Schmerzen bei Wärme und Kälte Neue Methode für schmerzfreie Zähne

Wegen der heftigen Schmerzblitze, die Heißes, Kaltes oder Süßes an ihren frei liegenden Zahnhälsen auslösen, ist Ulrike Beyer (29) kaum noch zum Lachen zumute. Bis ihr Zahnarzt eine neuartige Mini-OP vorschlägt:

professionelle-zahnreinigung-ein-experteninterview

Der Weg zu gesünderen Zähnen

"Als Krankenschwester mache ich in meiner Freizeit um Ärzte eher einen Bogen“, sagt Ulrike Beyer. „Nur zum Zahnarzt gehe ich alle sechs Monate.“ Gepflegte, gesunde Zähne sind der 29-Jährigen nicht nur privat wichtig: „Wenn ich mit einem Lächeln das Zimmer eines Patienten betrete, ändert sich die Stimmung.“

Doch der Frankfurterin vergeht das Lachen, als die Zähne immer schmerzempfindlicher werden. „Im Schminkspiegel war es deutlich zu sehen“, erinnert sie sich. „Die oberen Schneide- und Eckzähne wirkten deutlich länger. Die Zahnhälse lagen frei.“  Zum Glück steht da schon der nächste Kontrolltermin an. Ihr Zahnarzt, Dr. Siuosh Rassaf, kennt sich mit Zahnfleischrückgang aus.

„Ich rate seit Jahren nur in Ausnahmefällen zur Transplantation“, sagt er. Bei diesem Eingriff wird Schleimhaut aus dem Gaumen unters Zahnfleisch eingenäht. Doch perfekt ist die zahnschützende und -stützende Funktion dann nicht mehr. Dr. Rassaf schlägt Ulrike Beyer die „Pinhole Surgical Technique“ vor, eine neue Methode aus den USA. Durch ein nadelöhrkleines Loch wird das Zahnfleisch vom Kiefer gelöst, in die Ursprungsposition gezogen und mit einer Spezialmembran fixiert. Die ist nach 8–10 Wochen komplett abgebaut und durch körpereigenes Gewebe ersetzt.

Der etwa einstündige Eingriff (ab ca. 700 Euro, Krankenkassen zahlen nicht) findet unter örtlicher Betäubung statt. „Selbst die Spritzen habe ich kaum gemerkt“, erinnert sich Ulrike. Gut eine Woche später trinkt sie kaltes Wasser aus dem Kühlschrank und spürt es zum ersten Mal: „Die Zähne bleiben ruhig. Es tut gar nicht mehr weh! Endlich kann ich wieder zubeißen – und lachen natürlich auch.“

 

Schlagworte: