. 

Und schließlich können auch Verspannungen durch fehlende Zähne auftreten. Ja selbst Probleme des Kiefergelenks sind möglich. Durch gekippte Zähne können Fehlkontakte zwischen den Zähnen der Ober- und Unterkiefer entstehen. Durch diese „Störkontakte“ kann es zum Zähnepressen oder Zähneknirschen kommen, was wiederum der Auslöser für Verspannungen ist.  Die Folgen sind nicht abzusehen. Einseitige Kopfschmerzen, Tinnitus, Kieferschmerzen oder Trigeminusneuralgien sind nur einige davon. Auf lange Sicht können sogar Schmerzen in ganzen anderen Körperbereichen auftreten. 

Lassen Sie Zahnlücken deshalb schnell und professionell schließen. 

Datum: 03.12.2019

Autor: Karin Dunkel