Tipps für schöne Zähne Zahnschmelz schützen

Auf den Zahn gefühlt! Damit Sie beherzt zubeißen und ein strahlendes Lächeln verschenken können: vital-Experten beantworten die wichtigsten Fragen zur Zahnpflege

Tipps zur richtigen Zahnpflege

Was kann ich für schöne, weiße Zähne tun, ohne den Zahnschmelz zu schädigen?

„Immer mehr Menschen legen großen Wert auf die Optik ihrer Zähne und achten deshalb verstärkt auf regelmäßige Kontrolltermine und professionelle Reinigung. Zusätzlich stehen innovative und schonende Methoden der Zahnkosmetik zur Verfügung: So hellt das Zoom-Bleaching beim Zahnarzt die Zähne um mehrere Nuancen auf, ohne die Schmelzschicht zu beeinträchtigen. Einzelne Verfärbungen, Risse und Abweichung in der Größe korrigieren hauchdünne Keramik-Verblendschalen (Veneers). Sie kleben auf der Zahnoberfläche, ohne deren Struktur anzugreifen.“

Dr. Thea Lingohr, Zahnärztin und Oralchirurgin aus Köln (Dr. Lingohr und Partner)

Fluorid in Zahncremes – ist das nicht giftig?

„Fluoridhaltige Zahnpasten stärken den Zahnschmelz und schützen die Zähne vor Karies und deren Folgen. Aber eine Über­dosierung kann gesundheitliche Schäden verursachen. Um das auszuschließen, erstellen wir bei Kindern vor einer zahn­medizinischen Behandlung eine Fluorid­anamnese. Für Kinder unter 6 Jahren sollte eine Zahnpasta nicht mehr als 500 mg pro Kilo (ppm) enthalten, für Erwachsene gilt ein Gehalt von 1500 ppm als sinnvoll.“

Dr. Christoph Sliwowski, Leiter Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf, St. Vinzenz-Krankenhaus

Brauchen Zähne im Alter eine andere Pflege?

„Durch die natürliche Abnutzung nimmt die Stärke des schützenden Zahnschmelzes mit der Zeit ab, die Zähne werden schmerzempfind­licher und wirken dunkler, weil das Dentin durchschimmert. Gründ­ liche Zahnpflege, regelmäßige Kontrolltermine und häufige professio­nelle Zahnreinigung beugen Karies oder Parodontitis wirksam vor. Wenn hormonelle Einflüsse oder einzunehmende Medikamente die Speichelproduktion hemmen, steigt das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen. Gegenmaßnahme: aus­reichend trinken und Zahnpflegekaugummi kauen.“

Dr. Thomas Jung, Leiter der Dr. Jung Zahnklinik in Pfungstadt

Kann ich meine Zähne auch naturheilkundlich gesund erhalten?

„Aus dem Ayurveda stammt das Ölziehen: Sie spülen den Mundraum direkt nach dem Aufstehen für 15–20 Minuten mit kalt gepresstem Pflanzenöl – zum Beispiel Oliven­, Sonnenblumen­, Sesam­ oder Kokosöl. Durch seine antibakterielle Wirkung soll das Öl der Kariesvorsorge dienen, Mundgeruch be­kämpfen und das Zahn­fleisch stärken. Die Flüssigkeit gelangt in kleinste Bereiche des Mundraums, auch in die Zahnfleisch­ taschen, und spült dort karies­ und entzündungs­auslösende Bakterien fort. Im Anschluss mit Wasser spülen und dann die Zähne putzen. Tipp für Homöopathie­ Fans: Während Sie Globuli einnehmen, sollten Sie auf eine mentholfreie Zahn­creme umsteigen, denn ätherische Öle können die Wirkung der Präparate beeinträchtigen. Bei Schmerzen oder häufi­gem Zahnfleischbluten rate ich stets zu einem Termin beim Zahnarzt. Mit richti­ger Diagnose und Behand­lung bekommt er derlei Beschwerden in den Griff.“

Dr. Diana Svoboda, Leiterin der diPura Zahnklinik in Essen (www.dipura.de)